Auf der anderen Seite

des Tisches für die Anmeldungen zum Swim&Run standen Helge und ich mal wieder am vergangenen Wochenende.

Mit Swim&Run Orga Chef Christian und Irmi am Handy, hihi – immer diese Jugend

Vor allem waren wir gespannt, ob Rainer es wahr macht und im Einzel startet – wo er doch den ganzen Sommer über fleißig schwimmen trainiert hat. Um es kurz zu machen, er kam und startete und holte sich seine Finisher Medaille und blutige Zehen. Naja, im nächsten Jahr dann doch lieber Socken in den Laufschuhen anziehen 😉  😉  Hier schon mal ein kleiner Vorabbericht. Gut, dass er im letzten Rennen – dem Nordbadcup mit 700m Schwimmen und 5km Laufen – startete. Denn mit dem Startsignal waren wir vorerst von den Anmeldeformalitäten befreit und konnte Rainer und natürlcih auch alle anderen Starter anfeuern. Da 10 Runden zu laufen waren, hatten wir reichlich Gelegenheit dazu, kluge Sprüche, die wir sonst immer zu hören bekommen, mal selbst anwenden zu können: „Jawoll, du siehst gut aus.“ oder „Das war deine Idee.“ 🙂 🙂 🙂 Sporttechnisch „trainiere“ ich so vor mich hin und warte auf die Crosslauf- und Traillaufsaison mit Matsch und Regen, yippieeeeee.  Helge hat noch das Ein und (nicht oder ) Andere vor ;-). Bis dahin. Man liest sich.

 

Der Letzte

Mein Herz gehört dem Triathlon. Ich laufe gern, ich liebe es Rad zu fahren und Schwimmen ist ebenfalls ein toller Sport. Alles macht Spaß. Und so richtig viel Spaß gibt es, wenn ich alle 3 Sportarten zusammen machen kann 😆
Ich habe die ganze Woche wieder fleißig trainiert. Rennrad fahren mit Renntempointervallen, Lauftraining …. schnelles Lauftraining, Schwimmtraining mit Karina (ja, Karina gibt es noch 🙂 ), Krafttraining mit anschließendem Muskelkater 😯
Und Samstag gab es die erste Dreck-MTB Tour für diesen Herbst. Nach Wochen voller Sonne, Wärme und Trockenheit kam Freitag der Herbst mit ordentlich Regen und Samstag musste ich dann tatsächlich mit langer Hose losziehen. Aber Spaß hat es gemacht und ein bisschen Vorfreude auf die „schmutzige“ Saison kam auch auf 😆

Ein bisschen schmutzig

Sonntag dann hatten Andi und Bergziege Frank einen Kampfrichter-Einsatz beim Triathlon in Remagen. Eindeutig einer der schönsten Triathlon-Veranstaltungen, die ich kenne. 3 Mal bin ich da schon gestartet. Und wenn die beiden Kampfrichter da eh hin fahren, dann fahr ich natürlich mit 🙂
Beim Austehen um 4:30 Uhr war ich allerdings schon nicht mehr wirklich von meiner Idee überzeugt 😐 . Aber so ein Kampfrichter muss ja quasi vor den ganzen Startern vor Ort sein und deshalb mussten wir so früh los.
Und dann das Wetter. Es war saukalt. 11 Grad und trocken war es auch nicht. Aber es war ja noch früh. Es kann ja noch besser werden.
Besser hieß in dem Falle: 12 Grad und strömender Regen 😆
Außer dem coolen Andre war niemand vom Verein mit am Start. Mit Andre bin ich schon auf Gran Canaria Intervalle gefahren. Ich war froh, das ich nicht alleine am Start stand. Ich bin ja so ein schüchternen Mensch mit großen Kontaktschwierigkeiten. Deshalb hatte ich auch schon eine Stunde vor dem Start jede Menge neue Freunde. 🙄
Der Regen wurde immer schlimmer. Und ich stellte fest, das ich gedanklich nicht auf Regen und kalt eingestellt war. Ich hatte einen Einteiler an und hatte nix mit zum Überziehen für die Radfahrt. Und nur den kurzen Neo. Dabei bin ich schon vor dem Start fast erfroren.

