4 auf 3 Streiche

Oh je, wo soll ich nur anfangen? Vielleicht im Jahr 2018. Hm, das könnte jetzt lang werden. Ich versuche mal eine Art Zusammenfassung. Im Juli 2018 verschlug uns der Urlaub nach Bayern an die Grenze zu Österreich. Da ich das nur Urlaub machen anscheinend irgendwie verlernt habe, bot sich doch das 3km Seecrossing beim Trumer Triathlon verbunden mit einem kurzen Besuch bei Doris an. Toller See, tolle Gegend – das wäre doch was für Helge, dachte ich mir. Nicht zu vergessen, die tollen Gastegeber und der hervorragend organisierte Triathlon. Ich lies Helge dann zufällig unaufällig häppchenweise entsprechende Informationen zukommen, mit dem Hinweis, dass der 10. Trumer Triathlon perfekt in unsere Urlaubsplanung passen würde ;-). ( Ja, es war Karina’s Idee!!!! Das muss man hier noch mal ganz deutlich sagen. ICH bin unschuldig 🙂 ). Es hat nicht lange gedauert und Helge war angelmeldet :-). Und ich gleich hinterher. Was habe ich mir nur dabei gedacht. Vielleicht lag es am extrem günstigen Preis für die Frühanmeldung. Ganz bestimmt. Damit sich so eine extra lange Anreise auch lohnt, meldeten wir uns gleich mal für das sogenannte Triple an. Normal kann ja fast jeder. Und da wir nicht Jeder sind und auf gar keinen Fall normal (aber schön 🙂 ), holten wir FAST das Maximum an möglichen Anmledungen heraus. Wir WOLLTEN somit am Freitag 3km Freiwasserschwimmen, am Samstag über die Sprintdistanz ( 750m schwimmen – 24,5km Rad – 5,2km Laufen ) starten und am Sonntag die Mitteldistanz absolvieren ( 1,9km – 88,5km – 21,1km ). Für das Maximum an machbaren Anmeldungen wäre noch der Charity-Run am Freitag möglich. Na, man muss sich ja noch Optionen lassen. Praktischerweise hatte uns Doris Schwester Birgit eine Unterkunft besorgt, die fussläufig zum Eventgelände lag. Die Räder fanden in Birgits Garage Unterschlupf. Dort waren sie wesentlich besser aufgehoben, als bei 38 Grad Aussentemperatur im Auto und wurden auch schön von Chaya bewacht :-). Die Pink- und Orange – Erkennung müssen wir allerdings noch etwas mit ihr üben :-). Chaya ist halt ein echter Wachhund, hihi.

Da traut sich keiner, die Räder zu stiebitzen 🙂

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Wochenplan an einem einzigen Tag abgehakt

Das habe ich zumindest, was die Wochen-Schwimmkilometer angeht :-). Letzten Samstag Morgen kam eine Anfrage von den Konzer Schwimmern, ob ich beim 24h Schwimmen für eine erkrankte Schwimmerin einspringen könne. Klar konnte ich. Es ging ja schliesslich um Schwimmen ;-). Das Event ging von Samstag 12 Uhr bis Sonntag 12 Uhr. Den Sonntag hatte ich schon Julia versprochen. Sie wollte zum Kinderflohmarkt ( Kinder zu verkaufen ist dort allerdings nicht erlaubt )  und ihren Krimskrams der vergangenen Kindertage zu verkaufen. Dieser Flohmarkt wird vom örtlichen Zeitungsverlag „Volksfreund“ für Kinder veranstaltet und kostet keine Standgebühren. Das Geld ist für Julias Aufenthalt in Korea nächstes Jahr bestimmt. Natürlich lässt man als liebende Eltern das Kind nicht alleine bei 38 Grad dort stehen, sondern beobachtet von einem schattigen Plätzchen aus mit einem Getränk in der Hand das Treiben ;-). Schliesslich musste ich mich noch vom Samstag erholen :-). Das Schwimmen am Tag davor war cool. Das Wasser jetzt nicht so sehr, aber es war trotzdem erfrischend. Ich bin 3x 1h und einmal 1,5h geschwommen. Nein, das ist nicht furchtbar langweilig. Da es kein Wettkampf im eigentlichen Sinne war und es sich um ein 50m Becken handelte, wo meist nur 4-5 Schwimmer pro Bahn unterwegs waren, schwamm es sich recht entspannt. Ich genoss es einfach so vor mich hin zu schwimmen, den Gedanken nachzuhängen usw. Da die Sonne schön brutzelte, schwamm ich meist eine Bahn Kraul und eine Bahn Rücken, damit ich von allen Seiten schön gleichmäßig gebräunt werde. Andererseits bekommt man mit Lichtschutzfaktor 50  nicht so viel Farbe, allerdings auch keinen Sonnenbrand :-), was glaube ich wichtiger ist. Am Ende hatte ich genau 13km auf der Uhr. Das musste für den Tag reichen. Das reicht sogar für die nächsten 2 Wochen ;-). Bis Sonntag schwamm unser Team ( bestehend aus maximal 10 Startern ) 126,4km.

