Dafür sind wir schön

Und wieder Wettkampf. Der Trainer kennt mich ganz gut. Er weiß, Wettkampf ist die einzige Möglichkeit mich mal so richtig zu fordern. Und außerdem war wieder Liga Mannschaft Start und mit den Mädels starten macht ja grad 3 mal so viel Spaß (100 x 3 = 300% Spaß – ganz einfache Rechnung. Dafür muss ich noch nicht mal den Computer anmachen 🙄 )
Die letzte Woche habe ich mittel viel trainiert. Eher ruhig, weil die 3 Hammer Wochen folgen jetzt. Es bleiben ja nur noch 6 Wochen 😯
Samstag habe ich nach dem Schwimmen noch eine schöne MTB Tour mit Bergziege Frank gemacht. Wir sollten locker rollen. Das haben wir ziemlich flott gemacht. Da ist ganz schön was an KM und HM zusammen gekommen was wir da so locker errollt haben 😆
Eindeutiger Beweis das wir beide fit bis in die Haarspitzen sind. Im Moment jedenfalls.
Sonntag dann mit dem Mannschaftsbus nach Worms. Zuerst startete unsere Mastersmannschaft. Dort darf man starten, wenn man mindestens 40 Jahre alt ist. Also Männer im besten Alter 😆
Bergziege Frank drohte mir Prügel an, für den Fall, das ich schneller im Ziel bin als er. Und die Chancen standen ja nicht schlecht für mich. Schwimmen ohne Neo und flache aber unruhige Radstrecke (ständiger Richtungswechsel) 😆 Nicht einfach für eine Bergziege mit mäßigem Schwimmtalent. Nur um klarzustellen: Ich habe mäßiges Lauftalent und würde liebend gern mit Frank tauschen. Er läuft wie der Blitz. Aber 5 km könnten eventuell zu kurz sein zum Aufholen.
Wir Mädels waren 1 Stunde später dran. Kalt war es Sonntag plötzlich eh schon (Samstag beim MTB fahren war es noch ziemlich heiß) und pünktlich zum Start setzte noch der Regen ein. Aber das Leben ist ja bekanntlich kein Ponyhof …
Das Ziel war klar die Verteidigung unseres Gesamt 3. Platzes in der Liga. Und es zählt jede Platzierung, also quasi jede Starterin aus einer anderen Mannschaft, die man hinter sich lässt, ist ein Gewinn 😆
Und wir haben das natürlich geschafft. Leistungsträger bei uns ist eindeutig unsere kleine mega schnelle Sara, aber Judith, Sabrina und ich waren auch ganz schön schnell und  haben unseren Beitrag zum Mannschaftsergebnis geleistet.  Ich bin geschwommen wie ein Pinguin(naja, zumindest hat es sich so angefühlt, ich kann natürlich mit der Geschwindigkeit eines echten Pinguins nicht mithalten 🙄 ), geradelt wie Helge ( 😀 ) und gelaufen … ja gelaufen bin ich irgendwie ziemlich schnell, zumindest für Helge-Verhältnisse, immer angetrieben von Team-Kollegin Sabrina und dabei hab ich glatt mal eine neue 5er Bestzeit (23:12) hingelegt 😯
Ja und Bergziege Frank hat mich dann doch verprügelt ❗
😆 Nein, hat er natürlich nicht, er ist ja ein ganz friedlicher Mensch.

Keiner will uns glauben, das das NACH dem Wettkampf ist 🙂

Beim anschließendem Duschen haben wir Mädels dann wieder jedes Klischee erfüllt: Frauen quasseln ununterbrochen (auch beim Duschen), Frauen brauchen ewig im Bad und so weiter. Und hinterher haben wir noch unsere ganz schnellen Jungs von der 1.RTV Liga angefeuert. Und uns fiel auf, das wir schon dachten, wir wären schnell, aber mit denen könnten wir ganz einfach nicht mithalten 😐
Unglaublich. Aber die Erklärung folgte schnell und hat alles relativiert: Die Jungs sind jung und schnell. Aber wir… wir sind dafür schön 😆
Man kann ja nicht alles haben 😉

Nach der Rückkehr waren Andi, Frank und ich noch bei Karina und dem zweitbesten GöGa und weltbesten Grillmeister Torsten zum Grillen eingeladen. Deshalb musste ich die 90 Minuten Radfahren, die der Plan vorgeschrieben hatte, ausfallen lassen 😳
Aber manchmal muss man Prioritäten setzen. Und so ein Grillen nach einem Wettkampf ist einfach himmlich 🙂

