Viele Helden, ein Superheld und ein Pinguin

Der 1. Heidenburger Waldmarathon

Der Andi wollte einen Herbstmarathon laufen. Und weil es dieses Jahr ja irgendwie keinen gibt, sagt er irgendwann, das er dann eben einen hier auf seiner Hausstrecke läuft. Er hat da so eine 4.2 km lange Runde. Bergziege Frank findet die Idee gut und nachdem klar ist, das man da ja auch HM laufen könnte, interessiert sich auch Karina dafür. Und die Idee des Heidenburger Waldmarathons war geboren 😀

Im August in der Schweiz fragte ich Elke und Chris ob sie nicht Lust hätten mal im Hunsrück zu Laufen. Und ein paar andere Freunde vom Verein wurden auch noch eingeladen. Auf Grund von Corona verzichtete ich aber auf eine generelle Veröffentlichung der Ausschreibung auf unserer Vereins-Homepage. Im Moment ist es ja eher gut, wenn man im kleinen Kreis unterwegs ist. 10 Starter waren schlussendlich gemeldet. 8 gingen an den Start. Frank kann im Moment nicht laufen und bot sich genau wie Torsten als Helfer an 🙂

Als ich die Ausschreibung geschrieben habe, hatte ich bereits Andi’s 4.2 km lange Strecke etwas verlängert. Ich hatte quasi meine Lieblingsstrecke mit Andi’s kombiniert und kam so auf eine ca. 7 km lange Strecke mit 120 HM pro Runde. Das ist quasi das flachste Stück das man hier laufen kann.
Dann mussten nur noch Finishermedaillen entworfen und gebastelt werden und die Startnummern ebenso. Bei mir werden die Frauen natürlich VOR den Männern mit Startnummern bedacht. Und Karina bekam die Nr. 1. Die hatte sie sich verdient, alleine schon, weil sie sich bei der Einladung zum Kaffee am Samstag mit Elke und Chris direkt anbot, einen Kuchen zu backen. Sie weiß halt um meine Backfähigkeiten und wollte Elke und Chris vor Schlimmeren bewahren 😆
Elke und Chris hatten wohl schlimme Vergehen während des Marathons vor. Sie brachten gleich mehrere Tafeln meiner Lieblingsschokolade mit 😯
Bei einem Spaziergang nach Kaffee und Kuchen konnten alle Beteiligten auch schon mal Teile der Laufstrecke sehen 🙂

Sonntag morgen hatte ich Veranstalterstress. 🙄
Nach einem gemütlichen Frühstück musste ich schnell los. Die Strecke markieren. Also schnell aufs MTB und los. Es war eisekalt (3 Grad) aber ich war so spät dran, das ich gar keine Zeit zum Frieren hatte. „Bewaffnet“ mit vielen orange farbenen Papierbändern raste ich durch den Heidenburger Wald und an allen entscheidenden Stellen gab es eine Vollbremsung und Bänder wurden aufgehängt. Ich bin trotz der Bänderaktion wohl noch nie so schnell über diese Strecke gedüst und trotz der Kälte war ich völlig durchgeschwitzt als ich ich wieder daheim war 😆
So hatte ich wenigstens auch schon mal etwas Sport an dem Tag 😉

Die Starter trudelten alle so nach und nach ein. Interessanterweise übereichten auch andere direkt mal eine oder mehrere Tafeln Schokolade. Hm, es scheint mir, man ist mir auf die Schliche gekommen und hat rausgefunden, das ich dieses Event nur veranstalte, um mich für den kommenden Winter mit Schokolade einzudecken 😈
Andi machte sich mit allen Läufern (inklusive Torsten als Begleit-MTB) auf den Weg zum Start. 1,5 km zum warm laufen. Frank und ich packten noch Verpflegung, MTB und die Wechselklamotten der anderen in das Auto und machten uns dann auch auf zum Start.

