Wer in den Himmel will …

muss erst einmal durch die Hölle gehen.
So betitelte eine schweizer Zeitung einen Artikel über den Inferno. Und die Schweizer die müssen es ja wissen. 😉
Um es gleich vorweg zu nehmen: Mir fehlen jetzt noch 8 km bis zum Himmel, aber selbst ein Ziel vor dem Ziel kann sich bei diesem Wettkampf himmlisch anfühlen 😆

Ich entschuldige mich jetzt schon mal für die Länge des Berichtes. Ich bin noch so voll von Emotionen nach den Ereignissen in der Schweiz. Da brauch ich wohl ein paar mehr Worte für 😉
Aber wer nicht lesen will, der schaut halt nur Fotos. Davon gibt es dieses Mal genügend.

Vor dem Rennen

Eine Woche vor dem Rennen reiste ich mit Frank und Andi in die Schweiz nach Mürren. Es war für mich wie „nach Hause“ kommen. Ich kann das Gefühl gar nicht wirklich beschreiben. Als würde ich dahin gehören. Der Anblick der schweizer Berge ist definitiv das Schönste an Natur, was ich je gesehen habe.
Am Montag liefen wir die Inferno Laufstrecke von Mürren nach Birg. Halleluja ist das steil. Irgendwie bin ich jedes Mal aufs Neue überrascht 😯
Am Dienstag brachte Andi uns nach Grindelwald und Frank und ich nahmen die MTB Strecke in Angriff. Wir fuhren ziemlich gechillt die 11 Km Anstieg hoch. Soweit man 11 km mit durchschnittlich 10% Steigung überhaupt chillig fahren kann. Unglaublich war für mich die Vorstellung, das wir das ein paar Tage später NACH Schwimmen und Rennrad machen wollten.
Die darauffolgenden Tage verbrachten wir viel mit Ruhen und Kräfte sammeln. Mit Janina und Markus, die wir schon letztes Jahr beim Team-Inferno getroffen hatten und die dieses Jahr ebenfalls den Einzelstart wagten, ging es noch zum Thuner See zum Schwimmen. Ich war froh, endlich mal wieder ein weibliches Wesen um mich zu haben. Endlich jemand, der auch das Leben, den See, die Berge und überhaupt alles einfach nur schöööööööön fand 😆
Es ist ja ansonsten nicht so ganz einfach mit zwei Männern in einer Hütte. Der total gutmütige Andi ist ein ziemlicher Morgenmuffel und der ansonsten so friedliche Frank war so kurz vor dem Wettkampf nach eigener Aussage kaum zu ertragen. 🙄
Besonders in der Küche, wenn diese beiden „Diven“ aufeinander trafen, war es für mich manchmal wie im Theater in der ersten Reihe. Einmal musste ich das Schlimmste überhaupt androhen: „Jungs, hört jetzt auf zu zicken! Sonst …. sonst koche ich!“
😆 😆 😆
Allein der Blick der Beiden war unbezahlbar.
So verging die Woche vor dem Inferno und ich war von einer unglaublich tiefen Ruhe erfasst. Irgendwie hatte ich das Gefühl, das gar nix Schlimmes passieren kann. Und mein Gefühl sollte mich nicht täuschen. 🙂

Check-In

Der Check-In beim Inferno ist ansich schon ein Wettkampf. Es gibt 3 Wechselzonen. Zuerst fuhren Frank und ich nach Oberhofen am Thuner See. Dort sollten wir, falls Doris Recht hatte und das Seeungeheuer auf Urlaub ist, aus dem Wasser kommen. Dort sollte also das Rennrad stehen. Eine Sache bereitete uns etwas Kopfzerbrechen: das Wetter. Es war bis Freitag wunderbar warm und sommerlich. Selbst dann wird es oben auf den Gipfeln ja immer kalt. Aber Freitag Nacht sollte dann eine Kaltwetterfront herein ziehen. Mit ordentlich Abkühlung, Regen und so Scherzen. Tja, wer das Komplettprogramm bucht, bekommt es auch 😀
In den Wechselbeutel ans Rad sollte also alles was man für eine kalte Radfahrt braucht. Zumal man vorher aus dem Wasser kommt und eher nicht warm sein wird. Langes Unterhemd, langes Trikot, Jacke, Beinlinge, Überschuhe … naja, am besten den halben Kleiderschrank. Weil wie es wird, weiß man erst am nächsten Tag wenn man davor steht.
Ich lernte einige der anderen 51 Starterinnen kennen und stellte irgendwann fest, das das alle so kleine zähe Bergziegen waren und schon mal grundsätzlich 20 Kg weniger wogen als ich 😯
Wir fuhren dann zur zweiten Wechselzone in Grindelwald wo wir auch Janina und Markus trafen. Alles war super organisiert. Die Schweizer haben es einfach drauf. Es dauerte nicht lang und wir hatten auch unsere MTBs und unseren zweiten Kleiderbeutel platziert.
Dann ging es zurück nach Stechelberg in die 3. Wechselzone und dort wurde dann der Kleiderbeutel für die Laufstrecke platziert.
Kaum zurück in der Ferienwohnung in Mürren, schrieb Karina das sie angekommen waren. Und als ich dann zum Bahnhof ging, erlebte ich auch noch eine tolle Überraschung: Nicht nur Karina und Torsten, Nicole und Volker und Gerd waren angereist: auch Kessie hatten sie mitgebracht 🙂
Das ist echt ein irres Gefühl: nur wegen uns kommen die Verrückten in die Schweiz gereist um uns anzufeuern. Echt coole Freunde 😎 Ja, echt Irre! Was man nicht alles macht ;-).
Frank und ich gingen noch zur Wettkampfbesprechung in Mürren und anschließend verbrachten wir alle zusammen den Abend beim Essen. Ein toller Abend. Und ich immer noch völlig gelöst. Und dann der Hammer: Ich schlief tief und fest. Es war so das Gefühl, das alles genau so kommt wie es kommt und das ich mir gar keine Sorgen machen brauche. Einfach nur mein Bestes geben und den Tag genießen. Inferno, ich komme 😆

