Schon lange

nicht mehr hier gewesen. So lange, dass ich einige Versuche mit dem Passwort brauchte, uiuiui….  Naja, es liegen halt aufreibende Wochen hinter uns, die zwar Zeit für das eine oder andere „Training“ liessen, aber keine Zeit und Nerven irgendetwas in die Tastatur zu hämmern. Aber jetzt am vorletzten Urlaubstag, habe ich Zeit und Muße, glaube ich jedenfalls. Mal sehen, was dabei herauskommt. Ich versuche, mich kurz zufassen und stelle einfach mehr Fotos rein ;-). Unseren Urlaub im Bayerischen Wald hatten wir schon Ende Januar gebucht. Ohne Julia. Naja, die sollte ja Ende Februar schon abdüsen nach Südkorea. Ganz optimistisch sehen wir dem Freitag nächster Woche entgegen, denn da ist das neue Abflugdatum. Also schön Daumen drücken. In der Zeit von Ende Mai an, hat sie dann einfach im Schnelldurchgang den Autoführerschein gemacht und die Prüfung bestanden, während wir im Urlaub waren :-). Jetzt sind wir seit letzte Woche nur noch am Autofahren, hihi.

Für unseren Urlaub hatten wir schon größte Befürchtungen, dass der Bayerische Wald total überlaufen sein wird mit Touristen. Aber nix da. Wir waren hauptsächlich mit den MTBs unterwegs und nur zweimal Wander und ich war einmal Laufen mit Torsten auf dem Rad als Begleitung. Man muss nur dorthin, wo man nicht mit dem Auto hinkommt ;-), also weg von den HotSpots. Dank einer Sperrung der offiziellen MTB Strecke duch dutzende umgestürzte Bäume ( hätte man vielleicht am Anfang und Streckeneinstieg darauf hinweisen könne, denn das ist anscheinend schon länger so ) bekam das Wort Radwandern eine etwas andere Bedeutung. Armer Torsten, mir ging es besser, denn ich war zu Fuss unterwegs, obwohl laufen war da auch nicht.

Am letzten Tag hatte wir dann noch die übliche Wanderbegegnung: Ältere Damen samt Familie, die mit Schläppchen und teilweise schon gestützt unterwegs waren. Wir waren schon beim „Abstieg“, da wir immer zeitig los sind. Na jedenfalls waren sie gerade etwa 300m vom Parkplatz entfernt und fragten uns wie weit es noch bis oben ist… (2,5km – bergauf ) Ich hoffe, sie sind später rechtzeitig umgedreht, denn das letzte Stück musste man kraxeln.

Vor 20 Jahren !!!! wären sie schon mal da oben gewesen. Abends im Bett habe ich an sie gedacht, ob sie heil zurückgekommen sind. Lustig waren auch die durchgestylten Teeanager mit völlig genervtem Gesichtausdruck, die anscheinend von den Eltern gezwungen wurden, „wandern“ zu gehen. Einfach köstlich. Ansonsten haben wir maximal 2-3 MTBer oder Wanderer getroffen. Also es war ein sehr entspannter weithegehnd kontaktloser Urlaub.

Jetzt zurück, heisst es Sachen sortieren, Probepacken, Bogenausrüstung kontrollieren, reparieren usw. Heute kommen noch Andi und Helge zum wiederholten Abschiedsgrillen für Julia – diesmal hoffentlich das letzte mal, hihi.

Treibholz,

  • Bleiente
  • Flügellahm
  • Dampfer
  • Boje
  • und und und

solche und ähnliche Gedanken gingen mir gestern Abend durch den Kopf. Seit dieser Woche ist das Schwimmtraining wieder erlaubt. Dienstag Abend habe ich die Anderen erstmal testen lassen, wie es sich mit  den „neuen“ C-Regeln so schwimmt. Wobei die ja gar nicht neu sind. Finde ich jedenfalls. Abstand halten galt schon immer. Oder? Nichts ist nerviger als ständiges Füsse tätscheln. Kreisverkehr schwimmen? Haben wir schon immer gemacht. Ok, der ein oder andere renitente schon seit 50 Jahren dort Schwimmende ….. sieht das wahrscheinlich anders.

Ich würde dieses Schild für immer dort stehen lassen. Aber beim Vereinsschwimmtraining klappt das. Duschen und Haare föhnen bleibt allerdings verboten. Dank eines Friseurbesuchs am Mittwoch reicht bei mir 3x mit dem Handtuch über den Kopf rubblen – trocken – fertig! Gestern Abend  schwang mich also auf meinen Roller und cruiste Richtung Freibad. Im Bad sah es echt komisch aus. Den Mundschutz dürfen wir beim Schwimmen tatsächlich ablegen. Es sind Doppelbahnen abgespannt, gefühlt 50m breit ;-).  Genial. Wir verteilten uns mit jeweils 8 Leuten an jedem Ende der 50m Bahn. Dank der Breite klappt das Überholen sogar zu Dritt nebeneinander völlig problemlos. Als ich mir den Plan durchgelesen hatte war ich sehr froh, dass nicht wie dienstags jede Menge Schmetterlingsschwimmen darauf stand. Trotzdem staunten wir nicht schlecht, das da so Sachen wie mehrfach 50m Max Kraul usw. standen. Keine Ahnung, was der Trainer zu sich genommen hat, aber Papier ist ja geduldig und da der Trainer ja immer von einem zu anderen Ende sprinten musste, um den Gruppen die jeweilige Ansage zu machen, schwamm ich einfach so wie ich es angenehm fand. Und keiner merkt es. Ich bin mir auch hundertprozentig sicher, dass ich nicht die Einzige war, die das os gemacht hat, hihi. Nach 3 Monaten Schwimmpause Maximal schwimmen?  – ne also geht nicht, schliesslich muss ich am Freitag noch arbeiten und brauche meine Arme. Aber es hat trotzdem wahnsinnig viel Spass gemacht wieder durchs Wasser zu „gleiten“ oder zu „plätschern“ und all die Trainingskollgen mal wieder zu sehen.

