Der Anfang ist gemacht

Die erste komplette Januar-Woche 2021 ist Geschichte (die zweite nun auch bald) und bald ist wieder Weihnachten. Lacht nicht! Das ist wirklich so 😆
2020 war ja ein total verrücktes Jahr. Vieles war anders, aber schön wars trotzdem. Es kommt halt immer drauf an, was man draus macht.
Catrina hat so toll über die schönsten Momente ihres 2020 erzählt und andere haben ihre beeindruckenden Statistiken veröffentlicht. Da will ich auch mal paar Zahlen veröffentlichen. Wobei ich mit meinen Lauf Kilometern wohl nur Sofadecken beeindrucken kann. Sicher keine Läufer 🙄

Ich habe es gerade mal auf 632 Km in Laufschuhen gebracht. Ich bin regelmäßig aber eben immer nur kurz Laufend unterwegs gewesen.
Die KM die ich geschwommen bin erstaunen mich fast. Immerhin sind da 96 km zusammen gekommen. Und das trotz das die Schwimmbäder 5,5 Monate komplett geschlossen waren und im Frühjahr ja selbst das Schwimmen in Seen verboten war.
Beim Kraftsport/Rumpfstabi, Athletik oder wie auch immer man das nennen will habe ich es auf 80.5 Stunden gebracht. Trotz der geschlossenen Fitnessstudios. Aber wir haben ja inzwischen ein eigenes Fitnessstudios.

Mit dem Rad war ich dann aber doch ein bisschen fleißiger. 4635 Rad KM insgesamt ist schon ansich für ein Jahr ohne Ambitionen gut. Aber das davon 89% auf dem MTB gesammelt wurden ist echt unglaublich für mich. So viele MTB KM hatte ich noch nie. Und dabei habe ich 72945 HM gesammelt.
Also faul war ich nicht. Wobei, …  die Auswertung der Herzfrequenz was ganz anderes sagt. Ich bin zwar viel gefahren aber eben auch immer schön laaaaangssaaaaaam. 🙄
Es war halt mehr ein “durch die Wälder cruisen” als ein “trainieren”!
Aber mir hat es halt gefallen 🙂

Ich hatte nur 3 mal im letzten Jahr einen wirklich hohen Puls. Beim X-Duathlon (ja, diesen Wettkampf konnten wir hier noch kurz vor dem Chaos ganz normal durchführen), beim Staffel-Start im Harz (die Hölle von Q)  und im Herbst bei einem internen Vereinsduathlon. Das war dann wohl auch mein Lieblingswettkampf letztes Jahr. Strömender Regen, saukalt und ich Staffelpartner von Vereins-Finanzchef und Lauf-Granate Volker. Mein Gegner auf dem Rad: niemand geringerer als der Trainer Marc Pschebizin. Der Mann hat 10 mal den Inferno gewonnen ❗ da bleibt mir vor Ehrfurcht fast die Spucke weg. Aber an diesem Tag wollte die Wettkampfsau in mir mal zeigen was sie kann. Und manchmal spielt der Gegner keine Rolle 😆
Ich (und alle anderen) hatte damit gerechnet, dass der Trainer auf den ersten 5 Km der 20 km Strecke schon den von Volker gegen Trainers Frau heraus gelaufenen 2 Minuten Vorsprung aufholen würde, aber irgendwie raste ich ohne Sinn und Verstand durch den Regen und so kam er erst nach 13 Km an mir vorbei gerauscht. Und dann drehte ich völlig am Rad (was ein Wortspiel 😀 ) und blieb einfach an ihm dran. Gut, das Wort “einfach” ist hier völlig falsch gewählt, mein Puls begab sich in Sphären, die ich noch nicht mal kannte. Der Trainer war richtig geschockt, als er an der letzten Abbiegung sah, das ich immer noch da war. 😆
Aber dann ging es mal kurz den Berg hoch, nur kurz … tja, da trennte sich dann sehr schnell Spreu vom Weizen, meine Beine waren nur noch Gummi von einer unglaublichen Jagd und ich musste ihn schließlich ziehen lassen. Aber das war kurz vor der Wechselzone also war der Abstand doch sehr gering. Und Granate Volker hat dann beim abschließenden Lauf alles gegeben und so konnten wir die Staffel gewinnen. 😀
Das negative an der Sache: der Trainer hat gesehen was bei mir geht wenn ich nur will 🙄
Aus dem Schlamassel komme ich so schnell nicht wieder raus, da kann ich so viel Reden wie ich will 😆