Das Konzer Team. So schnell konnte dann doch keine Badeanzug personalisiert werden :-).

Ich weiss nicht, ob es an den Pausen dazwische lag, aber ich hatte keinerlei Nachwehen. Weder taten mir die Arme noch die Schultern weh. Das Einzige, was zurückgeblieben ist: ein schöner Farbunterschied auf der Stirn. Sieht aus, als hätte ich noch die Badekappe an. Helge konnte übrigens nicht mitschwimmen, da keine orangenen Kappen vorgesehen waren…

Windberge und Windbeutel

Frühjahr ist Trainingslagerzeit. Nun, da Gran Canaria dieses Jahr für mich nicht in Frage kam, blieben die Osterferien und die Lausitz :-). Ich wollte schon seit längerer Zeit endlich mal wieder flach fahren, hihi. Also ging es mit Kind, Rad und Bogen Richtung Eltern. Leider ohne Göga, der arbeiten durfte. Geplant war ein Doppeltrainingslager 🙂 : Julia – Bogenschiessen, ich – Radfahren und Laufen. Und am Ende der Trainingswoche gab es für jeden von uns einen entsprechenden Wettkampf. Was für ein Zufall 😉 . Tja, und wie es sich gehört, wenn Engel reisen – wir hatten perfektes Wetter – also bis Freitag Abend 🙂 . Am ersten Tag absolvierte ich einen schönen langen flachen Lauf. Ich machte einen Streckencheck der Laufstrecke des Triathlons am Sonntag.

Ich lief einfach mehrfach die 5km Runde und versuchte mir Steine und Wurzeln einzuprägen. Denn für gewöhnlich bekomme ich nach dem Radpart beim Laufen die Füsse nicht mehr ganz so hoch.  Ausserdem war ich im Wald ziemlich gut vor dem doch recht starken Wind geschützt. Am Nachmittag wurde es etwas besser. Julia und ich machten uns auf zu meiner alten Wirkungsstätte im Bogenschiessen. Mitten im Wald ist einer der schönsten Bogensportplätze der Republik angelegt. Dank Aufforstung inzwischen auch wieder windgeschützt. Ein „alter“ Weggefährte von damals und jetziger Vereinsoberchef leistete uns Gesellschaft beim Training. D.h. Julia trainierte und er schoss ab und zu mal, denn die meiste Zeit verbrachten wir mit quatschen.

Für den folgenden Tag verabredeten wir uns zum Rennradfahren – 55km und 170 Höhenmeter. Gefühlt waren es mindestens 1000HM – denn die Windberge waren echt anstrengend 🙂 . Aber ich war ja nicht zur Erholung dort. Immer schön Kette rechts! Und bloss kein Windschattenfahren – das kann ja jeder. Mittwochs ist immer Bahntraining angesagt. Da leider das runderneuerte Stadion mit einer tollen Tartanbahn der allgemeinen Öffentlichkeit nicht einfach so zugänglich ist, musste die alte Aschenbahn auf unserem alten Schulsportplatz herhalten. Dieser Platz wird nur noch als Fussballplatz genutzt, weshalb die Bahn inzwischen ziemlich bewachsen ist. Aber für mich reichte es trotzdem.