Tempo? Kurz vorm absaufen ;-).

Am Ende standen 2000m auf der Uhr und ich fand das reicht für den Anfang völlig aus. Der Muskelkater* in den Armen ist da, aber erträglich und überdeckt so den Muskelkater vom Tempobahntraining am Mittwoch ;-). Und deshalb geht es heute zum Bogensporttraining. Denn mehr Muskelkater geht gerade nicht :-).   Am Ende versuchten wir noch Fotos zu machen, aber irgendwie ist allen das Chlor zu Kopf gestiegen und Präsi Helmut versuchte sich im Photobombing.

Helmut stand natürlich 1,50m hinter uns. Helge und ich sind quasi ein Haushalt.

*Muskelkater = ein lange nicht mehr erlebtes Körpergefühl, hihi.

Mallorca Feeling oder Waschbrett statt Wellblech

Ich muss es leider sagen. Wettertechnisch hat uns C…. eine bessere Zeit beschert. Denn eigentlich wollten wir ja auf Mallorca sein. Torsten und ich zum Wandern und Wellnessen, Helge, Andi und Frank zum Radfahren. Naja, jedenfalls haben wir Wellness gegen Mountainbike und Dauerregen auf Mallorca gegen stundenlangen Sonnenschein hier getauscht. Und während wir dann Tagein und Tagaus auf unseren Bikes durch die Wälder tobten, musste ich unwillkürlich an das „Wellblech“ von Mallorca denken. Das ist die Radstrecke von Muro nach Petra, immer schön leicht bergauf und bergab kilometerlang. Früher waren es für mich Berge – heute sind es Asphaltblasen. Helge würde die kleinen Anstiege noch nicht mal wahrnehmen, hihi.  Nur, dass es hier im Wald eher Waschbrettpiste als Wellblechpiste ist.. Der Boden ist so trocken. Es ist, als ob man über Reifenabdrücke der Traktoren, die das Holz aus dem Wald holen, aus Beton fährt. Im Matsch machen einem die Spurrinnen und Traktorspuren ja nichts aus. Ich habe mir so sehnlichst ein Fully herbei gewünscht. Ich hatte das Gefühl, meine Arme fallen vor lauter Durchschütteln gleich ab und mein Rücken bricht durch. Den Spruch „Geschwindigkeit bringt Stabilität“ kann ich nicht bestätigen. Und so bin ich bergab sogar ab und zu abgestiegen und habe mein Rad geschoben. Ich hatte Torsten ja vorgeschlagen, dass er wenn er (mit seinem gut gefederten Fully) unten angekommen ist, mir ja wieder entgegenkommen könne, so wie ich es ab und zu bergauf mache. Einfach immer hin und her fahren bis der Andere oben oder halt dann unten angekommen ist. Aber er lehnte einfach ab. Mann.

Am Freitag war ich nochmal laufend und am Sonntag mit Torsten Radfahrend im Wald unterwegs. Der Regen hat nicht wirklich was gebracht. Die Schuhe waren sauberer als vorher. Es war wie ein Strassenlauf im Gelände. Die Trailschuhe hätte ich nicht anziehen müssen.

Am Freitag bin ich im Regen los, um eine Runde durch den Wald zu laufen. Das war sooo schön – um mit Helges Worten zu sprechen. Ohne Sonne hatte ich den Wald nach Wochen wieder für mich alleine. Fast 2 Stunden lang und niemanden getroffen :-). Torsten nahm am Sonnrtag beim Mountainbiken jede Pfütze mit, die sich anbot und trotzdem war das Rad nicht dreckig und der Kärcher musste nicht bemüht werden.

Aber das mit dem Fully lasse ich. Perlen vor die Säue. Die restliche freie Zeit habe ich mit Käsekuchenbacken und der schiesstechnischen Vorbereitung auf die Wintersaison im Bogenschiessen verbracht.

Ab dem nächsten Jahr darf ich in der Mastersklasse starten und da werde ich nochmal etwas mehr Zeit ins Schiessen investieren und mal schauen, was da noch so geht ;-), denn dann bin ich mit die Jüngste, hihi. Das Schwimmen, Radfahren und Laufen werde ich natürlich nicht aufgeben. Warum auch. Macht alles Spass. Und nur um Spass gehts doch. Da ich jetzt auch versuche wieder relativ normal zu arbeiten, werden sich die Backexperimente jetzt auf die Wochenenden reduzieren ;-). Werde gleich mal schauen, was es so gibt. Gibt es Vorschläge? Irgendwelche Lieblingsrezepte?