Am Start- und Zielpunkt gab es eine Streckenbeschreibung. Die umweltfreundlichen und kompostierbaren Papierbänder waren nicht so grell orange wie erwartet und außerdem hatte ich nicht beachtet, dass in einem herbstlichen Mischwald orange auch nicht ganz so dolle auffällt wie erwartet 🙄
Aber eigentlich musste ja nur die erste Runde überstanden werden, danach weiß jeder dann hoffentlich sowieso wo er lang muss.
Jeder durfte so viele oder wenige Runden wie er möchte oder kann laufen. Endlich mal ein Wettkampf wo man erst auf der Strecke entscheiden muss, was man will oder kann. Also nach der ersten Runde war es nicht mehr möglich ein DNF zu erhalten 😀
Es konnte also nur Sieger geben. Weil 7 km schafft ja jeder 🙂

Matze, Andi, Uwe, Elke und Chris, Gabi und Peter und Torsten und Karina

Und dann ging es los! Frank blieb am Auto und wartete auf die Läufer wenn sie das erste mal die Verpflegungsstation durchlaufen sollten, ich machte mich auf den zweiten Teil der Strecke, der um einiges verzweigter war und ich wollte sicherstellen, das alle die richtige Strecke nahmen. Als erstes kamen Uwe und Matze. Matze wusste noch nicht wie weit er laufen wollte, Uwe wollte einen HM laufen. Und Uwe kann alles, nur nicht langsam laufen. Aber einem mehrfachen Infernofinisher intressieren natürlich auch diese lächerlichen HM im Heidenburger Wald nicht wirklich 😆
Dann kam Peter. Dann dauerte es etwas. Dann kam ein Dreier-Team. Gabi und Elke waren einfach frauentypisch clever und hatten sich direkt an Andi gehängt. Weil Andi als „Einheimischer“ ja genau wusste, wo es lang geht 😆
Allerdings wurde mir etwas mulmig als ich die 3 schwatzend durch den Wald laufen sah. Wo war Chris geblieben? 😕
Man versicherte mir, er wäre vorhin noch vor ihnen gelaufen. Aber nun? Ich rannte los durch den Wald. Ich sah quasi schon die Schlagzeile in der Montagsausgabe des Trierischen Volksfreund: „Schweizer Läufer vermisst in den Wäldern des Hunsrück“ 😯
Ich rannte ein bisschen dahin und dorthin und gerade hatte ich mir überlegt, zurück zum Auto zu laufen und das MTB zu nehmen. Das könnte nützlich sein. Aber da kam Chris dann doch 🙂
Puh, er hatte sich verlaufen weil er orange angemalten Baummarkierungen gefolgt war. Fehler bemerkt und korrigiert. Also alles gut 😆
Für Runde zwei wusste er ja jetzt wo er nicht langlaufen darf 😉
Zum zweiten Mal am Tage war ich völlig durchgeschwitzt.
Und dann kam noch freudestrahlend Karina mit GöGa Torsten als Begleitschutz vorbei. Herrlich das Schild am Rad 😆

Man achte auf das Kleingedruckte


Auch Peter verlief sich noch in Runde 1. Und gleich noch mal in Runde 2. So finishte er nach 2 Runden und 16 (statt 14 😀 ) Km seinen Lauf 😆
Und Gabi lief ebenfall 2 Runden (ohne Verlaufen, Frau halt 😉 ) und beide stellten auch gleich den Streckenrekord für ihre Strecke auf 😯
Hach, was strahlt diese Frau…

Als nächster kam der schnelle Uwe ins Ziel. 21 km (3 Runden) ist er geflitzt. Und wieder Streckenrekord ❗ 😆
In der Zwischenzeit kamen die anderen Starter immer wieder an der Verpflegungsstation vorbei. Torsten blieb meistens ein bisschen und half mir beim Kuchen essen 😉 bevor er wieder Karina entgegenfuhr.
Und nach 3 Runden kam auch Karina ins Ziel … und … was soll ich sagen, natürlich auch mit Streckenrekord. 😀
Matze war ziemlich schnell unterwegs und trotz, das er gar keine langen Strecken gelaufen war, beendete er Runde 4 und machte sich mit schweren Beinen auf Runde 5. Aber nach der 1. Hälfte sah er ein, das die Beine mit dem 3fachen der längsten diesjährigen Laufstrecke wohl doch genug hatten. So finishte er nach 32 Km in ganz schön wenig Zeit 😆
Das mit dem Streckenrekord versteht sich von selbst.

Karina bekam den Schlüssel und durfte schon mal zum Duschen und Matze nahm mein MTB zurück weil seine Beine wohl nicht mehr willig waren zu gehen. Aber mit der gelaufenen Geschwindigkeit sei ihm das gegönnt.