Gut, das Alte ist vorbei und das Neue fängt an und weil es ja Ziele gibt und ich unglaublich Bock auf Training, Berge, Anstrengung und Spaß habe, bekomme ich jetzt seit Anfang des Jahre wieder einen Plan vom Trainer. Was in diesem Jahr nun stattfindet oder nicht, sei mal dahin gestellt. Irgendwas wird es schon geben 🙂
Und falls nicht, hab ich ja trotzdem den Spaß beim Training. Und zur Not kann ich ja wieder gegen Vereinskollegen antreten. Oder Andi. 😈
Im Dezember habe ich mir beim Menschen-TÜV noch von Frau Doktor bestätigen lassen, das ich kerngesund bin und das mein Blutbild und meine Beweglichkeit ganz und gar nicht meiner Altersklasse entsprechen. Und die Empfehlung  von ihr war doch eindeutig : einfach so weiter zu machen wie bisher, das kann einfach nicht falsch sein 🙂

Also kann es losgehen! Auf zu neuen Abenteuern. Und so habe ich die erste Trainingswoche auch schon richtig genossen. Der Trainer nutzt eine schweizer Trainingsplattform welche mir jetzt jeden Morgen eine Email schickt und mir sagt, was auf dem Plan steht. Herrlich 😀
Ich habe es wirklich vermisst.

Und damit auch die schon seit 3 Wochen andauernde trübe kalte Dunkelheit meiner Fröhlichkeit nix anhaben kann, hat sich zu allem Glück auch noch die Sonne mal wieder blicken lassen. Ganze 3 Tage lief und fuhr ich selig grinsend in der Sonne durch die Gegend. Ich wollte gar nicht mehr nach Hause 😀

Alles andere sagen die Bilder.

 

Sonntag um 17:15 Uhr ruft Andi von unten aus dem Flur: “Schatz, schau mal aus dem Fenster. “
Ich: “Und da sehe ich was?”
Andi: “Du siehst, das es noch hell ist. Es ist nach 5 und es ist noch hell!!!!!”
Ich schaue aus dem Fenster und tatsächlich: 😀
Jaaaaa, es geht aufwärts und bald ist wieder Frühling (und dann auch bald wieder Weihnachten 😈

Männer…

Das bezieht sich nicht auf Manfred, der die tolle Idee hatte, gemeinsam virtuell an einem Silvesterlauf teilzunehmen. Beim gemeinsamen Speisen stellten wir erschrocken fest, dass Helge und Andi fast den Anmeldeschluss verpassten. Absicht? Geplant war ein gemütlicher Lauf durch unseren Haus- und Hofwald. Letztendlich entschied allerdings unser unterschiedliches Zeitmanagement, dass wir doch getrennt laufen mussten. Und jeztz kommt Andi ins Spiel, hihi. Am Abend vor dem Lauf kam die Frage, was ich denn so für eine Zeit laufen wolle. Echt jetzt? Keine Ahnung. Hatte ich noch nicht drüber nachgedacht. Mein in diesem verrückten Jahr festgestelltes Wohlfühltempo liegt bei 7 bis 7:30min/km. Also schrieb ich 75min. Andi „stichelte“ noch ein bisschen herum, von wegen, ob ich einen Halbmarathon laufen wolle usw. 😉 😉 ;-). Wie auch immer, der Spass soll ja im Vordergrund stehen. Und Spass hat es gemacht. Vor allem als ich loslief und beschloss, doch eher flach mit letztendlich nur 113HM zu laufen und zu schauen, was so geht. Es wurde mein schnellster 10er seit Jahren. Ok, ich bin jetzt auch nicht wirklich in den letzten Jahren einen 10er im Wettkampf oder im Training auf Zeit gelaufen :-). Aber es hat wirklich wirklich Spass gemacht, mal wieder etwas Gas zu geben. Für Andere ist es vielleicht Joggingtempo, für mich war es aber schon an der Grenze. Einen ganz großen Dank an Andi für das vielleicht unbewusste und ungewollte Anstacheln, hahahahaha. Jetzt kommt alle gut ins neue Jahr, mit neuen Erlebnissen, Erwartungen und und und.