Der Rhein hatte ausnahmsweise mal wenig Strömung, wie man uns schon in der Wettkampfbesprechung mitteilte. Und als wir dann auf der Fähre standen und die erste Startgruppe ins Wasser sprang, sahen wir auch, was gemeint war. Die entfernten sich echt langsam von der Fähre 😯
Naja, also werden 2900m diesmal eben etwas länger 😆
Ich startete in der 2. und letzten Startgruppe. Und ich war echt froh, als es los ging, weil das Wasser war einfach mal 10 Grad wärmer als die Luft. Das Schwimmen war nicht wirklich spektakulär. Man schwimmt 2900 m während riesige Schiffe an einem vorbei fahren und mega Wellen verursachen. Das hat mir zum Glück nix ausgemacht. Es war ja auch so schön kuschelig warm im Rhein 🙂
Ich wäre auch nach dem Schwimmausstieg am liebsten wieder zurück in den Rhein. Aber stattdessen rannte ich mit den anderen Bekloppten die scheinbar endlose Strecke hoch zur Wechselzone. Für die Meisten meiner Mitstreiter ging dort das große Klamotten-Anlegen los. Für mich nicht. Ich hatte noch nicht mal Handschuhe dabei. Geschweige denn Weste, Regenjacke, Trikot oder anderes. Helm auf, Schuhe an und los. Und da es inzwischen pausenlos regnete und auch nicht wenig, war ich mir sicher, das irgendwas anziehen eh keinen Sinn machen würde. Weil ALLES würde nass werden. Unterwegs traf ich Starter, die hatten sich komplett eingekleidet. Beinlinge, Trikot, Regenjacke, Überschuhe …. die sahen aus, wie ich im Winter auf dem MTB 😯
Die Radstrecke ist 44 km lang und hat laut meiner Uhr 450 HM. Und war nass. Ganz schön nass. Auf den ersten paar KM dachte ich noch über Kälte nach. Aber irgendwann hatte ich keine Zeit mehr dafür. Man musste sich echt konzentrieren. Gerade auf den Abfahrten war man gut beraten, wenn man bei der Sache war. Das Wasser stand auf der Straße. Und ich hatte Andi und Frank versprochen, wieder heile anzukommen. Bergauf konnte man dann ja etwas schneller fahren 🙂
Mein Gefühl auf dem Rad war einfach grandios. Meine Beine wollten gar nicht langsam machen. Ach, ich liebe diese Radstrecke in Remagen. Die ist sogar bei Regen traumhaft 😆
Wieder zurück in der Wechselzone ging mein Blick zur Uhr und ich sah, das ich eine echt gute Radzeit hatte. Die beste, die ich jemals in Remagen hatte. Und ich hatte die Hoffnung, das meine gefrorenen Füße beim Laufen wieder auftauen würden. Ich ging auf die 10.5 km lange Laufstrecke und genau dann hörte der Regen auf 😀 . Hammer! Auch die Laufstrecke in Remagen ist eine meiner Lieblingsstrecken. Am Rhein entlang und dann einen kurzen steilen Stich hoch nach Remagen rein. Durch die Einkaufstraße wieder runter zum Rhein. Wieder zurück und dann wieder hoch zur Wechselzone. Das Ganze 3 Mal. Ich lief los und merkte schnell, das es ein guter Lauf werden sollte. Schon der erste KM war trotz noch mega kalter Füße nach nicht mal 5 Minuten vorbei. Und es fühlte sich so … leicht an. Irre. Das lief von ganz allein. Keine Ahnung warum ich sowas nur beim Triathlon kann. Noch vor 2 Wochen kamen mir gerade die ersten der 10 KM beim Thuner Stadtlauf echt anstrengend vor. Da hatte ich eine Zeit von 55 irgendwas. Und in Remagen laufe ich 10.5 km nach dem Radfahren und Schwimmen in 50:20 und es fühlt sich an, als wäre da noch Platz nach oben 😎
Das muss irgendein Gen-Defekt sein 😆
Aber egal, ich freu mich echt über eine neue 10er Bestzeit 🙂
Obwohl Andi und Bergziege Frank alles versucht haben, um mich zu disqualifizieren wegen „Zu viel Spaß“, „Ablenkung andere Teilnehmer durch Quatschen“ und anderem sehr unfairen Verhalten, erreichte ich nach einem echt coolen Wettkampf mit einer super Zeit das Ziel. Das war ja mal echter Spaß! 😀
Der letzte Triathlon der Saison war der Beste ❗
Trotz das ich so früh im Ziel war ist das Duschwasser kalt. 😦  Und als wir dann alle zusammen bei Kaffee und lecker Kuchen in der Halle sitzen, kommt draußen die Sonne raus. 🙄
Super Timing!
Da hat ja mal wieder alles gepasst 😆

Mein Fazit:

  • Der Triathlon in Remagen ist einfach toll
  • Schlechte Bedingungen sind gut für mich 😆
  • Wenn es kalt ist, hilft Tempo (oder Ignoranz)
  • Andi und Frank sind tolle Kampfrichter. Und die anderen anderen Kampfrichter auch 🙂 . Die ermöglichen es, das solche Leute wie ich an einem Sonntag Spaß beim Triathlon haben.
  • Triathlon macht hungrig. Ich habe gestern abend den Kühlschrank leer gegessen 😕
  • Ich freu mich auf den ersten Triathlon 2020 🙂

Die beiden fleißigen Kampfrichter

Ein Stadtlauf mit Aussicht (Thun 2019)

Vom stundenlangen Wandern in den Bergen sind die Beine noch schwer und müde.
Und so bin ich echt froh, das letzten Freitag nur eine kleine Shoppingtour im fast Flachen ansteht und es am Nachmittag zum gemeinsamen Kaffee und Kuchen zu Elke und Chris geht. Elke hat gebacken. Weil ich sowas ja gar nicht kann (also backen 🙄 ), bin ich ganz begeistert, wie man so einen leckeren Käsekuchen einfach so mal hinbekommt. Wir genießen die Landschaft bei Kaffee und Kuchen und danach fahren wir zum Startunterlagen abholen nach Thun. Und natürlich den unglaublichen Schlossbergsprint anschauen. 255 Stufen glaube ich sind es. Die Läufer starten im Abstand von einigen Sekunden und sprinten die Stufen hinauf. Da macht das Zugucken schon echt Laune. Aber nächstes Jahr möchte ich dann gern mitmachen 😆
Verwundert stelle ich auch fest, das Thun tatsächlich viel mehr zu bieten hat als ein Strandbad. Das ist nämlich das Einzige, was ich dort bisher gesehen habe. Weil dort ist der Inferno Start.
Thun ist tatsächlich eine wunderschöne Stadt. 🙂

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