Inferno

Um 4:30 Uhr fuhr die Gondelbahn von Mürren nach Stechelberg für alle bekloppten Triathleten und deren Begleiter. In unserem Falle Frank und ich und Karina, Kessie und Gerd. Und Mr.Inferno himself. Ja, unser Trainer und 10maliger Inferno-Gewinner Marc Pschebizin wollte es noch einmal wissen. Unten in Stechelberg warteten Nicole und Volker. Er chauffierte uns alle zusammen zum Schwimmstart in Thun. Nur Andi blieb zurück. Er wollte beim teuflischen Berglauf, dem Inferno Halbmarathon starten und konnte so noch ein bisschen Schlafen. Und Torsten blieb in Mürren um Andi seine Wechselklamotten anzureichen. Das Wetter war schließlich schwierig.
Es hatte Nachts ordentlich geregnet. Und es regnete immer noch. Aber das Wetter versprach besser zu werden. Beim Schwimmen ist es eh egal ob es regnet. Da wird man in der Regel sowieso nass 🙂
Karina saß neben mir im Buss. Da konnten wir noch die letzten Absprachen treffen. Sie bekam noch Sachen von mir, die ich auf der Laufstrecke gebrauchen konnte. Karina wollte ebenfalls von Mürren zum Schilthorn laufen. Und wenn wir uns dann begegnen, dann könnte sie mir ja vielleicht auch noch was Warmes zum Anziehen reichen 😉
Am See war ich völlig eingenommen von dieser unglaublischen Stimmung. Die Sonne ging auf. Es war diesig, aber hier und da konnte man die Berge sehen. Unsere Supporter mussten sich von uns verabschieden. Sie mussten zur Fähre. Und würden uns auf der anderen Seeseite begrüßen. Wir zogen unseren Neo an und gaben unseren Kleiderbeutel ab.

Unser Support Team am Start. Ihr wart so Hammer!

Ich ging gedanklich das Rennen nochmal durch. So wie die letzten Tage mit Andi. Immer wieder hatten wir über den Plan gesprochen. Ca. 1 Stunde schwimmen. Nicht so viel Zeit in der Wechselzone und spätestens um 12:45 Uhr musste ich in Grindelwald sein. Dann hätte ich 3 Stunden für die MTB Strecke und müsste spätestens um 15:30 Uhr in Stechelberg sein. Dann, und nur dann, hatte ich eine realistische Chance bis 18 Uhr in Mürren zu sein. Normalerweise ist man sicher sobald man in Mürren durch ist. Danach nimmt der Veranstalter nur Leute aus dem Rennen, die gar nicht mehr können. Die Zeiten konnte ich nur einhalten, wenn nichts Unerwartetes passiert. Das war klar. Ich hatte meine Uhr dran, aber die zeigte nur die Uhrzeit. Alles andere war nicht wichtig.
Und da stand ich nun. Da war der Augenblick von dem ich so lange geträumt hatte. Und es fühlte sich richtig an. Ich kann es nicht wirklich beschreiben. Aber das Gefühl, das man selbst so winzig ist am Rande des Sees inmitten dieser Berge und doch Teil von etwas ganz Großem, ist unglaublich.
Und dann der Start. Ich startete eher ruhig. Gedrängel gibt es beim Inferno nicht. 500 Starter in diesem rießigen See verlieren sich. Das ist Schwimmen vom Feinsten 🙂
Und ich fühlte mich gut. Ich machte mich lang und genoß jeden Zug durch das kristallklare Wasser. Und nach einer Weile war mir klar, das es mir wirklich gut ging. Es war das Gegenteil von schwer. Ich begann Leute zu überholen. Ich konnte mich super orientieren. Und bevor ich mich dran gewöhnen konnte, war das Schwimmen schon vorbei. 1 Stunde und 1 Minute hat es gedauert. Und „the world greatest support team“ empfing mich auf der anderen Seite 🙂

