Es ist einfach zu heiß für

ausführliche Berichte. Deshalb gibt es „nur“ Bilder vom Wochenende :-).

Männer !!!

Ach ja: Also, falls einer zu alledem was sagen will, seid darüber informiert, das die Daten, die ihr eingebt, gespeichert werden. Wer das nicht möchte, der sagt halt nix. Ganz einfach 🙂

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Beweismittel

Immer muss ich mir anhören, ich würde nicht alles geben im Wettkampf. Wer noch lacht, redet und nicht ein schmerzverzertes Gesicht macht, der kann noch schneller. 😐
Also zuerst mal: Lachen geht immer. Ansonsten, wenn ich beim Sport nicht mehr lachen könnte, dann würde ich ihn lassen. Macht dann ja keinen Spaß.
Gestern war Sprintdistanz in Worms. Ich war da als Einzelstarterin gemeldet. Karina war für die Mannschaft gemeldet und so wollten wir mal wieder beim Triathlon gemeinsam am Start stehen. Leider fiel Karina krankheitsbedingt aus. 😦
Ich übernahm Ihren Mannschaftsstartplatz. Dann fiel eine weitere Starterin aus. Uff, und keiner mehr da. Wir also nur zu dritt am Start und 3 müssen ins Ziel, sonst wird es nix mit der Mannschaftswertung. Was ein Druck schon wieder 😯
Die beiden super schnellen anderen Mädels sind ganz vorne in der Ligawertung und unsere Mannschaft liegt auch so ziemlich ganz vorn. Da muss man als Helge eben mal die Bremsen lösen, damit man nicht alles versaut. 😀
Und da dachte ich, wenn ich mich schon beeilen muss, dann kann ich das dann gleich mal mit meinem tollen Pulsmesser aufzeichnen und Dokumentieren und dann hab ich endlich mal den Beweis für meinen Fleiß.
Gesagt getan. Und der Rest ist schnell erzählt:

  • Beim Schwimmen war Neo Verbot. Genial. Das bedeutet ein gerechter Wettkampf. Die schlechten Schwimmer schwimmen langsam weil sie keinen Neo haben, der ihre Wasserlage korrigiert 😆 . Ich liebe es. Ich bin für meine Verhältnisse rekordverdächtig schnell geschwommen. 750 m in 14:32 im Freiwasser ist der Hammer für mich. Und es war sooooo schön 🙂
  • Beim Radfahren (22km) hab ich es mal richtig krachen lassen (flache Strecke mit gefühlt 1000 90 und mehr Grad Kurven) und habe meine Beine ganz schön zum Brennen gebracht (mal wieder 🙄 ). Hat richtig Spaß gemacht.
  • Beim Laufen habe ich die Geschwindigkeit nur gedrosselt, wenn es von der Fußgängerbrücke, die man 4 mal überqueren musste, kurz bergab ging, weil da habe ich das Andenken an Österreich noch gemerkt. Ansonsten bin ich gerannt, so schnell ich konnte. Ich bin nach 23:58 über die Ziellinie, laut meine Uhr war die Strecke 4.96 km lang. Es war die reinste Freude, trotz Schnappatmung.
  • Gesamt habe ich 1:16:05 gebraucht, und ich hatte richtig Spaß und ich konnte die ganze Zeit lachen und mit unseren Männern, die schon fertig waren und zum Anfeuern an der Strecke standen, reden.

Und wer jetzt denkt (so wie meine Vereinskameraden an der Strecke, die meinten ich sähe viel zu locker aus), ich hätte nicht alles gegeben, dem kann ich jetzt beweisen, das es nicht stimmt 😆

Die blauen Punkte auf der roten Linie bedeuten folgendes:

  • bis 1. Punkt ins Wasser gehen und Einschwimmen
  • 1. Punkt ist Start. Erst mal abwarten, 85 Frauen am Start ist Gedrängel, da halte ich mich besser raus. Da sieht der Puls tatsächlich noch etwas chillig aus 😆
  • 2. Punkt – raus aus dem Wasser und so schnell es geht in die Wechselzone zum Rad und los.
  • 3. Punkt: 2. Wechselzone. In die Laufschuhe und ab
  • 4. Punkt: Ziel. Danach geht es steil bergab. Also mit dem Puls 😀