Ah ja … Männer 😆
Das mit der fast verpassten Anmeldung war natürlich keine Absicht … sondern … Helge typisch tsss!
Leider hatten Karina und ich beschlossen nicht zusammen „in Griesheim“ zu laufen, ich arbeite diese Woche und bei dem Wetter ist es auch gut, wenn man spontan entscheiden kann … wann man nass wird 😀
Also mich fragte Andi auch was ich laufen will. Echt jetzt? Tja, 10 km. Zeit …. na eben so lange wie es braucht. Seiner Prognose das ich Tempo 3:30 laufe, wie ich das ja IMMER mache 🙄 hatte ich nix entgegenzusetzen. Meistens stimmt das mit den 3:30 pro 500m ja auch. Oder meint er das anders? 😕
Na egal, nachdem ich lange lange nach etwas in Orange in meinem Kleiderschrank gesucht hatte, machte ich mich auf um durch den Schlamm zu „rennen“, so zwischen Arbeit und Arbeit und ich suchte mir eine Bergstrecken-Runde. Knapp 1100 m runter und mehr oder weniger flach und dann ca. 550 m durch den Schlamm wieder hoch. Das klingt doch perfekt für einen Jahresabschlusslauf 😆
Diese Runde bin ich dann so oft gelaufen (geschlittert), bis meine Uhr 10 km anzeigte. Und da dann nur noch 8 Sekunden fehlten um mit Doris „gemeinsam“ durchs Ziel zu laufen, dachte ich mir, ok, die 8 Sekunden warte ich.

 

Andi lief auch durch den Schlamm. Und nur unwesentlich schneller als ich (was sind schon 22 Minuten auf 10 km) 😛
Aber 3:30 haben wir beide nicht geschafft 😆

Danke Manfred für die grandiose Idee 🙂

Perlen vor die Säue

Jedes Jahr kommt die kalte und dunkle Jahreszeit mit Namen Winter daher und jedes Jahr stellt man aufs Neue die sogenannte Rolle auf um auch bei anhaltender Dunkelheit und Eiseskälte das Radfahren nicht zu verlernen. 

Es gibt so ganz normale nicht besonders schlaue Rollen. Solche, wo man sein Rad drauf spannt und dann eben einfach gegen einen Widerstand in die Pedale tritt. Genau so eine hab ich seit ein paar Jahren. Ich auch. Wir haben sie jeden Herbst aufgebaut und im Frühjahr wieder abgebaut. So wie ich auch. Laut meiner Aufzeichnungen bin ich in den letzten 5 Jahren im Durchschnitt 5 mal pro Winter Rolle gefahren. Einmal mehr als ich, hihi. Einen schönen Staubfänger und Kleiderständer haben wir. Längste Einheit 1 Stunde 12 Minuten. An dem Tag muss ich echt völlig daneben gewesen sein 😆
In Filmszenen gesprochen: ich habe jeden Winter 5 mal die 1 stündige Schlacht um Helms-Klamms angeschaut. Die grandiose Schlacht in der Aragorn, Gimli und Legolas mit vielen anderen gegen ein 10000 Mann starkes Herr der Uruk-Hais kämpfen. Die einzige Möglichkeit das stumpfsinnige Pedale treten auf dieser blöden Rolle zu ertragen. 😈 Irgendwann hat man sich dann auch im Laufe der Jahre alle Serien reingezogen, die man mag.
Zum Glück hab ich einen Trainer, der das outdoor Sporteln auch bevorzugt und immer schon Verständnis dafür hatte, das ich lieber im Dreck draußen im Wald spiele als drinnen, wo ich trotz aller Anstrengung noch nicht mal vom Fleck komme und nur sinnlos den Fußboden mit Schweiß voll tropfe.