Nun schnell zum Rad und die ganzen Klamotten auf die Wiese gekippt und überlegen, was man anzieht. Dicke Wolkenfelder zogen am Himmel. Es kann nass sein auf der Straße und zwischendurch regnen. Und auf den Bergen ist es kalt. Also alles wichtige geschnappt und auf ins Wechselzelt. Ausziehen, abtrocknen, und versuchen die Klamotten auf die feuchte Haut zu ziehen 🙄
Oh man, kein Witz, aber ich brauchte eine Ewigkeit um warmes Unterhemd, Langarmtrikot, Socken, Radhose, Radschuhe und Überschuhe anzuziehen. Beinlinge und Regenjacke in die Trikottasche. Schnell noch zur Toilette. Dann los. Ganze 14 Minuten brauchte ich in der Wechselzone. Um genau 7:45 Uhr begab ich mich auf die Rennradstrecke.
Kaum ist man auf der Straße geht es auch schon hoch. Der erste Anstieg ist alles, nur nicht flach. Der Trainer hatte gesagt, den ersten Anstieg sollen wir im Wohlfühltempo fahren. Na gut, das kann ich 😆
Der erste Berg ist ja immer der Schlimmste. Wenn man noch so gar nicht warm ist und noch keinen Tritt hat. Aber trotzdem merkte ich, das es mir gut ging. Meine Kleiderwahl war gut gewesen. Nur meine Knie waren kalt. Aber vor der Abfahrt vom Beatenberg würde ich eh meine Jacke anziehen. Da könnte ich gleich auch noch die Beinlinge anziehen. Für nackte Beine war es einfach zu kalt.
Die Wolken gaben immer wieder den atemberaubenden Blick auf den Thuner See frei. Unglaublich vor welcher Kulisse man dort Rad fährt.
Zuerst kam Janina an mir vorbei. Keine begnadete Schwimmerin, aber ein Bergfloh auf dem Rad und zu Fuß. Unglaublich wie sie die Berge rauf fliegt. Wir schwatzten ein bisschen. Dann lies ich sie ziehen. Als es an die Abfahrt ging, hielt ich an und holte mir Jacke und Beinlinge aus der Tasche. Die Witterung war schwierig. Manchmal rissen die Wolken auf und es wurde fast schon warm. Aber im Nebel war es manchmal eisig kalt. Und dabei waren wir gerade mal auf 1300 Meter. 😯
Und dann hielt ich diese winzigen Beinlinge in der Hand. 😐 Beinlinge? Oh nein! Helge! Du Blödfrau. Das sind die Armlinge 🙄
Ok, dann eben nur die Jacke anziehen. Wird schon gehen. Muss gehen. Die Abfahrt war nicht ganz ungefährlich. Die Straße trocken und nass im Wechsel. Aber alles gut zu fahren. Nur meine Knie wurden immer kälter. Aber bald war man unten und dann folgte der einzige langweilige Teil der Strecke. 30 km fast eben. Auch wenn Karina die 30 flachen Km vor zwei Jahren gesucht hatte 😆
Inzwischen war Frank an mir vorbei gerauscht. Auch bei ihm hatte alles geklappt. Anders als letztes Jahr hatte er das Schwimmen gut überstanden.
Als letztes kam dann auf dem Flachstück Markus an mir vorbei.
Im Flachen wurden meine Beine wieder wärmer. Ich hielt mich an meinen Verpflegungsplan und fuhr meinen Stiefel. Kurz vor der Verpflegungsstelle in Meiringen fuhr ich wieder an Frank vorbei. Er stand am Straßenrand und zog gerade wieder irgendwelche Klamotten an oder aus. Aber es war alles gut bei ihm. An der Verpflegungsstation nahm ich mir eine neue Flasche Wasser und aß ein paar Stück Ovomaltine. Ich trank Iso und nahm eine Salztablette und ein Schluck aus der Gelflasche. Und dann machte ich mich an den 18 Km Aufstieg zur Großen Scheidegg. 1373 Höhenmeter am Stück. Meine Beine fühlten sich wirklich gut an. Nur mit zunehmender Höhe kam immer mehr Kälte. Meine Knie drohten zu erfrieren. Jedenfalls gefühlt. Ich hielt an und versuchte meine Armlinge irgendwie zu zerreißen, nur um sie irgendwie um die Knie zu bekommen. Hm, die blöden Dinger waren wohl von guter Qualität 🙄
Gut, da hilft kein Heulen. Müssen die Knie halt frieren.
Manchmal gaben die Wolken den Blick auf die Berge frei, wunderschön. Manchmal fuhr man in dichtem Nebel gehüllt. Dann wurde es besonders kalt. 6 Grad sollen es oben gewesen sein. 5 km vor dem Gipfel eine weitere Verpflegungsstelle. Da ich ziemlich einsam fuhr, fragte ich schon, ob ich die Letzte wäre. Aber der freundliche Helfer sagte, ich solle mir keine Sorgen machen. Noch eine ganze Stunde würden sie dort stehen und Fahrer würden kommen. Er sagte mit einem Blick auf seine Uhr, das es gerade kurz nach halb 12 sei. Ich, die ich mir selbst ja verboten hatte, auf die Uhr zu schauen war sehr positiv überrascht. Noch 5 km nach oben. Noch 10 km runter. Und noch mehr als 1 Stunde Zeit dafür. Sehr cool 😎
Ich fragte noch nach einer Schere. Der letzte Versuch aus meinen Armlinge Beinlinge zu machen. Aber sowas gab es dort nicht. 😐
Gestärkt und mich lieb bedankend für die Verpflegung und das nette Gespräch brach ich frohen Mutes auf. Nicht weit nach der Verpflegung kommt das steilste Stück der Radstrecke. Vielleicht 200 Meter mit bis zu 20 %. Spätestens dort wusste ich, das mein Beine bestens drauf waren. Und einen Km später war der Spaß so plötzlich vorbei, das ich es gerade noch rechtzeitig schaftte, vom Rad zu steigen und nicht mit dem Rad umzukippen 😳
Erst mein rechtes und dann mein linkes Bein vesteiften und verkrampften auf eine Art und Weise, wie ich es noch nicht erlebt hatte. Mein Rad lag am Straßenrand und ich stand (oder versuchte zumindest zu stehen). Ich konnte meine Knie nicht mehr knicken. Ein böser Schmerz vom Knie beginnend den Oberschenkel hoch. Auweia. War es die Kälte? Meine Knie waren blau. Ich massierte meine Knie und Oberschenkel und als ich das Gefühl hatte, das wieder Blut durch meine Beine fließt (und keine Eiswürfel), stieg ich wieder auf und fuhr ein Stück. Ich kam vielleicht 300-500 Meter weit. Das gleiche Spiel von vorn. Ich nahm die Armlinge und rubbelte mir damit die Knie und Oberschenkel bis die Haut rot wurde. Hauptsache warm. Wieder ging es weiter. Beim kleinsten Anzeichen von Krampf hielt ich wieder an und wiederholte die Prozedur. Dann hatte ich das Gefühl das es besser wurde. Ich lief noch ein bisschen am Straßenrand hin und her. Und als ich dann wieder im Sattel saß fuhr ich im kleinsten Gang und erstmal sehr langsam ohne übermäßig Druck auf die Pedale zu bringen. Ich merkte aber das es immer besser wurde, so das ich die letzten 1,5 km wieder einigermaßen fahren konnte. Ich schaute nicht auf die Uhr. Und statt traurig, das es vielleicht schon zu spät war, war ich fröhlich, weil es wieder ging und ich den Gipfel erreichen würde 😐
Ich war irgendwie total komisch drauf. Als hätte ich eine Glücksdroge genommen. Oder irgendwas komisches geraucht 😆
Total glücklich kam ich oben an und versorgte mich mit Bouillon, Schokolade, Gel und Wasser. Dann ging es gut gelaunt ins Tal. Die Strecke war fast trocken. Und mit den Höhenmetern nahm auch die Kälte ab. Und in Grindelwald empfing mich der Moderator mit „Miss Orange“ 😆

