Windberge und Windbeutel

Frühjahr ist Trainingslagerzeit. Nun, da Gran Canaria dieses Jahr für mich nicht in Frage kam, blieben die Osterferien und die Lausitz :-). Ich wollte schon seit längerer Zeit endlich mal wieder flach fahren, hihi. Also ging es mit Kind, Rad und Bogen Richtung Eltern. Leider ohne Göga, der arbeiten durfte. Geplant war ein Doppeltrainingslager 🙂 : Julia – Bogenschiessen, ich – Radfahren und Laufen. Und am Ende der Trainingswoche gab es für jeden von uns einen entsprechenden Wettkampf. Was für ein Zufall 😉 . Tja, und wie es sich gehört, wenn Engel reisen – wir hatten perfektes Wetter – also bis Freitag Abend 🙂 . Am ersten Tag absolvierte ich einen schönen langen flachen Lauf. Ich machte einen Streckencheck der Laufstrecke des Triathlons am Sonntag.

Ich lief einfach mehrfach die 5km Runde und versuchte mir Steine und Wurzeln einzuprägen. Denn für gewöhnlich bekomme ich nach dem Radpart beim Laufen die Füsse nicht mehr ganz so hoch.  Ausserdem war ich im Wald ziemlich gut vor dem doch recht starken Wind geschützt. Am Nachmittag wurde es etwas besser. Julia und ich machten uns auf zu meiner alten Wirkungsstätte im Bogenschiessen. Mitten im Wald ist einer der schönsten Bogensportplätze der Republik angelegt. Dank Aufforstung inzwischen auch wieder windgeschützt. Ein „alter“ Weggefährte von damals und jetziger Vereinsoberchef leistete uns Gesellschaft beim Training. D.h. Julia trainierte und er schoss ab und zu mal, denn die meiste Zeit verbrachten wir mit quatschen.

Für den folgenden Tag verabredeten wir uns zum Rennradfahren – 55km und 170 Höhenmeter. Gefühlt waren es mindestens 1000HM – denn die Windberge waren echt anstrengend 🙂 . Aber ich war ja nicht zur Erholung dort. Immer schön Kette rechts! Und bloss kein Windschattenfahren – das kann ja jeder. Mittwochs ist immer Bahntraining angesagt. Da leider das runderneuerte Stadion mit einer tollen Tartanbahn der allgemeinen Öffentlichkeit nicht einfach so zugänglich ist, musste die alte Aschenbahn auf unserem alten Schulsportplatz herhalten. Dieser Platz wird nur noch als Fussballplatz genutzt, weshalb die Bahn inzwischen ziemlich bewachsen ist. Aber für mich reichte es trotzdem.

Unter den irritierten Blicken der Sportplatzkneipenbesucher und der Kleingärtner rannte ich Runde um Runde, mal schnell mal langsam. Nur das Lauf ABC lies ich weg, sonst hätte vielleicht noch jemand einen Arzt gerufen oder sowas ähnliches 😉 . Tag darauf ging es morgens ins Schwimmbad. Die Frühschwimmer waren anscheinend schon weg – ich hatte eine Bahn für mich alleine – genial. Beckencheck für Sonntag also auch erledigt 🙂 . Nachmittags gab es dann für Julia ein letztes intensives Training vor ihrem Wettkampf am Samstag. Bevor wir uns am Freitag in Richtung Strausberg aufmachten fuhr ich als letzten Streckencheck ein paar Mal die Radrunde und hoffte inständig, dass der Wind sich noch etwas legen würde. Ach, ich glaube ich hatte es schon erwähnt,  ich konnte die ganze Zeit in Kurz-Kurz trainieren, shoppen und Eis essen… Da Julias Wettkampf am Samstag schon um 9 Uhr startete, reisten wir also einen Tag vorher an. Schliesslich sollte man ja ausgeruht an den Start gehen. So war der Plan. Die ganze Woche über haben wir den Wetterbericht mit in Falten gelegter Stirn verfolgt. Es sollte den ganzen Samstag regnen und kalt werden. Bis Freitag Abend als wir kurzärmlig vom Abendessen ins Hotel zurückkamen wollten wir immer noch nicht der WetterApp glauben. Aber in der Nacht ging es los. Es regnete, donnerte, blitzte – an schlafen war kaum zu denken. Aber wie wir schon oft erlebt haben, sind das beste Vorrausetzungen. Als wir auf dem Platz ankamen, freute ich mich zum ersten Mal in dieser Woche, dass ich so viele warme Sachen eingepackt hatte. Schliesslich wollte ich diese ja nicht umsonst mitgeschleppt haben 🙂 . Inclusive Mütze, Schal und Handschuhe. Nachdem wir vorher noch bei Oma und Opa sämtliche Regenklamotten und Schirme geschnorrt hatten, bleib der Regen aus! Den ganzen Tag kein Tropfen. Ok, nach der Nacht konnte auch nix mehr übrig sein. Für Julia lief es sehr gut,  die Freiluftsaison läuft erst seit knapp 3 Wochen.  Am Ende belegte sie einen super 2. Platz. Gegen 19 Uhr machten wir uns dann wieder auf den Weg zurück zu Oma uns Opa, denn Sonntag war dann mein Tag 😉 . Nach einer weiteren kurzen Nacht der Blick aus dem Fenster. Trocken aber schw…kalt. Bestes Triathlonwetter also.