5 waren bereits im Ziel und 3 noch auf der Strecke.
Elke und Andi waren die ersten Runden gemeinsam schatzend und lachend durch den Wald gelaufen (mein Einfluss ? 😆 ). Irgendwann hatte sich Andi dann etwas abgesetzt. So kam erst Andi nach 4 Runden (28km) ins Ziel und dann Elke kurz später auf der gleichen Distanz. Mich erstaunte ja wirklich, das Andi 28 km laufen konnte. Weil, obwohl er der Ideengeber dieser Vranstaltung war, so war er doch natürlich überhaupt nicht trainiert. 🙄 Als Trainingsfleiß vergeben wurde, hat Andi gerade geschlafen 😆
Ach so, selbstverständlich liefen beide Streckenrekord. Hammer, ich hatte zum 1. Heidenburger Waldmarathon nur Granaten eingeladen ❗ 😀

Andi und Elke verlassen den Wald um Karina beim Duschen abzulösen. Im Wald zu bleiben ist wegen der herrschenden Temperaturen nicht ratsam. Nun verbleibt noch der internationale Teilnehmer im Rennen. Chris zieht unbeirrt und freundlich seine Runden 🙂
Aber nicht nur Chris und ich sind noch im Wald. Auch das weltbeste Helfer-Team ist noch zugegen.
Torsten hat nicht nur Karina begleitet, er hat an und auf der Strecke auch für gute Stimmung gesorgt.
Dann ist noch Frank da. Er feuert an, weist den Weg und Fotos macht er auch. Leider gibt sein Handy auf (erfroren 😕 ) , aber der Wille zählt. Er leistet mir Gesellschaft während Torsten noch dem Superhelden Chris auf dessen letzter Runde Gesellschaft leistet.
Und nicht zu vergessen Mr. Pinguin, der an der Strecke steht und jeden Läufer anfeuert. Tsss, man hatte doch echt bezweifelt das es Pinguine im Heidenburger Wald gibt 🙄
Tsss, Tsss 😈
Und dann läuft Chris nach 43 km (eigentlich 42, aber er hatte sich ja verlaufen 😉 ) ins Ziel und ist somit der Sieger des 1. Heidenburger Waldmarathon 😎
Und er hat einen neuen Streckenrekord aufgestellt ❗
Yippie Ya Yeah!!! 😀

Chris als Sieger des Marathon wird natürlich vom Shuttle Service zurück gebracht 😆
Dort sitzen wir dann gemütlich vor dem schönen warmen Ofen und verputzen noch eine ganz schön große Menge Kuchen.
Was ein Wochenende 😎
Herrlich! Alles Sieger und Rekordhalter 🙂 .
Keine Sonne, aber lauter Menschen mit sonnigem Gemüt.
Und ein toller Wald. Mich freut es auch total, dass den Läufern die Strecke gefällt 😀
Und nach der 2. Auflage wird auch gefragt. Den Sieger hab ich schon gefragt, ob ich mit ihm dafür werben darf 😆

Ich war Sonntag abend völlig geschafft. Weiß nicht ob es daran lag, das ich an einem Wochenende meine Jahresration Kuchen vertilgt hatte oder einfach daran, das man als Veranstalter doch ganz schön viel zu tun hat an so einem Tag 😉
Aber Montag war ich laufen. Eine Runde bin ich gelaufen. 7 km. Habe die Streckenmarkierungen wieder entfernt. Und dann hab ich mir eine Finishermedaille umgehängt 😆 😆