Na gut. Jetzt sind wir beide ja junge moderne Frauen ( HAHAHAH … ich falle gerade vor lauter Lachen vom Bürohocker 😆 ) ( Ich habe mich gerade beim Schokolade essen verschluckt, als ich das lese ) und haben außerdem beide in diesem Winter ein freies Zimmer für den Sport. Also ich habe im Sommer endlich mal das ehemalige Zimmer der jüngeren Tochter ausgeräumt (sie wohnt ja schon seit 5 Jahren nicht mehr dort) und hab mir dort ein Sportzimmer eingerichtet. Ich habe zumindestens bis Juni ein Sportzimmer.  Inklusive Hantelbank und so Zeugs. Schließlich darf man ja schon seit Ewigkeiten nicht mehr ins Fitnessstudio. Und irgendwie kam auch das Rolle aufstellen wieder langsam dran, aber ich hatte mich durch Erzählungen anderer, die von ihren “smarten” Rollen berichteten, anstecken lassen und habe mal ein bisschen recherchiert. Die erste Frage die sich mir stellte war: brauchen wir Menschen immer mehr smarte Geräte, weil wir inzwischen einfach immer dümmer werden oder werden wir immer dümmer gerade weil wir immer mehr “kluge” Geräte haben?
Na gut, lassen wir die philosophischen Aspekte mal beiseite, so eine smarte Rolle bietet schon einiges. Die, die ich mir ausgeguckt hatte, war mittelpreisig und sollte ausreichen um meine 5 mal Rolle Einheiten etwas lustiger zu gestalten. Da tritt man dann eben nicht nur stumpfsinnig vor sich hin, sondern kann (mit oder ohne Filmchen) Strecken abfahren, die Rolle simuliert Anstiege bis 16 % und man sieht halt genau wieviel Watt, Puls, Umdrehungen etc man fährt und kann also sehr genau das Training steuern. Nur eines muss man immer noch selbst tun: Treten. 

Ich erzählte Karina davon und sie war sofort Feuer und Flamme. Und obwohl diese Rollen inzwischen alle bis ins nächste Frühjahr nicht mehr lieferbar waren, fand ich einen Restpostenverkäufer, der eine Lieferung von Restbeständen anbot und kaufte zwei dieser Rollen. Die Freude währte nur 2 Tage, dann kam die Mitteilung das die gelieferte Menge nicht der anvisierten entsprach und eben nicht alle Käufer ihre Rolle bekommen. Shit, na gut, also eben doch keine smarte Rolle. 😐
Dann kamen zwei Tage Sauwetter und als ich mal wieder völlig durchgefroren und durchgeweicht und eingesaut mit dem MTB zurück aus dem Wald kam, da wollte ich sooooo unbedingt eine neue Rolle 🙄 , das ich einfach noch weiter recherchierte und siehe da, es gibt auch eine hochpreisige Rolle von der gleichen Marke und die war auch noch vorrätig und die kann noch viel mehr … Mehr heißt in diesem Fall kann bis 25% Steigung simulieren und simuliert die Abfahrt 🙂 Als ob ich 25% Steigung brauche ;-). Aber Abfahrt finde ich gut.
Nach dem Lesen sämtlicher Testberichte hab ich dann einfach gedacht: was solls, ist ja bald Weihnachten. Andi hat sicherlich noch kein Geschenk für mich 😈
Und dann hab ich das Ding bestellt. Und Karina brauchte gerade mal einen Tag Bedenkzeit. 😆 

Wenn die Freundin bei so einem Blödsinn mitzieht, lässt sich das auch alles viel besser den Ehemännern verkaufen 😛
Herrlich! Das war der Plan. Ausserdem ist die ultraleise, so wegen der Nachbarn usw. ;-). Und dann kann Torsten in Ruhe im Wohnzimmer fernsehen ohne, das es die ganze Zeit dröhnt. So. 

