Erwischt

Beim letzten Online-Blogger-Meeting hatte ich es ja schon leicht angedeutet. Es war nur eine Frage der Zeit. Am Freitag war es dann soweit. Seit dem gibt es ganz viel Familienzeit, Fernsehzeit, Lesezeit, Steuerkramerledigungszeit etc…. Also zumindest, wenn man dann mal wieder den Tag einigermaßen aufrecht verbringen kann. Das geht seit gestern wieder ein bisschen.

Nachdem die Läufe in den Five Fingers so gut verliefen, hatte ich mir mit Olivers Hilfe ganz mutig Laufsandalen bestellt. Tja, nun stehen sie also hier und warten auf ihren Einsatz, der sicher noch 3-4 Wochen warten muss. Aber ich kann sie ja schon mal in der Wohnung und im Garten eingehen ;-), damit sie sich schon mal an meinen Fuss anschmiegen können, hihi. Ich bin wirklich gespannt, wie ein Flitzebogen, wie es sich anfühlen wird. Und ein wenig traurig, weil draussen so ein g… Wetter ist. Naja, fange ich halt das nächste Buch an zu lesen und wenn ich mit Julia Karten spiele und würfle, dann hat es etwas von Urlaub :-).

Und Sandalen ja irgendwie auch. Also dann bis bald.

Dies und Das und Jenes

Oh je, ich weiss gar nicht, wo ich anfangen soll. Es ist doch einiges passiert so trainings- und wettkampftechnisch. Zuerst möchte ich von meinen ersten Tests berichten, die ich laufenderweise mit meinen Five Fingers unternommen habe. Ursprünglich hatte ich diese vor zig Jahren für Strandurlaube gekauft. Ja, vor vielen Jahren, konnte ich tatsächlich noch richtig Urlaub machen. Also morgens aufstehen – frühstücken – Strand/Meer – Mittag essen – Strand/Meer – Abendessen. Sonst nix. Obwohl, gerade erinnere ich mich daran, dass ich tatsächlich in einem Jahr in Ägypten mein Marathontraining der Urlaubswoche auf dem Laufband im Hotel absolviert habe. Um diesem Zeitpunkt etwa muss es passiert sein. Ich habe quasi „reinen“ Urlaub zu machen verlernt. Inzwischen ist der Urlaub immer mit sportlichen Aktivitäten gefüllt. Manchmal ist der Jahresurlaub um einen Wettkampf herum geplant. Und auch, wenn keine Schwimm-, Lauf- oder Radaktivität anstand, Wandern ist immer drin. Als Kind habe ich Wandern übrigens gehasst. Naja, zurück zum Jetzt. Im Moment bewege ich mich so zwischen 1,5 – 2km mit den Five Fingers. Anfangs ohne Socken, aber nachdem Oliver von Megablasen berichtet hat, habe ich mir dann spezielle Five-Fingers Laufsocken zugelegt. Sie sind sehr dünn und es läuft sich sehr angenehm. Zur Zeit beschränkt sich das Laufen damit auf meiner Beton-Hausrunde, die durch den Wald verläuft. Offroad traue ich mich noch nicht. Nachwirkungen hatte ich bisher keine. Mal sehen, wie es sich entwickelt, wenn ich die Strecke verlängere. Lauftechnisch ist es natürlich sehr interessant, da ich mich gezwungen fühle, mit dem Vorfuss bze. Mittelfuss aufsetzen zu müssen. Das kommt dann irgendwann hoffentlich meinem „normalen“ Laufen zu Gute. Da der Rücken gerade nur maximal 10km zulässt, bewege ich mich dann doch eher ins Schwimmbad, fahre so einmal in der Woche auf der Rolle in der Sonne Mallorcas und trainiere natürlich in der unbeheizten Schiesshalle. Anfang Dezember fand tatsächlich ein großes internationales Turnier in Berlin mit Weltmeistern und Olympiamedaillengewinnern statt, an dem jeder „Normalo“ auch teilnehmen durfte.

Julia hat schon zweimal daran teilgenommen und ist beim letztem Mal in ihrer Jugendklasse sogar Vierte geworden. Diesmal wurde nur Damen Herrenklasse angeboten, so dass wir beide in der selbe Klasse starteten. Ziel war es unter die ersten 32 zukommen, um dann in den Finals weiterschiessen zu dürfen. Kurz vorher wurde uns bewusst, dass die Gefahr bestand, dass wir in einem Match aufeinander treffen würden. Das machte es nochmal viel spannender 🙂 .

Naja, soweit kam es nicht. Ich schaffte mit einer für mich gefühlt mäßigen Leistung tatsächlich Platz 32. Das hatte zur Folge, dass ich gegen die Erste der Quaifikation, eine italienische Olympiateilnehmerin, antreten durfte. Da ich im Prinzip keine Chance hatte, das zu gewinnen, konnte ich relativ entspannt rangehen. Es werden immer 3 Pfeile geschossen und wer mehr hat bekommt 2 Satzpunkte. Die höchste erreichbare Ringzahl ist die 10. Naja, die Italienerin schoss also gleich mal 2 30er Serien. Dann kam der Dritte Durchgang und ich nutzte die einzige 9, die sie schoss um ebenfall 10-10-9 also 29 zu schiessen und konnte meinen einen Satzpunkt wie einen kleinen Sieg feiern. Torsten riss auf der Tribüne die Arme hoch 🙂 . Am Ende schoss sie weitere 30er und ich verlor mit 1:7. Aber es hat soooo viel Spass gemacht.

