Es läuft aber rollt nicht

Ich befinde mich nun wieder mitten im Training. Und meine neue Uhr zeigt, was sie kann. Und natürlich auch, was ich kann. Oder eben auch nicht. 🙄
Im Moment läuft es. Aber das ist auch schon alles. 😆 Also ich laufe und laufe und es fühlt sich ganz gut an. Leicht und meistens ganz locker und auch wenn der Trainer Tempotraining verordnet, fühlt es sich recht gut an. Und meine Uhr bestätigt mir das auch ständig. Wenn ich allerdings aufs Fahrrad steige, dann sieht die Welt ganz anders aus. Auf dem MTB fühlte ich mich meistens wie eine fette, faule und lahme Ente. 😯
Und die Zeiten und Strecken bestätigen das dann auch noch. Realität bestätigt also Gefühl. Auweia! Vorletzte Woche habe ich dann dem Trainer bei meiner wöchentlichen Rückmeldung mein Herz ausgeschüttet. Weil, es ist ja noch früh im Jahr, aber … ja, jetzt kommt das große ABER: schon am 17.März steht der erste mehr oder weniger große Wettkampf an und blöderweise hat der so ziemlich alles mit MTB Fahren zu tun 😕  😦 .
Und nach einer Samstags Nachmittag Tour auf der Wettkampfstrecke habe ich also dem Trainer gemeldet, das ich nicht Radfahren kann. Es ist, als hätte ich es gerade erst gelernt. Meine Beine wissen irgendwie einfach nicht was sie tun sollen. Und wenn sie es dann rausgefunden haben, dann sind die schon so kaputt, das es eh nicht mehr geht 😯
Ich weine jedem einzelnen NICHT gefahrenem KM vom letzten Jahr hinterher ❗
Aber der Trainer hat mich getröstet. Er hat mich nicht zum Donnertrommel geschickt, obwohl angesichts meiner Leistungen auf dem MTB das durchaus eine Option gewesen wäre. 😆
„Keine Panik“ hat er gesagt. „Das wird!“. „Wir arbeiten jetzt verstärkt auf dem Rad!“.
Na der Trainer hat einen Optimismus! Er sieht ja wöchentlich was ich so treibe, wie lange ich für Strecken brauche und so. Ich als Trainer hätte mir wahrscheinlich längst eine Mitgliedschaft im Schach-Club geschenkt. Oder im Angelverein. Irgendwo halt, wo man nicht Radfahren können muss.
Aber der Trainer glaubt wir bekommen das hin mit dem Fokus auf Radfahren 🙄
Das musste dann allerdings auch erstmal verschoben werden, weil der Herr Schwiegerpapa 80. Geburtstag feierte und Andi und ich erstmal eine 4 Tages-Reise in die Hauptstadt unternahmen. Schon wieder Berlin 😐 . Aber nicht so schlimm, weil Andi ja dabei war und weil wir uns auch eher am Rande der Stadt aufhielten. Das Hotel war nur knapp 1,5 km vom Naturpark Adlershof-Johannistal. Und dort kann man laufender Weise ganz ohne Autos und Lärm seine Runden drehen. Und dank des wunderbaren Regen-Sturm-Mist-Wetters trifft man noch nicht mal viele Menschen 😀 . Man muss halt auch mal Glück haben 😆
So konnte ich an 3 Tagen 39 km laufen. Das ist mega viel für mich. Aber es läuft eben. 1 Nüchternlauf, 1 Tempotraining bei dem ich den süßen Hund Strolchi (der hieß eigentlich anders, aber da ich erst den Hund und erst später das Herrchen kennenlernte, taufte ich ihn Strolchi) traf, der mich mehrere Runden begleitete, weil ich ihm wohl sympatisch war. Und dann Sonntags 18 km locker. Die wirklich locker waren und schneller als sonst, weil flach. Bei strömenden Regen und böigen Wind. Das Grau des Tages nur wenige Nuancen heller als das Schwarz der Nacht. Aber egal, fast niemand unterwegs. Und außer das es sehr ungewohnt für mich ist, so ewig nur flach zu laufen, waren es wirklich schöne Läufe. 🙂