Überfordert

Eigentlich sollte hier eine ganz andere Überschrift stehen. Aber nachdem ich mich eingeloggt habe, um einen neuen Bericht zu schreiben, sitze ich jetzt hier vor einem neuen Layout. Toll, jetzt brauche ich wieder ein paar Stunden, um mich zurecht zu finden. Helge? Oh mein Gott 😯 Echt jetzt? Ich bin doch völlig überfordert mit so einem Technikkram. Alleine das Ändern der Schriftfarbe hat mich schon fast an den Rand des Wahnsinns gebracht. Ich habe für jetzt einfach auf Entwicklermodus umgeschalten 😆 Da kann man einfach HTML eingeben und das bekomme ich gerade noch so hin. Ich fürchte dieser blöde Editor ist jetzt der Default Editor und wir können das nicht mehr zurückstellen. Kann man das wieder so herstellen, wie es war? Ist ja nicht so, dass ich mir nach vielen Jahren mal ein neues Handy zugelegt habe. Oder besser haben müssen, denn bald gibt es keine Updates mehr bzw. mein Speicher reichte nicht, um eine Softwareaktualisierung vorzunehmen. Nach einer Woche gewöhne ich mich so langsam an das andere neue System und finde die benötigten Apps schon etwas schneller, hihi. Gewohnheitsmensch halt. (Und Karina hat jetzt endlich das gleiche Handy wie ich und kann mir dann hoffentlich endlich die ganzen Funktionen verklickern 😆 ) So jetzt aber zum eigentlichen Thema. Da es kein wirkliches sportliches Ziel dieses Jahr gibt, eröffnet sich die Möglichkeit, ganz entspannt an liegengebliebenen „Baustellen“ zu arbeiten. Ich hatte mich endich von meinem „Kinder“MTB getrennt, habe es in gute Hände abgegeben (mein Töchterchen Kassandra freut sich wie Bolle über das MTB und fährt damit jeden tag zur Arbeit 🙂 ) und bin zum Erwachsenen 29er gewechselt. Schon die ersten Touren haben viel Spass gemacht. Aber dieses Bergabfahren…. irgendwie tatsächlich nicht so meins. Mit dem Rennrad auf der Strasse kein Problem. Aber im Wald so mit Wurzeln, Sand, Schotter. Und plötzlich ereilte mich eine Mail von Coach Jens mit dem Hinweis, dass er ein MTB Einsteiger-Techniktraining anbietet. So habe ich mich sofort angemeldet und Torsten gleich mit 😉 . Obwohl er gefühlt immer eine halbe Stunde vor mir unten ankommt. Er musste mit. Er wollte mit. So standen wir eines Samstags Mittags bei bestem Wetter mit 6 anderen im/am Wald. Zuerst wurden von den Coaches Peter und Jonas unsere Räder überprüft und eingestellt. Die Sattelhöhe wurde verändert, die Bremshebel anders eingestellt und und und. Was manchmal ein paar Millimeter oder Zentimeter ausmachen. Nach diversen Bremsübungen, Achtenfahren, Kurvenfahren und Gleichgewichtsübungen ging es in den Wald, um das Erlernte umzusetzen. Und siehe da, ich war gar nicht mehr so weit hinter Torsten, hihi. Tja, was soll ich sagen, ich meldete mich dann sofort für den Fortgeschrittenenkurs an. Helge und Andi waren schon angemeldet. Und Göga Torsten zog ein paar Tage später nach. Diesmal ging es auch darum Hindernisse zu überfahren. Also kleinere Hindernisse und Treppenstufen. Mit den richtigen Tipps von Jens und Jonas klappte das sogar ziemlich gut. Der Einzige, der sich in eine Hecke ablegte war der Coach, hihi. Bergab kann ich jetzt doch tatsächlich sicherer fahren und aufholen. Die richtigen Trails lasse ich aber nach wie vor lieber links oder rechts liegen und nehme die Pussylane. Torsten wird bergauf immer besser. So gleichen wir uns langsam an.
Interessant war die Vorstellungsrunde mit „Wer seid ihr und warum macht ihr diesen Kurs“. Karinas Aussage war: „Ich möchte irgendwann mal die Trails schneller fahren als Helge“ 😯 Torsten meinte: „ich möchte schneller fahren als meine Frau Karina“. Andi unterlies es zum Glück auch noch eine Kampfansage zu machen 😆
Das Techniktraining war richtig cool 😎