Unter den irritierten Blicken der Sportplatzkneipenbesucher und der Kleingärtner rannte ich Runde um Runde, mal schnell mal langsam. Nur das Lauf ABC lies ich weg, sonst hätte vielleicht noch jemand einen Arzt gerufen oder sowas ähnliches 😉 . Tag darauf ging es morgens ins Schwimmbad. Die Frühschwimmer waren anscheinend schon weg – ich hatte eine Bahn für mich alleine – genial. Beckencheck für Sonntag also auch erledigt 🙂 . Nachmittags gab es dann für Julia ein letztes intensives Training vor ihrem Wettkampf am Samstag. Bevor wir uns am Freitag in Richtung Strausberg aufmachten fuhr ich als letzten Streckencheck ein paar Mal die Radrunde und hoffte inständig, dass der Wind sich noch etwas legen würde. Ach, ich glaube ich hatte es schon erwähnt,  ich konnte die ganze Zeit in Kurz-Kurz trainieren, shoppen und Eis essen… Da Julias Wettkampf am Samstag schon um 9 Uhr startete, reisten wir also einen Tag vorher an. Schliesslich sollte man ja ausgeruht an den Start gehen. So war der Plan. Die ganze Woche über haben wir den Wetterbericht mit in Falten gelegter Stirn verfolgt. Es sollte den ganzen Samstag regnen und kalt werden. Bis Freitag Abend als wir kurzärmlig vom Abendessen ins Hotel zurückkamen wollten wir immer noch nicht der WetterApp glauben. Aber in der Nacht ging es los. Es regnete, donnerte, blitzte – an schlafen war kaum zu denken. Aber wie wir schon oft erlebt haben, sind das beste Vorrausetzungen. Als wir auf dem Platz ankamen, freute ich mich zum ersten Mal in dieser Woche, dass ich so viele warme Sachen eingepackt hatte. Schliesslich wollte ich diese ja nicht umsonst mitgeschleppt haben 🙂 . Inclusive Mütze, Schal und Handschuhe. Nachdem wir vorher noch bei Oma und Opa sämtliche Regenklamotten und Schirme geschnorrt hatten, bleib der Regen aus! Den ganzen Tag kein Tropfen. Ok, nach der Nacht konnte auch nix mehr übrig sein. Für Julia lief es sehr gut,  die Freiluftsaison läuft erst seit knapp 3 Wochen.  Am Ende belegte sie einen super 2. Platz. Gegen 19 Uhr machten wir uns dann wieder auf den Weg zurück zu Oma uns Opa, denn Sonntag war dann mein Tag 😉 . Nach einer weiteren kurzen Nacht der Blick aus dem Fenster. Trocken aber schw…kalt. Bestes Triathlonwetter also.

Gut, dass es nach dem Schwimmen im Hallenbad eine Unterbrechung von einer Stunde gibt, so zum Duschen, Föhnen, Stylen, Schminken und vor allem warm anziehen. Da zur gleichen Zeit der Spreewaldmarathon stattfand und die Temperaturen einstellig bleiben sollten, war das Teilnehmerfeld in diesem Jahr doch sehr sehr übersichtlich. Das war sehr schade, denn es gibt eine komplett gesperrte Radstrecke und eine sehr schöne Laufstrecke durch den Wald. Ich glaube es waren mehr Helfer an der Strecke als Teilnehmer. Aufgrund der wenigen Starter waren wir auch nur zu Dritt auf der Schwimmbahn. Da wir unsere Bahnen selbst zählen mussten, schwamm ich natürlich 50m zuviel 🙂 🙂 :-). Keine Ahnung, aber spätestens nach 200m bin ich immer raus mit der Zählerei. Ich merkte mir nur, dass ein Mitstreiter mich einmal überrundete und als er aufhörte schwamm ich halt noch eine Bahn – aber auch er hatte sich verzählt. Nur gut, dass sie die Zeit nach den 750m gestoppt haben und nicht die 800m Zeit, hihi. Dann ging es aufs Rad. Mein Ziel, nicht Letzte werden und nicht vom Führenden auf dem Rad überundet zu werden. Es hat tatsächlich geklappt. Als ich in meine zweite Radrunde startete, kam mir der Führende gerade entgegen. Als ich vom Rad stieg, wusste ich, es sind noch ein paar hinter mir und ich lief locker und ohne schwere Beine los. Meist brauche ich 1-2km um reinzukommen, aber diesmal lief es von Anfang an rund. Im Ziel war ich dritte Frau von leider nur 5 gestarteten.

Und um den Tag perfekt zu machen, gab es dieses Jahr sogar Medaillen – eine Sonderedition zum 111-jährigem Bestehen des Vereins Neptun 08 Finsterwalde e.V. . Ich hoffe, dass sie diesen kleinen familiären Triathlon “ Tria Hatz “ erhalten können und die Teilnehmerzahlen wieder steigen werden. Ich möchte auf jeden Fall nochmal dort starten. Insgesamt ein erfolgreiches Wochenende würde ich behaupten:

Und zur Belohnung gab es etwas, worauf ich mich schon die ganze Woche gefreut habe:

Lecker Windbeutel