Genial. In der Wechselzone sah ich auf die Uhr. Hm. Mein Zeitplan war hinüber. Aber irgendwie wollte ich mich nicht geschlagen geben. Der Tag ist erst am Abend zu Ende. Und noch war ich im Rennen. Um 13:05 Uhr verließ ich nach Schuhwechsel und mit dem MTB die Wechselzone. Jetzt 11 Km hoch. Ich musste erstmal ziemlich ruhig starten. Schauen was die Beine machen. Meine Knie waren nicht mehr so dolle blau. Unten war es aber auch wieder etwas wärmer. Es kurbelte sich locker und leicht und ich fühlte mich total gut. Gut, dann wird es Zeit zu kämpfen. Ich war total überrascht, wie gut es sich anfühlte. Ich erhöhte das Tempo und flog gefühlt den Berg hoch. Ich überholte viele Starter. Was war nur los? Ich konnte kaum fassen, wie gut es sich anfühlte. Ich schwatzte mit jedem und einige waren sogar noch fähig, Scherze zu machen: „Das nächste Mal nehme ich besser die Bahn“ 😆
Ich wusste, ich müsste ziemlich viel Zeit aufholen, wenn ich noch eine Chance haben wollte. Ich müsste schneller fahren als letztes Jahr. Irgendwie wusste ich, das das nicht möglich ist. Aber trotzdem wollte ich kämpfen. Und das Lachen ging nicht mehr aus meinem Gesicht. Unglaublich wie glücklich ein aussichtsloser Kampf machen kann. Einfach nur, weil man es versucht?
Ich fuhr auf Markus auf. Markus litt wie ein wahrer Held. Bei ihm war der Ofen aus. Er hatte nicht die Beine und nicht den Tag. Aber er versprach mir, sein Rennen wäre erst vorbei, wenn man ihn nicht weiter lassen würde. Schließlich waren wir bald oben.
Das letzte Stück nach oben musste ich wieder schieben. Das ist dort so elende steil. In der Wettkampfbesprechung sagte man, man hatte das obere Stück geändert. Das wäre jetzt gut fahrbar. Ich schaute auf die 5 Starter vor mir und die 5 Starter hinter mir, alle schiebend und musste laut auflachen: „Die Strecke ist jetzt komplett gut befahrbar! “ Sowas kann auch nur eine schweizer Bergziege sagen 😆
Oben konnte ich mir dieses Mal nicht so viel Zeit lassen. Ich hatte es eilig. Schnell Schokolade essen, Bouillon hinterstürzen, Sattel tiefer, Druck aus den Reifen und los ging es.
Auf der Abfahrt musste ich dann immer wieder an MTB Guide Harry denken. „Laufen lassen. Helge schau auf den Weg vor dir und lass es laufen“
Es lief wirklich gut. An der einzigen Stelle, wo man (ich und die meisten anderen) schieben muss, traf ich Peter. Ein Holländer der in der Schweiz lebt. Und noch nie vorher diese Strecken gesehen hat 🙄
Ich zeigte ihm wo man wieder aufsteigen kann. Und wir fuhren gemeinsam ins Tal. Ich nahm die steilen engen Schotterserpentinen von Wengen nach Lauterbrunnen als hätte ich mein ganzes Leben lang nix anderes gemacht. Und immer wieder schickte ich in Gedanken einen Dank an Harry 🙂
Peter war völlig fertig. Das zeigte sich auch auf den letzten 4 flachen Km auf dem MTB. Ich zog an ihm vorbei. Er war völlig leer. Und ich wie Samstags morgen kurz nach dem Aufstehen. Voller Elan.
Peter wollte in Stechelberg sein Rennen beenden. Zum Glück lies er sich überreden, das das keine Option ist. Wir geben nicht auf. Wir hören auf, wenn man uns nicht weiter läßt.