Obwohl Karina ihre Rolle einen Tag nach mir bestellt und 2 Tage nach mir erhalten hat, hat sie ihre 5 Tage vor mir fertig aufgebaut und installiert. Das liegt daran, das ich Programmierer bin und es so ganz und gar nicht mit technischen Dingen habe. Alleine bei “installieren sie die App” schaltet mein Hirn auf Durchzug 😕
Und während Karina mir erste Berichte und Bilder von Ihren Rollen-Abenteuer schickt, starre ich immer noch auf die Rolle in der Verpackung. 

Erzähl mal Karina! Es ist doch wie mit Geschenken. Sofort auspacken, aufbauen und losspielen. Wie kann man  (Frau) da noch 5 Tage warten…..  Ich kann das! Der Aufbau war in naja sagen wir mal in 15min erledigt.Mit Megahilfe von meinem besten Göga der Welt, da noch die Kassette an der Rolle montiert werden musste. Dazu musste diese aber auch erstmal vom Rad runter. Aber es gibt Videokanäle, die da sehr hilfreich sind. So habe ich zu ersten Mal in meinem Leben eine Kassette montiert. Aber bis ich mich mal mit dem Rollenprogramm angefreundet hat, Aiaiaiaiai. Letztendlich war ich einfach nur zu ungeduldig. Das IProgramm brauchte einfach zu lange, um die Verbindung herzustellen. Aber irgendwann hatte ich das dann gerafft, wartete geduldig  und dann konnte losgerollt werden.

Irgendwann muss ich dann doch mal ran und starte Aufbau und Installation und bin begeistert wie schnell und einfach das doch ist. So blöd bin ich dann wohl doch nicht. Oder es war gerade ein guter Tag?
Egal, die Rolle ist aufgebaut, die App installiert, alles was konnekten muss, ist konnektet und dann muss ich das Ding natürlich gleich probieren. Karina und ich haben uns beide für eine andere Plattform entschieden und gegen das allseits beliebte Zwift. Zwift wirbt ja mit “Community” was für mich der wichtigste Grund ist, es nicht zu nehmen. Mit ganzen Gruppen in einer virtuellen Welt in Form eines Avatars rumkurven ist  nicht das was ich will. Und dabei am besten noch chatten … nein danke. Dito.

Wir entscheiden uns für die Tacx Software, da hast du hunderte von realen Strecken in Form von Videos zum Abfahren und kannst ansonsten dir deine Strecken hochladen oder eben einfach nur so Workouts erstellen oder oder oder. Das reicht mir voll und ganz. Karina sieht was ich so treibe und ich sehe was Karina treibt und das reicht auch voll und ganz als Community. Und chatten …. tja, das tun wir ja eh 😆

Ich will also mal eben so eine Testfahrt machen. Suche mir eine 14 km lange Strecke, flach mit nur einem Berg. So mal schnell auf den Abend nachdem ich an dem Tag schon ordentlich sportlich tätig war, sind ja nur 14 km, ein paar 100 HM … also drauf auf die Rolle und los.
Kennt ihr das wenn man unbedacht an eine Sache rangeht und einem dann mit aller Gewalt der Zahn gezogen wird? Hm, also bei mir war es anders: ich habe gleich mein ganzes Gebiss auf der Strecke gelassen 😆
Ich hätte wohl mal lesen sollen, das die durchschnittliche Steigung des kleines Berges (nicht ganz 4 km) 11 % waren und die maximale Steigung 16.8 % 😯 .🙂 🙂 🙂
Nach 3 Minuten im Anstieg rief Andi von unten aus der Küche: “Schatz, warum keuchst du denn so da oben? Geht es dir gut?”
😆

Ok, inzwischen lese ich die Streckenbeschreibungen bevor ich sie fahre. Inzwischen weiß ich auch, das die Rolle nicht kaputt ist wenn es plötzlich holprig wird, sondern das diese Rolle sogar Kopfsteinpflaster und andere böse Unebenheiten der Straße simuliert 😯
Sachen gibt es, die gibt’s gar nicht 😆 Das habe ich dann natürlich aus sofort ausprobiert, genial.