Beim Laufen hatte ich einen Durchschnittspuls von 91%. 😯
Und jetzt sage mal noch einer, ich würde hier nur Spaß machen. 😆

Und zu guter Letzt: als Mannschaft haben wir den 2. Platz gemacht.
Trotz Spaß, trotz Reden und trotz Lachen volle Leistung.
So, jetzt wisst ihr es 😆

So schööööön

Das Leben ist einfach wunderbar.
Das man Laufen kann/darf ist ansich ja schon großartig. Wenn man das dann aber noch zusammen mit der lieben Doris machen kann und inmitten einer wunderschönen Landschaft ( oh man haben die viel Gegend in Österreich 😯 ), dann grenzt das ganze ja an unglaubliches Glück.
Als ich auf der Suche nach einem Marathon war, hatte Doris mir vom Mozart100 erzählt. Der Andi wollte eh einen Ultra laufen, da bot sich das an. Und so folgten wir der Einladung von Doris und machten uns letzten Freitag auf nach Österreich.
Ich hab inzwischen ja alle Marathonpläne vorerst über den Haufen geworfen und Andi hat auf Grund von Verletzungen und anderen außerplanmäßigen Dingen noch keine Ultra Form, also waren wir alle für den Mozart Light gemeldet. 31 km und ein 1150 HM.
Direkt nach der Ankunft am Freitag ging es erstmal ab AN und IN den Wallersee. So ein See direkt vor der Haustür ist schon der Hammer. Nachdem wir uns ordentlich darüber schlapp gelacht hatten, das Doris und ich nun beide mit dem gleichen Badeanzug am See standen, folgten wir Andi ins Wasser. Nicht schwimmen sondern baden war die Devise. Meine Versuche Andi unter Wasser zu tauchen mißglückten gründlich und endeten nur mit jeder Menge geschlucktem Wasser meinerseits 🙄
Ich kann zwar schneller schwimmen als er, aber das wars dann auch schon.

Am Wallersee

Abends kochten wir dann zusammen was Leckeres.
Morgens nach dem Frühstück ging es auf nach Salzburg. Tolle Stadt. Zumindest morgens früh wenn noch alles leer ist 😆
Ein wirklich sehr spezieller Busfahrer brachte uns dann zum Fuschlsee, wo der Start der 31 km sein sollte. Dort trafen wir dann auch auf jede Menge Vereinskollegen von Doris und deren Lieblingsschwester.
Doris und ich wollten die 31 km zusammen angehen. Andi schickten wir vor. Doris versicherte mir zwar, das sie eventuell nicht ankommen würde und ich auch einfach laufen könnte, aber da es keine zeitliche Beschränkung gab (jedenfalls keine ernstzunehmenden) und keinerlei Ambitionen meinerseits, wollte ich lieber die Strecke mit Doris genießen.
Und die Strecke war auch tatsächlich ein Genuß. Trails entlang des Sees mit ständigem Auf und Ab (da hüpft auch mein Herz vor Freude auf und ab) und über grüne Wiesen und durch Wälder. Manchmal ganz schön steil hoch und noch steiler wieder runter, aber einfach traumhaft. Und die Zeit verging wie im Flug. Und schon kamen wir zur ersten Labestation (ich hatte ja vergeblich in der Ausschreibung nach Verpflegungsstellen gesucht 😆 ). Ich habe reichlich gegessen und getrunken, ich fing schon an mir Gedanken zu machen, ob das nach 10 km nicht etwas übertrieben ist. Aber da es nur 2 von diesen Labestationen gab und ich nichts weiter als ein paar Gummibärchen und ein 150ml Flächchen Wasser dabei hatte, war es gar nicht so falsch, einfach genügend Energie zu tanken. Weil der Spaß fing ja erst richtig an.