Das sieht nicht nur aus wie Spaß. Das WAR Spaß 🙂

Ganz schön kalt abwärts

In der Wechselzone sah ich wieder auf die Uhr. Gut, ich hatte Zeit gut gemacht, aber lang nicht genug. Und noch musste ich mich umziehen. 10 Minuten vor 16 Uhr war ich in der Wechselzone. 4 Minuten nach 16 Uhr ging ich auf die Laufstrecke. Alles ausziehen, Laufhose, Unterhemd und T-Shirt anziehen. Verpflegen. Nachdenken, was braucht man noch. Das alles dauert. Nicole und Volker warteten auf mich. Ich drückte ihnen einige Sachen in die Hand für Mürren. Armlinge, Mütze, Handschuhe. Ich verstehe bis heute nicht, warum ich das tat. Kurze Zeit später würde ich es bereuen. 😆
Mir war klar, das ich es nie und nimmer bis 18 Uhr nach Mürren schaffen könnte. 17 Km mit 800 Hm, das kann ich nicht in 2 Stunden. Und doch war es, als würde ich diese Erkenntnis nicht akzeptieren. Ich rannte einfach los. Die ersten 5 Km in 25 Minuten. 😯 Gut, die waren flach bis leicht abschüssig, aber das ich nach 9 1/2 Stunden Belastung sowas noch kann, war einfach faszinierend 😆
Dann bemerkte ich einen Fehler in meiner Planung. Die ganze Zeit hatte das mit der Verpflegung funktioniert. Auf den Rädern hatte ich Flaschen mit Gels. Und Wasser. Und Salztabletten dabei. Für die Laufstrecke hatte ich ein Gel! Ein einziges Gel! Wie weit genau hatte ich denn gedacht damit zu kommen? Ich hatte nur bis zum Beginn der Laufstrecke gedacht. Bekloppt!
In Lauterbrunnen geht es dann hoch. Dann kommen die 800 HM fast am Stück. Ich hastete den Berg hoch. So schnell es eben ging. Da saß plötzlich Guillaume. Er hatte mich nach der Wechselzone beim Laufen überholt. Und nun saß er da auf der Laufstrecke mit Gesicht talwärts.
„Was ist denn da los?“ rief ich ihm zu.
Er: „Ich schaffe es nicht vor 18 Uhr nach Mürren“.
Ich: „Ja und? Wen interessiert das? Hier wird nicht rumgesessen. Du schaffst es doch bis Mürren. Los, auf gehts!“
Er (etwas ungläubig): „Ok, aber darf ich noch etwas ausruhen?“.
Ich: „Ja, aber dann geht es weiter!“.
Er: „Ok“.
😆
Ich sollte Motivationskurse geben 😀
Eine Stunde war rum und ich musste mich verpflegen. Ich hatte einen viel zu hohen Puls, ich war viel zu schnell unterwegs und immer noch wollte ich mich nicht geschlagen geben. Und dann kam der erste Regenguss. Mein Körper hatte völlig aufgegeben meine Gliedmaßen zu wärmen. Und ich turnte hier mit dünnem Hemdchen durch die Berge 🙄
Ein Königreich für eine Mütze oder eine Jacke. Beides bei Volker in der Tasche oder noch im Wechselbeutel im Tal 🙄
Der Regen ging vorbei und es wurde wieder etwas besser. Aber meine Kräfte schwanden nun zusehens. Es wurde immer steiler und ein weiteres Gel hätte mir jetzt gut getan. Aber ich hatte ja beschlossen auf der Laufstrecke mit der Diät anzufangen … 🙄
Ich muss halt noch viel lernen.
Dann kam der nächste Regenschauer. Und er fühlte sich so eisig an. Ich konnte meinen Kopf kaum drehen, mein ganzer Nacken fühlte sich erfroren an. Mein Rücken schmerzte und als ich meine Arme in die Seite stemmen wollte, um mich aufzurichten, bekam ich Krämpfe in den Armen 😯
Oh Gott. Nichts ging mehr. Ich musste bei jedem Schritt aufpassen wo ich meine Füße hinsetzte. Ok, ich war bei Km 12. Und ich wusste, wenn ich in Mürren ankommen wollte, müsste ich jetzt endlich mal meinen Kopf einschalten. Also erstmal ganz langsam. Ruhen. Kräfte sammeln. Auf allen vieren ging es die steilsten Stücken hoch. Dann sah ich ein Stück weiter unten Peter. Ich wartete auf ihn und war froh nicht mehr alleine unterwegs zu sein. Gemeinsam akzeptierten wir, das unser Ziel heute Mürren war. Peter war platt und ihm war kalt. Trotz Handschühe und Mütze. Mir war eisekalt und ich wollte nur noch WARM.
So stiefelten wir gemeinsam los nach Mürren. Gemeinsam lässt sich alles besser ertragen. 🙂
Da wir wussten, das unser Ziel in Mürren war und es keiner Eile mehr bedarf, verschonten wir unsere krampfenden Beine von weiteren Versuchen anzulaufen und gingen das Ganze etwas gemütlicher an.
Volker, der sich aufgemacht hatte, mir entgegen zu kommen, hatte wohl vieles erwartet. Aber wohl nicht zwei frierende und schwatzende und gut gelaunte Wanderer 😆
Nur für den „Zieleinlauf“ in Mürren verfielen wir nochmal in den Laufschritt. Vorher hatte mir Andi auch noch eine warme Jacke gegeben, ich hatte tatsächlich das Gefühl ich könnte doch noch erfrieren. Und dann waren alle da. Und feierten uns, als wären wir auf dem Schilthorn oben angekommen. 🙂 Wir wussten alle von Anfang an, dass es es eine sehr enge Sache werden würde mit den Cut-Zeiten, vor allen bei der unsicheren Wetterlage.  Aber allein bis Mürren zu kommen ist eine grandiose Leistung. Selbst jetzt, wo ich das schreibe bekomme ich wieder Gänsehaut. Obwohl ich ja nur zugeschaut habe. Auch wenn es eine der schönsten Triathlonveranstaltungen ist, die ich kenne, werde ich nie und niemals im Einzel daran teilnehmen.