Ja, leider leider ist das voll cool mit der Rolle. Man kann sich einfach mal einen Pass in den Alpen aussuchen und dann fahren. Herrlich, so im strahlenden Sonnenschein durch die Berge zu kurven während draußen 3 Grad eiskalte Finsternis herrscht.  Oder eine lockere Runde durch die Provence drehen. Auch eine sehr schöne Gegend 😉
Man fährt tatsächlich fast wie auf der Straße. Das Rad bewegt sich sogar fast normal, so das man auch ganz normal mal aus dem Sattel geht und im Stehen fahren kann. Tatsächlich ein sehr ralistisches Fahrgefühl.
Einen Test bin ich mit dem Teil nun auch schon gefahren und nun weiß der Trainer auch, was ich so gerade drauf hab (oder eben nicht) und kann dementsprechend den Trainingsplan anpassen. Weil, das Training geht endlich wieder los 🙂 . Ab Januar wird endlich wieder was sinnvolles trainiert. Den Test sind wir mit Gabi und Kessie gemeinsam gefahren – also virtuell per Online Meeting, weil wegen Quatschen usw. Allerdings war es während des eigentlichen Test sehr ruhig, vom Keuchen mal abgesehen. Sogar Helge war still. (Ich hab echt alles gegeben und nur vor mich hin gekeucht wie eine alte Dampflok) Nur die Männer… Andi lief hin und wieder mit Essen durch das Bild (und machte blöde Witze 🙄 ), Torsten hielt Schilder mit Motivationssprüchen in die Kamera, bezeichnete uns als Hühnerhaufen und Gabi´s Peter rannte immer rum, um anzumerken, dass ihr Puls nicht hoch genug wäre und sie nicht alles gibt….Männer halt.

Und wer jetzt glaubt, das ich nun zum Stuben – bzw. Rollenhocker werde, der irrt. Weil, so lustig das alles ist mit der Rolle, es gibt einige Sachen, die kann keine Rolle dieser Welt simulieren: z.B. wenn dein MTB im Schlamm feststeckt und du bergab treten musst, um nicht umzukippen, oder wenn du jeden einzelnen Muskel brauchst um in der Kurve nicht aus der Spur zu fliegen, oder der Wind, der dich kaum vorwärts kommen lässt und die kalte Luft, die du bist tief in die Lungen spürst, oder der Schlamm, der dir in dicken Batzen ins Gesicht geflogen kommt und dir ein breites Grinsen ins Gesicht zaubert, die Geräusche des Waldes und und und … Das alles kann man nicht ersetzen, das gibt es nur draußen. Und deshalb findet mein Training auch draußen statt. 😀
So wie letzten Samstag als Andi und ich bei Sonnenschein und 11 Grad eine schöne MTB Tour zum Fünfseenblick gemacht haben. Dreck und Spaß ohne Ende und Andi’s Sprüche … alles nicht auf der Rolle zu haben 😆

Nur eben wenn es gar zu ungemütlich wird, dann ist das Rolle fahren jetzt kein Alptraum mehr. Und der Trainer kann sehen, was genau ich so mache. Und Karina auch … ihre Sprüche dazu kenne ich aber schon 😆 Abwarten! Alle kennst du noch nicht. Ha.
Das habe ich befürchtet 😈

Das Tridreamteam wünscht allen ein frohes und friedliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Bleibt alle gesund und geduldig und lasst euch von nix und niemandem ärgern 🙂