Gut, dass es nach dem Schwimmen im Hallenbad eine Unterbrechung von einer Stunde gibt, so zum Duschen, Föhnen, Stylen, Schminken und vor allem warm anziehen. Da zur gleichen Zeit der Spreewaldmarathon stattfand und die Temperaturen einstellig bleiben sollten, war das Teilnehmerfeld in diesem Jahr doch sehr sehr übersichtlich. Das war sehr schade, denn es gibt eine komplett gesperrte Radstrecke und eine sehr schöne Laufstrecke durch den Wald. Ich glaube es waren mehr Helfer an der Strecke als Teilnehmer. Aufgrund der wenigen Starter waren wir auch nur zu Dritt auf der Schwimmbahn. Da wir unsere Bahnen selbst zählen mussten, schwamm ich natürlich 50m zuviel 🙂 🙂 :-). Keine Ahnung, aber spätestens nach 200m bin ich immer raus mit der Zählerei. Ich merkte mir nur, dass ein Mitstreiter mich einmal überrundete und als er aufhörte schwamm ich halt noch eine Bahn – aber auch er hatte sich verzählt. Nur gut, dass sie die Zeit nach den 750m gestoppt haben und nicht die 800m Zeit, hihi. Dann ging es aufs Rad. Mein Ziel, nicht Letzte werden und nicht vom Führenden auf dem Rad überundet zu werden. Es hat tatsächlich geklappt. Als ich in meine zweite Radrunde startete, kam mir der Führende gerade entgegen. Als ich vom Rad stieg, wusste ich, es sind noch ein paar hinter mir und ich lief locker und ohne schwere Beine los. Meist brauche ich 1-2km um reinzukommen, aber diesmal lief es von Anfang an rund. Im Ziel war ich dritte Frau von leider nur 5 gestarteten.

Und um den Tag perfekt zu machen, gab es dieses Jahr sogar Medaillen – eine Sonderedition zum 111-jährigem Bestehen des Vereins Neptun 08 Finsterwalde e.V. . Ich hoffe, dass sie diesen kleinen familiären Triathlon “ Tria Hatz “ erhalten können und die Teilnehmerzahlen wieder steigen werden. Ich möchte auf jeden Fall nochmal dort starten. Insgesamt ein erfolgreiches Wochenende würde ich behaupten:

Und zur Belohnung gab es etwas, worauf ich mich schon die ganze Woche gefreut habe:

Lecker Windbeutel

Ich will auch mal wieder

etwas schreiben, hihi. Gibt nur grad nix zu berichten. Im Moment trainiere ich super konsequent nach meinen eigenen speziellen Trainingsplan – den, wo man nur nach Lust und Laune trainiert :-). Ich schaue aus dem Fenster – Regen – nö, dann heute halt nicht.  Manchmal bedauere ich dann ein bisschen Helge, die ja quasi bei Wind und Wetter raus muss und trotzdem immer gute Laune und Spass hat. Ok, ich muss dann auch mal bald loslegen, denn der Juli ist ja nicht mehr weit ;-). Kommt Zeit – kommt auch wieder Rad. Ne, Quatsch, zwei kleine Rennradtouren bei schönstem Wetter mit anschliessendem Sonnenbrand im Gesicht habe ich mir dieses Jahr schon gegönnt. Was wirklich gut läuft, nachdem sich meine Gelenkprobleme noch vor dem deshalb extra ausgemachten Arzttermin verflüchtigt hatten, ist das Schwimmen. Schwimmen läuft. Zum eigentlichen Laufen kommen ich im Moment nur beim wöchentlichen Bahntraining. Meine Uhr findet das toll und vermeldet ständig neue Rekorde, hihi. Also bis jetzt scheine ich alles richtig zu machen 🙂 🙂 :-).

Live „Stream“

Hallo Ihr Lieben,

Die 2 (von 4 ) in der Anmeldung.

Morgen ist es soweit, Helge startet bei der Deutschen Meisterschaft im Crossduathlon. Da dieser vor heimischer Kulisse stattfindet, ist der Druck natürlich enorm 😉 hihi. Ich werde versuchen euch zwischendurch immer mal wieder ein Update über Instagram unter   ka.we.re zu geben. Der Empfang ist nicht so dolle :-). Mal sehen, ob es klappt.

Liebe Grüße Karina