Ziel

Das Ziel in Mürren, das ja nicht wirklich eines ist, hatte sich aber doch so angefühlt. Ich horchte lange in mich hinein, aber ich konnte nur Stolz, Zufriedenheit und Glück (alles erst nach einer heißen Dusche, vorher empfand ich fast nur noch Kälte 😆 ) feststellen. Für mich war es ein grandioses Rennen. Es gibt keinen Grund für Traurigkeit oder Bedauern. Ich habe selten so Spaß auf dem MTB gehabt wie am 19. August diesen Jahres und ich konnte mich selbst überraschen mit dem Willen einfach weiter zu machen. Nach den Problemen auf dem Rennrad war es ein Hauptgewinn noch bis Mürren gekommen zu sein. Und ich konnte ein paar von den ultra leichten Bergziegen hinter mir lassen. Und selbst Karina war wohl nicht wirklich traurig bei Hagel und Kälte nicht auf die Laufstrecke zum Schilthorn zu gehen. Hoffe ich zumindest.
Und ich habe jede Menge netter Menschen kennen gelernt. So kam Guillaume auch noch in Mürren ins Ziel gelaufen und umarmte mich so fest, das ich Angst hatte, er könnte meine erfrorenen Gliedmaßen abbrechen 😆
Er war froh, das ich ihn aufgescheucht hatte.
Und auch Markus schaffte es nach einem grandiosen Kampf bis Mürren. Er hatte sein Wort gehalten. So lange weiter machen, bis sie einen nicht mehr weiter lassen.
In Mürren wird man auch wie ein Sieger gefeiert.
Der Trainer hatte das Rennen als 3. beendet. Als ich mit dem Rennrad fertig war, lief er bereits durch Mürren 😯
Der Mann läuft die Berge hoch, als würden die Gesetzte der Erdanziehungungskraft für ihn nicht gelten. Er brauchte 9:11 Stunden für die ganzen 155 km mit 5500 HM.
Janina kam nach unglaublichen 12:37 Stunden oben an und im Spaß steht sie mir kein bisschen nach. Sie würde glaube ich am Liebsten in zwei Wochen dort wieder starten. 😆
Frank erreichte das Schilthorn nach 13:14 Stunden und war endlich mal wieder total gelöst und entspannt. Er lachte und freute sich unglaublich. Er hat tapfer gekämpft gehen Berge und Kälte und zum Schluss noch Hagel kurz vor dem Schilthorn. Und war einfach nur glücklich das Ziel zu erreichen.
Er wird das aber wohl nicht nochmal machen 😀
Der Andi hat mal wieder einen tollen Berglauf gemacht und seine Bestzeit um nur 1 Minute verfehlt.
Und wir hatten ein Mega Support Team vor Ort. Das ist so toll zu wissen, da wartet jemand. Also ganz lieben Dank an Karina, Nicole, Torsten, Volker, Gerd und Andi 🙂 Damit die Anderen auch mal einen ungefähren Eindruck von der Strecke bekommen, bin ich mit ihnen das letzte Stück der Laufstrecke von Birk zum Schilthorn hochgewandert. Gerade dort merkt man als Flachländer, wie dünn die Luft dort oben ist. Jetzt muss man sich das Ganze  nach 12 oder 13 Stunden Wettkampfdauer vorstellen. Wahnsinn.

Und jetzt

Nachdem alle anderen wieder abgereist waren, hatten Andi und ich noch ein paar wundervolle Tage in den Bergen. Wir entdeckten neue Wanderwege und tolle Orte. Dienstag machte sich bei mir aber doch die Müdigkeit bemerkbar. Bis dahin war es wohl noch Rest-Adrenalin. Jedenfalls ging es Dienstag nur sehr langsam die Berge hoch. Außerdem war ich am Sonntag nach unserem „Abschluss-Essen“ mit Gerd und Frank auf dem Nachhauseweg umgeknickt und hatte einen dicken Knöchel.
Andi meint, es lag am Wein. Es war nur ein Gläschen, aber für jemanden, der nie welchen trinkt vielleicht doch zu viel 😕
Andi jedenfalls hatte seinen Spaß mir eine volltrunkene Helge vorzuhalten 😆
Als wir dann die Schweizer Berge wieder verlassen mussten, war ich doch ziemlich traurig.
Es war eine tolle Zeit dort. Es gibt einfach keinen schöneren Ort für mich. Aber ein Koffer von mir steht ja jetzt eh noch auf dem Schilthorn, und den muss ich abholen. Eine halbe Stunde hat mir in Stechelberg gefehlt. Das ist machbar. Nicht im nächsten Jahr, da ist Andi- Jahr. Ich muss mich um das Haus, den Garten und eben um Andi kümmern. Vor allem werde ich nächstes Jahr mal oben auf dem Schilthorn stehen und auf Andi warten. Der Arme kommt beim HM dort immer ganz alleine an. Da Andi die Berge genau so liebt, werden wir also nächstes Jahr wieder dort hinreisen.
Sportlich werde ich nächstes Jahr einfach mal kürzer treten und nur Wettkämpfe bestreiten, die sich in 3-4 Stunden machen lassen und für die man sich am selben Tag noch anmelden kann 😆
Und nächste Woche sind Karina und Andi dran. Ich freue mich schon Support zu machen und die Zwei anzufeuern.
Aber 2019 hole ich meinen Koffer dann auf dem Schilthorn ab. Irgendwie total spannend das es weiter geht. Und ich freue mich jetzt schon drauf. Der Inferno ist noch lange keine Geschichte 🙂 So schön es auch war, aber ich werde leider definitv nicht wieder um 3 Uhr aufstehen ;-). Ich mache es dann wie Torsten und werde ausschlafen und das echt tolle Frühstücksbuffet geniessen… ;-).

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24 Gedanken zu „Wer in den Himmel will …

  1. Liebe Miss Orange!

    Wow!! Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll! So viele Emotionen kommen in deinem Bericht da rüber! Ich gratuliere dir ganz, ganz herzlich!! Du bist schlichtweg einmalig, grandios und einzigartig, wie du aus diesem Tag DEINEN gemacht hast! Super Leistung, körperlich und vor allem auch mental! 🙂 😀 😆
    Die wenigsten würden auf einer solchen Strecke neben dem Rennen noch gleichzeitig eine Karriere als Motivationstrainerin und eine Kältediät beginnen (nur weil die „Bergziegen“ ein wenig dünner ausgesehen haben) 😉 Und dein Tipp, wie man zickende Männer wieder bändigt, ist unbezahlbar!
    Ruh dich gut aus und genieße das Nacherleben! 😀

    • Liebe Doris,
      also ich finde es wurde Zeit für diesen Künstlernamen 😆
      Wenn man da aus dem Lautsprecher hört „… Miss Orange ….“ da denkt man nur: YES!!!
      Ja, also das mit der Kältediät war eventuell etwas unüberlegt, aber ich lerne ja noch 🙂
      Aber das mit der Motivationstrainerin kann ich ja mal angehen. Dann würde ich ja quasi noch Geld dafür bekommen 😆
      Vielen Dank und liebe Grüße
      Helge