Andi hat uns schon „angedroht“, einmal im Monat mit und MTB zu fahren incl. Techniktraining. Also scheint er sich ziemlich sicher zu sein, dass wir ihm noch nicht davon fahren 😉 . Nein. Quatsch. Es ist sicher sinnvoll immer mal wieder etwas Technik einzubauen. Schliesslich machen wir beim wöchentlichen Bahntraining auch Lauf ABC Übungen und im Schwimmen gibt es bei jedem Training einen Technikblock. Apropo Schwimmen. Am Samstag haben wir das erste Mal ausprobiert, wie es sich um 6:15 Uhr !!!!!!! morgens schwimmt. Ja und ich habe mich extra bei einem der letzten Schwimmen im Freibad beim 400 Test angestrengt, damit ich an Karina’s Schwimmzeit rankam. Weil diese Testzeiten sollten nämlich aussagen, wer auf welchen Bahnen im Stadtbad schwimmen darf. Und mit wem zusammen. Und so habe ich alles gegeben während Karina gebummelt hat 😉 und damit habe ich mir einen sicheren Platz auf der Karina-Bahn verdient :lol:Man muss halt wissen, wofür man seine Energie einsetzt 😀 Ich muss sagen, man hat danach noch viel Tag übrig 🙂 . Ich hole auf dem Heimweg Brötchen, dann wird schön gefrühstückt und man hat immer noch sehr viel Tag übrig. Hihi. Das Schwimmen im Stadtbad Trier ist sagen wir mal speziell. Es gibt immer eine Doppelbahn für 8 Schwimmer mit – keine Ahnung wie es heisst – einer Art Brücke, Durchschwimmbogen…. am Ende jeder Bahn, damit wir auch schön im Kreis schwimmen.

Da heisst es wach sein Samstags Morgens 😉 .
Oh ich liebe den Morgen! Schwimmen um 6:15 Uhr ist einfach nur cool 🙂

Von Core-Quickies, Texas Pässen und Ganzkörperschmerzen

Wer beim Lesen der Überschrift auf schmutzige Gedanken kommt, wird im Folgenden wohl sehr enttäuscht sein. Es geht wie fast immer einfach nur um Sport 😆
Wir waren mal wieder im Schwarzwald. Wieso, wenn wegen Corona im Frühling keine Trainingslager stattfinden, diese nicht einfach mal im Herbst nachholen? Also hat Scherzkeks Helmut uns wieder für 4 Tage in Buggingen im Schwanen eingebucht. Die Wetteraussichten waren eine Woche vorher wohl ziemlich schrecklich, aber es wurde mal wieder bewiesen, dass Wetter genau so ist, wie es ist und sich nicht darum kümmert, was irgendwer vorhersagt 😆

Wir waren diesmal nur eine kleine Gruppe (10). Das tat dem Spaß aber so gar keinen Abbruch. Besonders gefreut hab ich mich, das der Trainer Jens und der frühere Vereinskollege HP mit dabei waren. Jens ist quasi „Schuld“ daran, das ich zum Triathlon gefunden habe und HP hat u.a. in Vorbereitung zu unserer 1. Mitteldistanz richtig tolle Radtouren mit Karina und mir damals gemacht. Mit beiden bin ich schon ewig nicht mehr Rad gefahren 😀

Der Donnerstag fing perfekt an. Zumindest im Nachhinein betrachtet. Die erste Ankündigung von Matze in unserem „Schwarzwald Chat“ für den „Core-Quickie“ vor dem Frühstück kam zu spät bei mir an. Erst war ich ganz traurig, hatte ich mich doch extra mit einer neuen Yogamatte ausgestattet um den von Physiotherapeut Matze angebotenen Krafttrainingseinheiten beizuwohnen. Aber jetzt, also hinterher weiß ich: noch eine dieser Einheiten mehr hätte ich nicht verkraftet 😆

Es gab diesmal nur eine Gruppe. Und einen Einzelfahrer. Uwe (er finished den Inferno auch mal ohne großartige Vorbereitung in 12 Stunden 😯 und ich glaube er weiß gar nicht was „Pause“ bedeutet 😉 ) fuhr Richtung Feldberg.
Alle anderen machten sich unter Scherzkeks Helmut’s Führung auf Richtung Kaiserstuhl. Flache Anreise, kurze aber knackige Hügel und wellige Rückreise. Und natürlich eine Kaffeepause 🙂 . Sehr kurzweilige Ausfahrt: bei bestem Wetter ❗ Zwischendurch schickten wir den Weichflöten, welche auf Grund der Wettervorhersagen nicht mitgereist waren, Bilder von unserer Ausfahrt …. wer uns als Freunde hat, braucht halt keine Feinde 😆
Ansonsten war alles wie immer:

  • Scherzkeks Helmut kannte den Weg und nahm auch mal einen anderen wenn irgendwer anderes meinte vorneweg fahren zu müssen. 😆
  • Gerd und ich schwatzten permanent
  • Andi bildete immer das Schlusslicht. Er weigert sich einfach Windschatten zu fahren und folgt uns lieber im sicheren Abstand 🙄 Nur bergauf machte er seinem neuen schicken schweizer „Steinbock“ Radshirt alle Ehre.
  • Jens und Matze waren einfach unterfordert! Daher fuhren sie zwischendurch Rennen gegen Mopeds oder gegeneinander 😀