Ohne Dreck geht es nicht mehr

Zurück nun in der Heimat macht der Trainer ernst und im Trainingsplan steht viel Rad. Und ich habe nun auch endlich mal die Rolle aufgebaut. Nur für den Notfall. Ich hasse es wirklich auf diesem Ding zu sitzen und vor mich hin zu schwitzen, aber manchmal ist es halt doch etwas einfacher, besondern, wenn es eisig kalt ist oder in Strömen regnet. Außerdem ist da immer noch die Triologie von „Der Herr der Ringe“ auf dem großen Fernseher zu gucken. Bisher hatten wir nur so eine Camping-Version eines Fernseh Gerätes. Aber allein schon wegen der  Schlacht um Helms Klamm musste ein großer Fernseher sein 😆
Aber im Moment ist das Wetter noch so, das man problemlos durch den Wald düsen kann mit dem Rad. Naja, vielleicht hat meine Geschwindigkeit wenig mit Düsen zu tun, aber es reicht um den Matsch in alle Richtungen spritzen zu lassen 😆 . Herrlich! Unbezahlbar! Das Schlingern durch den Schlamm, den Kampf das Rad irgendwie wieder aus der Matschwiese herauszubekommen und den Dreck zwischen den Zähnen kann keine Rolle der Welt imitieren 😀

Und so nach 2 Stunden Schlammschlacht fällt mir doch auf, das es sich ganz gut anfühlt 😯 . Sollten meine Beine sich denn jetzt doch so langsam erinnern wie man ein Rad vorwärts bekommt 😕
Na mal sehen, wie das die nächste Zeit so weiter geht. Aber vielleicht gibt es ja Hoffnung.
Beim Schwimmen übrigens „läuft“ es bei mir auch nicht. Das liegt aber daran, das ich diese Sportart total vernachlässige. Und wenn ich dann doch mal wieder Schwimmen gehe, so wie heute Abend mit Karina, dann fühle ich mich auch wie eine fette, faule und lahme Ente. Der Unterschied zum Radfahren ist halt nur: Enten können schwimmen! Egal wie fett, faul und lahm! 😆

Mission completed

Na, das hat ja super geklappt mit dem Bericht vor dem Wochenende…. Aber ich habe jede Menge Entschuldigungen ;-). Aber jetzt zu dem kleinen „Projekt“. Als wir 2017 beim Silvesterlauf in Trier zugeschaut und angefeuert haben, trafen wir eine liebe Freundin – Tine. Sie und Torsten waren zusammen in der Berufsschule. Seitdem kenne ich sie, also gefühlt mein ganzes Leben. Kennt ihr das, man sieht sich nur ein- oder zweimal im Jahr und wenn man sich trifft ist es so, als ob man ständig zusammenhängt? Also Tine stand da so bei uns und schaute zu. Beim Volkslauf der Frauen sagte sie auf einmal, dass sie das doch schaffen müsste. Sie war so begeistert von der Stimmung und den meist strahlenden Läuferinnen. Na, da war sie ja bei mir gleich an der richtigen Stelle – so Aussagen höre ich egal wie laut es ist :-). Ich bot ihr an, mit ihr zu trainieren und den Silvesterlauf mit ihr gemeinsam zu laufen. Sie schlug ein und Torsten war Zeuge.

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Kommt Jahr, kommt Zeit oder so….

Allen unseren Lesern ein wundervolles und tolles neues Jahr. Mögen alle eure Wünsche und Träume in Erfüllung gehen.

2018 war für mich, wie auch für Helge eine Art Ruhejahr. Für mich noch mehr als für Helge ;-). Ein paar gesundheitliche Problemchen „zwangen“ mich, etwas ruhiger zu machen als ursprünglich geplant. Das schlechte Gewissen hielt sich aber total in Grenzen. Genug andere Sachen zu tun hatte ich allemal. Wie Helge schon angedeutet hatte, nimmt die sportliche Bogensportkarriere unserer Tochter Fahrt auf. Im September gewann sie den Sichtungswettkampf des Rheinischen Schützenbundes und wurde in den Landeskader Rheinland berufen.

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