  2. Liebe Helge,
    oh man, nach dem Lesen bin ich erstmal hin und her gerissen. Einerseits hast Du meinen allertiefsten Respekt dafür, dass Du Dich trotz der sich abzeichnenden Zeitgrenze nicht hast unterkriegen lassen und dennoch weiter gelaufen und geradelt bist. Unglaublich, sich dann noch zu motivieren! Und dann wie sehr es mir Leid tut, dass dieses große Abenteuer, auf das Du so intensiv hingearbeitet hast, dann doch am Ende nicht ganz aufging. Wobei, da stimme ich Dir zu, schon bis Mürren gekommen zu sein, ist auch ein Sieg, wirklich. Aber dann „nur noch“ die paar km nicht mehr bis zum Schilthorn zu gelangen, bitter. Und das wahrscheinlich, weil einfach Ärmlinge statt Knielinge … und zu wenig Gel. Das ist echt hart!
    Also meinen ganz ganz tiefen Respekt vor dieser Leistung und herzliche Glückwünsche für das Durchhalten! Das gilt genau so für Deine anderen Mitstreiter!
    Zugleich freut es mich, dass doch soviel positives Denken aus Deinem Post spricht. Dass Du nicht in ein ganz tiefes Loch gefallen bist, ich bin sicher, das lauerte direkt neben Dir. Sondern dass Du munter wie Helge ist, nach vorn schaust. Super!!! Von Deiner Motivation hätte ich gern ein Scheibchen, wo bitte kann man die bestellen?!
    Ich hoffe, der Aufenthalt in der wunderschönen Ecke der Schweiz konnte Dich noch ein wenig entschädigen. Und ich bin sicher, wenn Du das nochmals angehst, sind die Utensilien optimal gepackt!
    Ganz liebe Grüße!
    Elke (heute mit Blick auf Deine geliebten Berge)

    • Liebe Elke,
      ich würde vermuten die Motivation kam von den Bergen … 😀
      Ich konnte dort gar nicht unmotiviert sein. Du kennst die Ecke ja. Du weißt wovon ich rede.
      Also nachdem das mit der Rennradzeit völlig unerwartet schon daneben ging, war ich ehrlich selbst überrascht das ich so gut drauf war. Ich glaube es lag an dem Gefühl das es mir wirklich kräftemäßig einfach gut ging. Es fühlte sich einfach nicht schwer an 🙂
      Und der Rest ist einfach Erfahrung sammeln. Du kannst mir glauben, Arm- und Beinlinge werde ich sicherlich nie wieder verwechseln 😆
      Ich werde dort wieder an den Start gehen. Irgendwie ist es auch tröstlich das ich immer noch dieses Ziel habe. Ich hatte ein bisschen Angst vor dem „Danach“ 😆
      Liebe Grüße
      Helge

  3. Liebe Helge,
    ich muss gestehen, ich habe in den Ergebnislisten gespickelt und deshalb schon sehnsüchtig auf Deinen Bericht gewartet…denn ich habe irgendeine Katastrophe erwartet, da ich Dir dieses Ding – auch ohne Dich persönlich zu kennen – 100%ig zugetraut…und jetzt?
    Ich bin erleichtert und freu mich sehr für Dich, denn Du darfst zu Recht stolz sein, deshalb: ganz dicke Gratulation!!!!
    Wenn die Bedingungen etwas besser gewesen wären und Du nicht mit halb erfrorenen Knien auf dem Rennrad unterwegs gewesen wärst, wäre das Inferno ganz sicher anders für Dich ausgegangen. Aber das Positive ist doch, Du hast noch eine Rechnung offen und 2019 wird abgerechnet, ganz S I C H E R 😎

    Salut und ein anerkennender Drücker

    PS: Deine Leistung ist für mich immer noch unmenschlich und nicht vorstellbar, Respekt. Und jetzt lese ich den Bericht nochmals, denn beim ersten Lesen war ich so aufgeregt 😀

    • Lieber Christian,
      vielen Dank, zugetraut habe ich mir es auch, und das beste ist: Jetzt traue ich es mir noch viel mehr zu 🙂
      Ich habe dieses Jahr ne Menge über mich gelernt und in zwei Jahren kann ich dann wieder neue Fehler machen 😆
      Wäre ja auch irgendwie langweilig wenn dieses Ziel, das ich mir vor 4 Jahren in den Kopf gesetzt habe, so schnell erreicht wäre.
      Ich freue mich einfach, das ich diesen Tag so genießen konnte. Diese Natur dort, die Freude darüber dort einfach seinem Hobby nachgehen zu dürfen, das alles war einfach der Hammer!
      Liebe Grüße
      Helge

  4. Liebe Helge,
    ach menno! Und ich hatte schon gedacht, dass man nicht laufen muss und die ‚Angelegenheit‘ nach dem MTB-Ritt beendet wäre. Misto.
    Großartig … und selbst jetzt, wo ich das hier lese, bekomme ich wieder Gänsehaut … wohl nicht vor Kälte, sondern vor mitreißender Bewunderung. Gut gemacht 🙂
    Viele Grüße,
    Irina

    • Liebe Irina,
      tja, man muss dort auch laufen. Oder Bergsteigen trifft es besser 😆
      Immer dieses anstrengende Laufen nach dem schönen Radfahren … Tsss… 😉
      Vielen lieben Dank
      Helge

  5. Liebe Helge,
    Du bist der absolute Hammer! Ich gratuliere Dir zu dieser grandiosen Leistung und bin voller Ehrfurcht und Bewunderung! Ich freue mich so sehr, dass Du zufrieden bist!
    Alles liebe,
    Claudi

    • Liebe Claudi,
      vielen Dank 🙂
      Ich würde mich schämen, wenn ich nicht zufrieden wäre. Manchmal ist eben auch der Weg das Ziel und wenn man in so einer wunderbaren Umgebung seinen Sport ausüben darf, dann muss man doch einfach zufrieden sein 🙂
      Liebe Grüße
      Helge

  6. Liebe Helge,

    diesen Bericht habe ich mir jetzt erst einmal auf der Zunge zergehen lassen!