Wochenplan an einem einzigen Tag abgehakt

Das habe ich zumindest, was die Wochen-Schwimmkilometer angeht :-). Letzten Samstag Morgen kam eine Anfrage von den Konzer Schwimmern, ob ich beim 24h Schwimmen für eine erkrankte Schwimmerin einspringen könne. Klar konnte ich. Es ging ja schliesslich um Schwimmen ;-). Das Event ging von Samstag 12 Uhr bis Sonntag 12 Uhr. Den Sonntag hatte ich schon Julia versprochen. Sie wollte zum Kinderflohmarkt ( Kinder zu verkaufen ist dort allerdings nicht erlaubt )  und ihren Krimskrams der vergangenen Kindertage zu verkaufen. Dieser Flohmarkt wird vom örtlichen Zeitungsverlag „Volksfreund“ für Kinder veranstaltet und kostet keine Standgebühren. Das Geld ist für Julias Aufenthalt in Korea nächstes Jahr bestimmt. Natürlich lässt man als liebende Eltern das Kind nicht alleine bei 38 Grad dort stehen, sondern beobachtet von einem schattigen Plätzchen aus mit einem Getränk in der Hand das Treiben ;-). Schliesslich musste ich mich noch vom Samstag erholen :-). Das Schwimmen am Tag davor war cool. Das Wasser jetzt nicht so sehr, aber es war trotzdem erfrischend. Ich bin 3x 1h und einmal 1,5h geschwommen. Nein, das ist nicht furchtbar langweilig. Da es kein Wettkampf im eigentlichen Sinne war und es sich um ein 50m Becken handelte, wo meist nur 4-5 Schwimmer pro Bahn unterwegs waren, schwamm es sich recht entspannt. Ich genoss es einfach so vor mich hin zu schwimmen, den Gedanken nachzuhängen usw. Da die Sonne schön brutzelte, schwamm ich meist eine Bahn Kraul und eine Bahn Rücken, damit ich von allen Seiten schön gleichmäßig gebräunt werde. Andererseits bekommt man mit Lichtschutzfaktor 50  nicht so viel Farbe, allerdings auch keinen Sonnenbrand :-), was glaube ich wichtiger ist. Am Ende hatte ich genau 13km auf der Uhr. Das musste für den Tag reichen. Das reicht sogar für die nächsten 2 Wochen ;-). Bis Sonntag schwamm unser Team ( bestehend aus maximal 10 Startern ) 126,4km.

Das Konzer Team. So schnell konnte dann doch keine Badeanzug personalisiert werden :-).

Ich weiss nicht, ob es an den Pausen dazwische lag, aber ich hatte keinerlei Nachwehen. Weder taten mir die Arme noch die Schultern weh. Das Einzige, was zurückgeblieben ist: ein schöner Farbunterschied auf der Stirn. Sieht aus, als hätte ich noch die Badekappe an. Helge konnte übrigens nicht mitschwimmen, da keine orangenen Kappen vorgesehen waren…

4,8 Kilo, ein PC Bus und andere Kuriositäten

Freitags morgen um viertel vor 9 stehe ich mit Brötchen an Karina’s Tür. Aber bevor wir frühstücken, geht es erstmal Laufen. Brötchen muss man sich verdienen 😆 Muss ich nicht. Deshalb esse ich schon mal eins vor dem Lauf.
Nach Lauf, Dusche und Frühstück sitzen wir dann im Auto und fahren Richtung Köln. Es ist ja mal wieder Zeit für Abenteuer. Schließlich könnte es sonst langweilig werden 🙄 Man könnte sagen, unser alljährliches Frauenwochenende steht an. Wenn es nicht Freitag wäre und wir das erst zum zweiten Mal machen. Ähm, natürlich ein gemeinsames Wochenende ohne gemeinsamen Wettkampf gemeint.

4,8 Kilo
Station 1 ist ein Radladen. Dort wartet es nun schon eine kleine Ewigkeit. Mein neues Rennrad. Nicht, das ich es nicht haben wollte, ich hatte einfach bisher keine Zeit. Und trainieren sollte ich ja eh mit dem alten Rad. Warum? Na ganz einfach weil es viel anstrengender ist 12,2 Kg den Berg hochzustrampeln als 7,4 kg. Ja, ganze 4,8 kg ist das neue Rad leichter 😯
Leider gab es das Rad nur in Orange. Aber manchmal muss man halt Abstriche machen 😆 Bin gespannt, wieviele Kommentare es geben wird, weil auf dem Rahmen „Rose“ und nicht Orange steht….
Nach einer kurzen Probefahrt auf einem Radweg mitten in Köln (absolut nicht zu empfehlen, ich habe Todesängste ausgestanden, so ein Radweg in der Stadt ist nix für meine zarten Nerven) und meiner Versicherung dem Radhändler gegenüber, dass ich ausschließlich meinen Mann mit einem Drehmomentschlüssel an das Rad zum Umstellen lasse (wenn der wüsste 🙄 ), ging es mit dem Emergency Orange gefärbtem Gefährt im Kofferraum weiter ins Hotel.

Das fährt von selbst 🙂

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