Nach 102 km und einem weiteren Kaffee im Hotel, rief Matze zur nächsten Krafteinheit: Bodyweight Training im Radschuppen. Brust/Trizeps Intervalle. Da musste ich mich natürlich melden. Und der immer gut gelaunte Christian meldete sich auch. Andi war entschuldigt, er war noch Laufen. Matze gab die Übungen vor und eine Oberfeldwebel-Stimme ohne jeglichen Charme machte die Zeitansagen: – Noch 30 Sekunden – Bereit machen! – Anfangen!
Das „Gut gemacht!“ am Ende der Session hat der Stimme bestimmt weh getan 😉

Der Freitag fing anders an als der Donnerstag: die Einladung zum „Ganzkörper- Quickie“ um 7:15 Uhr kam schon am Abend. Und ich rief natürlich wieder „Hier“ und so fand ich mich morgens im Radschuppen (wir benannten ihn sinnvollerweise in „Frühschuppen“ um ) ein. Christian war auch dabei. Und so trainierten wir mit Matze Muskelgruppen, die von der Einheit am Abend zuvor noch nicht weh taten. Halleluja, mehr als 100 Kniebeuge, unzählige Liegestütze und andere Anstrengungen.
Noch 30 Sekunden – Bereit machen! – Anfangen!
Nach dem ehrlich verdientem Frühstück ging es auf zur nächsten Tour. Wieder eine Gruppe und ein Einzelfahrer. Diesmal Jens. Er wollte eine lange bergige Tour fahren. Da es doch recht kühl geworden war und eine hohe Regenwahrscheinlichkeit herrschte und ab ca. 16 Uhr böse Unwetterwarnungen angesagt waren, beschlossen wir anderen, die hohen Berge zu meiden. Helmut wollte mit uns zum „Texaspass“. Da war er schon Jahre nicht mehr und die meisten anderen noch nie. Wieder ging es flach Richtung Kaiserstuhl. Und dann über den ersten kleinen Anstieg. Helmut sagte noch am Fuße des Hügels „der Anstieg ist kurz aber biestig“ und er sollte Recht behalten. DJ Gerd, der den ganzen Tag noch so gut wie kein Wort gesprochen hatte, was ein ganz sicheres Zeichen ist, das es ihm nicht gut geht, stöhnte nur ganz ungeniert auf beim Anblick des Anstiegs.
Nach einer kurzen Abfahrt ging es wieder hoch. Der Texaspass! Einfach wunderbar. Herrliche Aussicht. Und wieder Bilder an die Daheimgebliebenen 😆
Wie böse wir doch sind 😈
Und wieder (fast) alles wie immer:

  • Uwe und Matze waren ganz schnell weg nach vorn
  • Christian fand alles toll und hielt noch für Fotos an
  • Ich fuhr mit Helmut und HP und fand einfach alles sooooo schön 🙂
  • Nur Gerd hatte kurzzeitig wenig Spaß, aber Andi und Wolly begleiteten ihn den Berg hinauf

Nach der Abfahrt allerdings blieb uns erstmal der versprochene Kaffee verwehrt. Es gab tatsächlich kein Kaffee und keine Bäckerei. Und so mussten wir dann bis nach Breisach fahren. Es kamen dann auch tatsächlich ein paar Tropen Regen aber die waren harmlos. Nur der kalte Wind zeugte davon, das zumindest die Temperaturvorhersagen zutrafen.
Und dann in Breisach erlebte Uwe seine wohl erste Kaffeepause 😆
Mal sehen, vielleicht wird er noch ein Cappuccinogruppen-Fan 😀
Nach der Pause ging es wie im Flug flach heimwärts. Zum Glück fuhren Uwe und HP freiwillig vorne im kalten Wind. Helden halt! Ruck-Zuck waren wir wieder zurück im Hotel. Und zwar 10 Minuten bevor der Regen einsetzte 😆
Noch ein Held des Tages war Jens. Er fuhr seine bergige 160 km Tour und wurde immer wieder nass. Und auf über 1000 m Höhe wird es richtig kalt. Aber er zog das durch! 🙂

