Das Leben vor dem Triathlon

Margitta hatte in ihrem Blog die schöne Idee zu fragen, wie jeder zum Laufen kam. Es gab ja auch ein Leben davor. Und die vielen Antworten waren sehr interessant. Hier ist meine Antwort, die ich ihr geschrieben habe:

Hallo Margitta,
ich bin schon als Kind gerne gelaufen ( Leichtathletik, Cross eigentlich alles was es gab ). Bis zur Pubertät, dann war es schlagartig vorbei.
Herzrhytmusstörungen, keiner wusste warum, wieso, weshalb, woher. Also nix mehr mit einfach so Laufen. Ich habe natürlich weiter Sport gemacht. 30 Jahre lang leistungsmäßig Bogensport. Jedes Jahr bei der NADA neue Sondergenehmigung wegen Betablockern beantragt, 20kg zugenommen, der Puls ging durch die Medikamente nie über 130. Dann hatte ich keine Lust mehr auf diese Blocker und die Nebenwirkungen und habe mich 2009 endlich zu einer OP durchgerungen. Diese hat dann leider auch erst im Zweiten Versuch geklappt. Nachdem dann der Arzt sein Ok gegeben hat, habe ich mich direkt zu einem Laufkurs angemeldet und kurz danach zu meinem ersten Triathlonkurs bei einem professionellen Coach. Den Bogensport habe ich voerest aufgegeben, aber noch nicht ganz gestrichen. Aber im Moment habe ich einfach zu viel Spass am Triathlon und am Laufen. Und so wird es voerst auch bleiben.
Das war also meine Geschichte.
Viele Grüße
Karina
Zuletzt startete ich für die TG Konz.

Mit 7 Jahren habe ich begonnen und dann mit kurzen Unterbrechungen ( Staatsexamen, Schwangerschaft ) bis 2010 diesen Sport auch leistungsmäßig ausgeübt. Ganz aufgegeben habe ich es noch nicht. Der Bogenkoffer steht noch im Wohnzimmer in Sichtweite. Vielleicht werde ich irgendwann wieder damit weitermachen. Aber jetzt steht Roth 2014 erstmal im Vordergrund.

8 Gedanken zu „Das Leben vor dem Triathlon

  1. Liebe Karina,

    das ist auch mal eine Geschichte! Mir gefällt besonders gut, dass du nach der Diagnose Herzrhythmusstörungen nicht mit dem Sport aufgehört hast (wie viele andere sicher gemacht hätten), sondern du hast die eine Sportart ausgesucht, den du trotz deiner Erkrankung ausführen konntest! Besonders gut gefällt mir auch, dass du dich für die OP und gegen die Medikamente entschieden hast. Es war sicher ein langer und schwerer Weg (mit 2 Operationen) aber so was macht stark! und es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Ich bin beeindruckt und finde du kannst stolz auf dich sein!

    Liebe Grüße Anna

    • Hallo Anna,
      ich habe die OP ziemlich lange hinausgeschoben. Ist zwar ein Routineeingriff, aber Risiken gibt es immer. Es hatte auch etwas 15 Jahre gedauert, bis man es überhaupt mal richtig erkannt hat. Das Problem war, das diese Störungen spontan kamen, Schuhe zu binden hat schon als Auslöser gereicht. Nach endlosen Versuchen auf dem Ergometer konnte man es endlich richtig nachweisen, Puls ging bis auf 235, Sekunden später wieder auf 120. Dieses Phänomen gibt es relativ häufig, vor allem Frauen sind betroffen. Ich denke die Skilangläuferin Marit Björgen hat es auch, die Meldungen von ihrer Rennpause wegen Herzrhythmusstörungen deuten darauf hin.
      Als dies dann aber auch in Ruhe zum Problem wurde, habe ich es dann endlich operieren lassen. OP war im Oktober und im Dezember bin ich den ersten 5er beim Silvesterlauf in Trier gelaufen, volle Pulle und völlig fertig. Aber glücklich. Und im darauffolgenden März habe ich den ersten Triathlon-Kurs mitgemacht. Und seitdem kann mich nichts mehr bremsen.
      Liebe Grüße
      Karina

  2. Da kann man nur sagen: Ende gut, alles gut. Sieht sehr dynamisch aus, wenn du mit Pfeil und Bogen unterwegs bist.

    Da kann Roth ja kommen, ein schönes Ziel !! 😉

    • Hallo Margitta,
      ich werde ganz bestimmt irgendwann wieder zu Pfeil und Bogen greifen. Man kann es bis ins hohe Alter betreiben.
      Viele Grüße
      Karina

  3. Kann man wirklich froh sein das alles nochmal so gut ausging und du dein Ziel nun anvisieren kannst. Und wenn das erreicht ist kannst du wieder zum Bogen greifen und um dich schießen! 🙂

    • Jetzt habe ich doch tatsächlich gelesen: „um dich zu erschiessen“ 😉
      Ich muss dringend mehr laufen, damit die Gehirnzellen sich vermehren.
      Viele Grüße
      Karina

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