Eigentlich wollten wir hier völlig fertig aussehen … damit uns mal jemand glaubt, das wir uns anstrengen

Doris kannte ja die Strecke. Zumindest den Teil, der im letzten Drittel kommen sollte. Und sie fing auch zumnehmend an sich darüber Gedanken zu machen. Ich, die ich keine Ahnung hatte, habe ihre Sorgen erst viel später verstanden 🙄

Zauberhafte Landschaft

Die zweiten 10 Km verliefen irgendwann nicht mehr ganz so locker (obwohl wir jede Menge Spaß zwischendurch hatten) und so kamen wir zu dem Punkt, wo Doris aussteigen wollte. Nach einem kurzen Verschnaufpäuschen, trennten sich unsere Wege. Doris wollte zurück zur Straße, ich den Berg hinauf.
Jetzt war ich also allein unterwegs. Aber zum Glück ja noch ganz viele andere. Und so suchte ich mir halt neue Gesprächspartner. 😆
An der zweiten Labestation meldete ich Doris ab (zum Glück kannte ich ihren Namen, die Startnummer hatte ich echt schon wieder vergessen 🙄 )
Ich traf dort auch auf zwei wirklich liebenswerte Vereinskollegen von Doris und wir hielten noch einen ziemlich langen Plausch über vergangene und zukünftige sportliche Ziele. Und nach reichlich Verpflegung ging es weiter. Jetzt ging es immer rauf, rauf, rauf … wunderbar, dieses Gekraxel liegt mir ja voll. Da hab ich richtig Spaß bei. Aber leider leider ist man irgendwann oben. Und leider leider hatte ich kein Handy für Fotos dabei. Und leider leider hatte ich mir vorher nicht das Profil angesehen. Weil was dann kam, wäre ein Grund gewesen sich ein Taxi nach oben auf den Berg zu bestellen und heim zu fahren 😆
Himmel hilf, da ging es runter. 😯

Warum hatte ich mir das nicht mal vorher angesehen

Mir war schlagartig klar, warum Doris mehrfach Bedenken wegen dieses Abstiegs geäußert hatte. Über viele KM ging es gaaaaanz weit runter. Ich bin mir sicher, wir waren hunderte Meter unter 0. Ganz sicher! 😐
Steil und technisch zum Teil sehr anspruchsvoll. Schlimm waren die 600 großen Stufen am Stück, wo man große Schritte machen musste um die nächste zu erreichen. Oder auch die mit Geröll befüllte schmale Rinne, die einfach wie ein Sturzbach nach unten führte. Und das hörte nicht auf. 😕