17:30 Uhr gab es wieder: Noch 30 Sekunden – Bereit machen! – Anfangen!
Diesmal für Rücken und „Ärmchen“ und diesmal überzeugten wir Andi und Helmut mitzumachen.
In der folgenden Nacht musste ich bei jeder Bewegung die Zähne zusammenbeißen um nicht laut aufzustöhnen vor lauter Muskelschmerzen 😕

Die Einladung zum „Quickie am Morgen im Frühschuppen“ kam wieder am Abend. Und da es den ganzen Samstag ja regnen sollte und ich meine schmerzenden Glieder eigentlich gar nicht mehr bewegen musste, dachte ich mir: Ok, dann kannste auch nochmal zum Frühschuppen!
Was eine Fehleinschätzung der Situation! 🙄
😈
Ich fand mich also 7:10 Uhr im Schuppen zu „Noch 30 Sekunden – Bereit machen! – Anfangen!“ und diesmal rückten wir Bauch und unterem Rücken auf die Pelle. Wieder dabei Christian. Er scheint ähnlich masochistisch veranlagt wie ich. Und Matze natürlich. Der Schuppen-Meister!

Nun kam es das der Regen nicht kam. Wie blöd. Gesund sein, kein Regen, Fahrräder dabei und im Bett bleiben geht gar nicht. Da fehlt dann einfach die Ausrede. Helmut und der Rest der Bande wollten laufen. Jens wollte mit seinem Gravelbike eine lockere Tour durch die Botanik machen und ich dachte mir, dann fahr ich halt mit. Ich hatte ja mein MTB auch dabei und etwas lockere Bewegung tut meinen schmerzenden Muskeln sicherlich gut.
Soviel zur Theorie. Die Praxis sah dann so aus, das ich mich ganz schön anstrengen musste, um an Jens dran zubleiben 😆 Am Anfang wollte ich noch bei jedem noch so kleinen Anstieg jammern, aber irgendwie gaben meine Muskeln irgendwann auf sich zu wehren 😈
Es war ne echt coole Ausfahrt. Nur 27 km und 600 HM, aber mit dem MTB lernt man ganz andere Ecken kennen. Und Jens hatte hinterher sicherlich Ohrenbluten (aber er ist beim langsam Fahren kein einziges Mal umgekippt) 😆

Am Nachmittag kam dann doch der Regen. Hammer das der so lange gewartet hatte bis wir alle unsere sportlichen Unternehmungen durch hatten. Wir machten noch eine Touri- Tour durch Staufen und ich jaulte immer wieder auf wenn irgendwer mich auch nur kurz berührte. Ich hatte aber sowas von Ganzkörperschmerzen 😀
Und Christian auch.

Am Abend machte ich dann den Fehler schlechthin: Ich fragte Matze, was denn morgen für ein Quickie auf seinem Plan stehen würde 🙄
Also … eigentlich wollte er Sonntag früh nichts machen, aber wenn ich doch so interessiert bin …. 😛
Gut, Christian ließ sich nicht lumpen und so trafen wir 3 uns am Sonntag morgen 7:00 Uhr draußen vor dem Hotel. Zum „munteren Wechsel von Laufen und Krafttraining“ . 5 min Laufen ( 2,5 min hin und dann wieder zurück) und dann „Tanzen an der Eisenstange“  oder endlos Ausfallschritte oder Liegestütze mit Strecksprüngen …. und eben so was. Dazwischen immer wieder 5 Min Laufen. Was ein Spaß! Zumindest für die vorbeifahrenden Autofahrer. Ein Königreich für deren Gedanken 😆
50 Minuten später hatten wir mal wieder das Frühhstück aber sowas von verdient 😎
Und nach einem tollen Gruppenfoto ging es an die Heimreise.

Schön war es im Schwarzwald. Tolle Gruppe, tolles Essen, tolle Touren und toller Frühshuppen (Danke an Matze für 5 mega Krafttrainingseinheiten)  😀
Ich finde Christian und ich haben einen Orden der Tapferkeit verdient. Wir haben jede Krafttrainingseinheit durchgezogen. Und nur ganz selten haben wir wirklich gejammert. Andi und Helmut waren gerade mal bei einer Einheit dabei. Alle anderen gar nicht 🙄
Na gut, und Matze natürlich. Aber der hat noch nicht mal geschwitzt dabei 😉