    Mehr noch als für Deine sportlichen Leistungen bewundere ich Dich für Deine positive Einstellung. Darum beneide ich Dich am allermeisten.

    Zum Wettkampf selber fehlen mir einfach die passenden Worte und Superlative. Drum laß ich es und sage einfach nur meinen allerherzlichsten Glückwunsch, Miss Orange.

    Ganz liebe Grüße
    Volker

    • Lieber Volker,
      vielen Dank 🙂
      Wie könnte ich denn keine positive Einstellung haben wenn man mich doch Miss Orange nennt 😆
      Liebe Grüße
      Helge

  7. Der orange Pinguin hat wieder zugeschlagen.
    Herzlichen Glückwunsch zu Deinem wohl spassigsten Wettkampf. So liest es sich zumindest.

    • Hallo Marc,
      es war einfach ein tolles Gefühl dort am Start zu sein. Und wenn es einem dann noch gut geht … naja, dann muss das ja spaßig werden 😆
      Naja, nächstes Mal verzichte ich dann aber doch lieber auf die Kälte 😉
      Liebe Grüße
      Helge

    • Ich habe das auch die ganze Zeit gedacht: wie irre muss man sein …
      Aber ich finde auch Sonntags morgen 55 km einfach mal so laufen ziemlich irre 😆
      Liebe Grüße
      Helge

  8. Hi Helge,
    erst ein „Chapeau“ für Deine Leistung beim Inferno, aber insbesondere bis zum Wettkampf!
    Es freut mich Deinen Bericht zu lesen und Dich wunderbar erholt zu fühlen!!
    Aufgehört ist nicht aufgegeben und das Ziel steht für 2019
    Gruß Mario

    • Hallo Mario,
      vielen Dank 🙂
      Ja, mit Aufgeben hatte das nichts zu tun. Ich kann schließlich nicht die Helfer mit dem Sperrband umrennen … 🙄
      😆
      Und 2019 braucht man ja auch noch Ziele.
      Bis dahin kann ich mir auch überlegen was ich als Ziel habe wenn ich den Inferno geschafft habe 🙂
      Liebe Grüße
      Helge

  9. Liebe Helge,
    bei Durchsicht der Ergebnisliste hatte ich schon Befürchtungen, dass etwas Blödes passiert ist.
    Darum war ich sehr froh, als ich den Bericht gelesen habe. Sicher ist es schade den cut-off nicht zu erreichen, aber du kannst natürlich mächtig stolz darauf sein, was du erreicht hast.
    Besonders bemerkenswert finde ich wie du mit den äußeren und auch inneren Widrigkeiten umgehst und dich nicht von deinem Vorhaben abbringen läßt. Dafür hast du echt meinen Respekt.
    So nun erhol dich gut, damit du für den Herbst und die ein oder andere MTB-Tour mit Matsch bereit bist 😉 .
    Liebe Grüße
    Frank

    • Lieber Frank,
      vielen lieben Dank.
      Du hast sicherlich gelesen, das ich dich nicht in der Wechselzeit schlagen konnte 😆
      Das muss erst mal jemand nachmachen 😉
      Weißt du, soviele innere Widrigkeiten gab es an diesem Tag gar nicht. Das war das, was mich so erstaunte. Ich hatte einfach Bock. Egal ob vor oder hinter dem Zeitplan.
      Und ich hoffe ja mal, das es in diesem Herbst und Winter endlich mal wieder ausreichend Matsch gibt. Da war das letzte Jahr etwas geizig … 😐
      Ich werde berichten 🙂
      Liebe Grüße
      Helge

  10. Liebe Helge,
    uff, ein so langer Beitrag, da muss ich mir ja einen Abend für frei nehmen! 😆

    Schade, jetzt geht der freie Abend schon zu Ende … muss wohl, wie manch anderer den Bericht nochmal lesen! 😉
    Auch ich hatte in die Ergebnislisten geschielt und fast mit Bauchschmerzen immer wieder mal auf euern Blog geguckt … und dann lese ich einen solchen Bericht! Wahnsinn! – Definitiv kriegen das nicht viele hin, einen solchen Wettkampf, bei solch einem Wetter so positiv zu gestalten, Miss Orange! – Sicherlich liegt das an deinem Naturell, aber auch an den Bergen. Ich fühle auch immer einen „Sonderschuss“ Adrenalin, wenn ich mich schon den Bergen nähere!
    Also, Miss Orange, Supergirl ist nix dagegen! – Die nächsten zwei Jahre haste verplant, dann darfste wieder Pläne machen, vielleicht als Motivationstrainerin?!
    LG Manfred

    • Lieber Manfred,
      ja, ich hatte mich ja gleich am Anfang entschuldigt für die Länge des Berichtes … 😆
      Ich habe mich in der Zeit dort in den Bergen sooo wohl gefühlt … ich glaube wirklich fast, allein die Berge machen mich glücklich. Ich finde es so unglaublich das ich dort schwimmen, radeln und laufen darf. Das erfüllt mich einfach mit einer tiefen Dankbarkeit 🙂
      Und ein kleines bisschen bin ich sogar dankbar, das ich ja immer noch dieses große Ziel vor Augen habe.
      Ich glaube das mit der Motivationstrainerin sollte ich mir mal durch den Kopf gehen lassen 😆
      Liebe Grüße
      Helge

  11. Mein Glückwunsch zu deiner tollen Leistung!
    Und ja, man braucht auch mal so eine (Aus-)Zeit. Weniger um den Körper zu entlasten, sondern mehr so eine mentale Pause. Finde ich.
    Gute Erholung!

    • Vielen lieben Dank 🙂
      Und ja, mentale Pause hört sich gut an. Ich habe jetzt 2 Jahre hintereinander für eine Langdistanz trainiert. Wird Zeit mal wieder einen Gang zurück zuschalten 🙂
      Ich genieße es jetzt schon 😆
      Liebe Grüße
      Helge

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