Die Italienerin kam bis ins Bronzefinale, welches sie dann auch gewann. Ihre Gegenerin um Bronze, war Julias Konkurrentin in der ersten Runde, die Julia als 27. abschloss. Sie machte es etwas spannender als ich und hatte sogar ein klitzekleine Chance zu gewinnen, verlor am Ende ganz knapp mit 3:7. 2022 sind wir auf jeden Fall wieder dabei. Ach von einem Erlebnis muss ich noch berichten. Da gehe ich eines Abends zum Schwimmbad und der Parkplatz ist komplett leer. Als ich reingehe, werde ich überschwenglich als einziger Schwimmbadbesucher begrüßt. Es ist schon etwas gruselig so allein im ganzen Bad ( ok, die Schwimmmeister waren ja noch da ). Irgendwie aber auch schon wieder schön. Hm. Später kamen noch ganze 2 Leutchen. Ich also: First in Water und Last out Water. Hatte ich so auch noch nicht.

Am Montag – 03.01. – das Schwimmbad: picke packe voll. Na mal sehen, wie lange die guten Vorsätze anhalten. Ich hoffe nicht sooo lange, hihi. Auch auf meiner Laufrunde habe ich Leute getroffen, denen ich da noch nie begegnet bin :-). Nur beim Radfahren ist alles ruhig……in meinem Keller :-). Und zu guter Letzt noch ein Wort zu unserer neuesten und wirklich lohnenswerten Anschaffung: eine Massagepistole. Die ist genial. Die gebe ich nie wieder her. Nie.

797 Tage

nein, so lange ist mein letzte Blogbeitrag nicht her. Aber irgendwie fehlte die Zeit und Muße zum Schreiben, obwohl es ja einige erwähnenswerte Ereignisse gab. Naja, besser spät als nie. Seit ein paar Tagen sind wir endlich mit Sanierung und Renovierung der Wohnung fertig. Los ging es direkt nach Ostern und wenn man hat während dieser Zeit weiter darin wohnt, dauert es halt etwas. Aber jetzt ist es endlich wieder schön, vor allem schön sauber 🙂 🙂 :-). Aber wahrscheinlich werde ich immer wieder noch in irgendeiner Ecke den Feinstaub entdecken. Irgendwas vergisst man doch immer abzuwischen. Aber jetzt kann ich mich wieder mehr dem Sport widmen. Dann will ich mal von den wenigen vergangenen sportlichen Ereignissen berichten. Nach 1999 in München bin ich im September mal wieder bei einer Deutschen Meisterschaft im Bogenschiessen gestartet. Julia hatte sich aufgrund von speziellen Qualifikationsregeln in diesem Jahr in den 4 Wochen nach Ihrer Rückkehr aus Südkorea tatsächlich auch noch qualifizieren können. So freuten wir uns auf ein spannendes Mutter-Tochter-Wochenende in Wiesbaden. Nicht dass wir Papa und Ehemann nicht mitnehmen wollten, aber für ihn passend hatten die „Jungs“ ihr alljährliches (seit 1991) Stammtischtreffen auf dieses Wochenende gelegt. Am Samstag war Julia dann am Start. Ich bin lieber im Hotel geblieben, denn zuschauen war nix für meine Nerven. Also nicht meine Nerven als Schütze, aber als Mutter ;-). Bis zum Finalschiessen hielt ich es aus, dann fuhr ich zum Stadion, versteckte mich aber quasi und schaute ihr Viertelfinale von Weitem an. Sie musste gegen die Bronzemedaillegewinnerin von Tokio antreten und machte es wirklich wirklich spannend. Es war kaum zum Aushalten. Bis zum 4:4 kämpfte sie sich immer wieder ran, verlor dann aber knapp den 5. Satz und belegte am Ende Rang 5. Und das nach einem Jahr Pause und nur 2 Monaten Vorbereitung. Da ich also am Samstag dann schon meine sämtlichen Nerven im Stadion gelassen hatte, konnte ich am Sonntag ganz entspannt 😉 an den Start gehen. Vielleicht zu entspannt, denn in einem Durchgang schoss ich ohne es zu merken nur 5 Pfeile anstatt 6. Das kostete mich am Ende die Silbermedaille und es wurde Platz 4. Aber hey nach 22 Jahren zurück kommen und Platz 4 belegen… Man muss sich ja noch Optionen für das kommende Jahr lassen. Ausserdem wäre es viel zu vermessen gewesen erst in Berlin zu gewinnen und dann auch noch die Deutsche Meisterschaft, hihi.

Nachdem dann damit die Freiluftsaison beendet wurde, ergab es sich doch tatsächlich, dass hier ganz in der Nähe ein kleiner Triathlon stattfand. Ich erfuhr nur duch Zufall davon. Triathlon trainiert hatte ich jetzt nicht wirklich. Aber ich war den ganzen Sommer über immer mal wieder etwas Schwimmen, Radfahren und laufen. Für einen Sprint, bestehend aus 500m schwimmwn, 20km Radfahren und 5km Laufen, sollte das reichen. Die Woche davor machte ich mir immer wieder Notizen, was ich doch alles für einen Triathlon benötigen würde, ich kam mir vor wie beim allerersten Mal 🙂 . Und dann 797 Tage nach meinem letzten Triathlon, stand ich am Start und es hat grandiosen Spass gemacht.

Das hatte ich so nicht erwartet. Denn normalerweise ist es beim Sprint so, dass alles superschnell und hektisch von statten geht. Aber ne, war dort nicht so.

Der nächste Start wird sicher nicht wieder 797 Tage dauern. Hoffe ich.