Immer runter. Es sieht nur so aus als ob ich lache, ich glaube ich heulte 🙂

Aber lustig wars trotzdem. Das lag auch an den vielen Gesprächen, die man so auf einer bergab Passage führen kann. Zum Teil mit Leuten, die einfach so an einem vorbei geflogen kommen und wie eine Feder ins Tal springen (die haben doch zusätzliche Gene für sowas oder? ) und auf der anderen Seite mit Leuten, die aller Illusion beraubt völlig zerstört im Wald sitzen und sich weigern auch nur einen Schritt weiter abwärts zu gehen 😆
Mir, die ich mit einer bergab-lauf-Schwäche (oder ist es eher totale Talentfreiheit? ) gesegnet bin, taten schon auf halber Höhe so dermaßen die Oberschenkel weh, das ich wusste, das wird im Nachgang ganz ganz schlimm, aber da ich ansonsten super gut drauf war, lief ich einfach munter weiter. Was kümmern mich heute die Schmerzen von morgen 😀
Und auch der längste Abstieg hat mal ein Ende und dann lief ich irgendwann ganz erleichter und völlig unbeschwert durch die Straßen von Salzburg. Ich hatte quasi das Ziel schon vor Augen. Und da plötzlich eine 3. Labestation. Hm, die hatten wir irgendwie nicht auf dem Plan gesehen. Aber egal, ist ja nett so kurz vor dem Ziel. Der sehr freundliche Helfer dort wollte mir meine kleine Flasche auffüllen und in der Zeit könnte ich schon mal eine Cola trinken wie er meinte. Ähm… naja, Cola mag ich nicht, und außerdem, so 2 1/2 Km vor dem Ziel brauch ich die doch jetzt auch nicht mehr. Oder? Da teilte mir der nette Helfer in einer sehr motivierenden Art mit, das es tatsächlich keine 3 Km mehr sind. ABER!!! Zwischen mir und dem Ziel liegt ja noch der Kapuzinerberg.
Der was? Berg? Echt jetzt? Muss ich dann etwa auch wieder runter? Tja, Angst machte mir nicht der Berg ansich, nur das Wissen, das das Ziel in der Stadt lag in der ich mich gerade befand  und dem Anstieg demzufolge ein erneuter ABSTIEG folgen musste 😯
Ja sind die denn des Wahnsinns fette Beute?
Also doch her mit der Cola und am besten esse ich gleich noch ein paar meiner Gummibärchen. Und dann weiter. Ab in den Wald und wieder rauf, rauf, rauf … Zum bestimmt 3. Male überholte ich einen ziemlich großgewachsenen Läufer. Immer grüßten wir uns freundlich. Dieses Mal sagte er nur ziemlich frustriert: „Das Hoch macht dir echt Spaß oder?“
Japp! 😆
Als es bergab ging und ich mir sicher war, das JEDER im Wald die Schreie meiner Beine hören konnte, kam der Scherzkeks wieder an mir vorbei. Worauf ich nur verlauten lies: „Das Runter macht DIR Spaß, oder?“
„Und wie!“ 😆
Schließlich kam ich unten an (nachdem es nochmal 1000e Treppen abwärts ging 🙄 ) und ich musste nur noch ein paar 100 Meter durch die Innenstadt (die nun ganz und gar nicht mehr leer war) und dann war es auch schon da: das Ziel.

Geschafft!

So ein kühles Radler nach dem Lauf ist einfach herrlich

Doris war natürlich auch schon da und Andi sowieso. Viele Läufer beklagten die Hitze des Tages, aber ich hab die irgendwie gar nicht gemerkt. Vielleicht, weil ich gar keine Zeit dazu hatte, ich musste ja die ganze Zeit die Gegend bestaunen.
Den Abend verbrachten wir dann bei der Lieblingsschwester und ihrer Familie (Absolut verständlich, das es die Lieblingsschwester ist, man muss sie einfach lieb haben 🙂 ) und die Hündin Chaya durfte ich endlich auch kennenlernen. Und Pläne für die nächsten Schandtaten wurden auch geschmiedet, das muss ich nur erstmal Karina beibringen, das geht nicht ohne sie 😆
Am nächsten Tag mussten wir leider schon wieder zurück. Noch mal einen kurzen Dreh durch den Wallersee (oh ich möchte so gern so einen See hier bei mir haben, das ist soooooo schön ) und dann ging es relativ entspannt zurück.

Der Mann hat nur Blödsinn im Kopf

Eine kurzer Gesprächsfetzen von der Rückfahrt:
Andi: Schatz, was schenkst du mir denn zum Hochzeitstag?
Ich – leicht schockiert: Oh, haben wir heute Hochzeitstag? Heute ist doch der ….
Andi: Ja, der 17. Juni. Wir haben heute unseren 29. Hochzeitstag.
Ich – im Versuch abzulenken: Was schenkst du mir denn?
Andi: Meine Anwesenheit.
😆 😆 😆
Aus Österreich habe ich mir ein Andenken mitgebracht: Die Schmerzen in den Beinen gehen jetzt erst zurück. Ich konnte bis Mittwoch kaum Treppen nach unten laufen.
Halleluja, das Leben ist einfach wunderbar. 😆
P.S.
Doris, es war toll bei dir. Liebe Grüße an alle, die wir nun kennen. Besonders an die Lieblingsschwester + Family. Vielen lieben Dank für eure Gastfreundschaft 🙂