797 Tage

nein, so lange ist mein letzte Blogbeitrag nicht her. Aber irgendwie fehlte die Zeit und Muße zum Schreiben, obwohl es ja einige erwähnenswerte Ereignisse gab. Naja, besser spät als nie. Seit ein paar Tagen sind wir endlich mit Sanierung und Renovierung der Wohnung fertig. Los ging es direkt nach Ostern und wenn man hat während dieser Zeit weiter darin wohnt, dauert es halt etwas. Aber jetzt ist es endlich wieder schön, vor allem schön sauber 🙂 🙂 :-). Aber wahrscheinlich werde ich immer wieder noch in irgendeiner Ecke den Feinstaub entdecken. Irgendwas vergisst man doch immer abzuwischen. Aber jetzt kann ich mich wieder mehr dem Sport widmen. Dann will ich mal von den wenigen vergangenen sportlichen Ereignissen berichten. Nach 1999 in München bin ich im September mal wieder bei einer Deutschen Meisterschaft im Bogenschiessen gestartet. Julia hatte sich aufgrund von speziellen Qualifikationsregeln in diesem Jahr in den 4 Wochen nach Ihrer Rückkehr aus Südkorea tatsächlich auch noch qualifizieren können. So freuten wir uns auf ein spannendes Mutter-Tochter-Wochenende in Wiesbaden. Nicht dass wir Papa und Ehemann nicht mitnehmen wollten, aber für ihn passend hatten die „Jungs“ ihr alljährliches (seit 1991) Stammtischtreffen auf dieses Wochenende gelegt. Am Samstag war Julia dann am Start. Ich bin lieber im Hotel geblieben, denn zuschauen war nix für meine Nerven. Also nicht meine Nerven als Schütze, aber als Mutter ;-). Bis zum Finalschiessen hielt ich es aus, dann fuhr ich zum Stadion, versteckte mich aber quasi und schaute ihr Viertelfinale von Weitem an. Sie musste gegen die Bronzemedaillegewinnerin von Tokio antreten und machte es wirklich wirklich spannend. Es war kaum zum Aushalten. Bis zum 4:4 kämpfte sie sich immer wieder ran, verlor dann aber knapp den 5. Satz und belegte am Ende Rang 5. Und das nach einem Jahr Pause und nur 2 Monaten Vorbereitung. Da ich also am Samstag dann schon meine sämtlichen Nerven im Stadion gelassen hatte, konnte ich am Sonntag ganz entspannt 😉 an den Start gehen. Vielleicht zu entspannt, denn in einem Durchgang schoss ich ohne es zu merken nur 5 Pfeile anstatt 6. Das kostete mich am Ende die Silbermedaille und es wurde Platz 4. Aber hey nach 22 Jahren zurück kommen und Platz 4 belegen… Man muss sich ja noch Optionen für das kommende Jahr lassen. Ausserdem wäre es viel zu vermessen gewesen erst in Berlin zu gewinnen und dann auch noch die Deutsche Meisterschaft, hihi.

Nachdem dann damit die Freiluftsaison beendet wurde, ergab es sich doch tatsächlich, dass hier ganz in der Nähe ein kleiner Triathlon stattfand. Ich erfuhr nur duch Zufall davon. Triathlon trainiert hatte ich jetzt nicht wirklich. Aber ich war den ganzen Sommer über immer mal wieder etwas Schwimmen, Radfahren und laufen. Für einen Sprint, bestehend aus 500m schwimmwn, 20km Radfahren und 5km Laufen, sollte das reichen. Die Woche davor machte ich mir immer wieder Notizen, was ich doch alles für einen Triathlon benötigen würde, ich kam mir vor wie beim allerersten Mal 🙂 . Und dann 797 Tage nach meinem letzten Triathlon, stand ich am Start und es hat grandiosen Spass gemacht.

Das hatte ich so nicht erwartet. Denn normalerweise ist es beim Sprint so, dass alles superschnell und hektisch von statten geht. Aber ne, war dort nicht so.

Der nächste Start wird sicher nicht wieder 797 Tage dauern. Hoffe ich.

Ohne Turbo

Der Inferno 2021 ist Geschichte und ich hab es wieder nicht bis ganz hoch geschafft. Die Frage, die Andi so gern stellt: „Woran hat es denn diesmal gelegen?“ 🙄 kann ich ganz kurz beantworten: Ich war einfach viel zu langsam 😆
Das Wetter war perfekt oder zu heiß (je nach Empfinden). Ich war fit und mega guter Dinge. Wer jetzt denkt, ich bin traurig oder geknickt oder so, der liegt ziemlich weit daneben. Ich hatte eine Strategie: Das Rennen genießen, so lange es geht.
Und was hab ich gemacht? Das Rennen genossen solange es ging 😀
Mir ging es wirklich gut. Es gab keinerlei Probleme. Ich war ruhig und gelassen, ich konnte die ganze Zeit ausreichend Energie zu mir nehmen, die Aussicht auf die Bergwelt war mega berauschend. Ich hatte Freude und Spaß auch wenn ich schon ganz am Anfang wusste, das der Turbo wohl kaputt ist. Es war egal, weil der Motor lief. Eben nur langsam.
Insofern war es eine perfekte Entscheidung ohne Uhr ins Rennen zu gehen. Einfach sehen, wie weit es einen bringt. Und keine Gedanken an Zeit oder Cut-Off verschwenden.
Der Weg als Ziel.

Woran es lag, dass der Turbo nicht zündete ist reine Spekulation. 3 Wochen vor dem Rennen lag ich mit Fieber im Bett. Angina. 13 Tage habe ich nichts gemacht. Ob mein Körper noch nicht zurück im Modus war oder ob an dem Tag es für mich einfach nicht passte, spielt auch gar keine Rolle. Leben ist halt das was passiert, während man etwas anderes plant 😆
Iss halt so.

Das Rennen
3:00 Uhr Aufstehen, Frühstücken und mit der ersten Gondel runter ins Tal. Ich war gar nicht wirklich aufgeregt. Gut, die Nacht hatte ich genutzt, um ca. 20 Mal das Rennen zu machen … mental. Schwimmen – Wechsel – Rennrad – Wechsel – MTB – Wechsel – Laufen . Gefühlt habe ich nicht geschlafen, aber das kennt man ja als normal vor großen Rennen 🙄
Nicole und Frank brachten uns (Dominik und mich) zum Schwimmstart am Thuner See. Das Wetter war so perfekt und die Sicht war so klar, das ich zum ersten Mal am Thuner See stehend das Schilthorn sehen konnte 😯
Das Ziel also klar vor Augen.
Das Schwimmen war wie vor zwei Jahren: Wellen und gegen Ende ziemliche Gegenströmung. Der Unterschied zu vor zwei Jahren: es war einfach wunderbar! Kein Schnaufen, kein Wasser schlucken, kein schwer, kein anstrengend … oh man, ich kann nur sagen, ihr solltet einfach mal morgens 6:30 Uhr im August bei aufgehender Sonne und gestochen scharfer Sicht durch diesen See schwimmen. Das ist als wärst du inmitten einer Postkarte gelandet 😆
Einfach total irre!
In der Wechselzone angekommen und von Nicole und Frank begrüßt, machte ich genau das, was ich die ganze Nacht im Kopf trainiert hatte. Der Wechsel klappte richtig gut, ich war recht schnell mit dem Rennrad unterwegs. Und dann geht es ja direkt bergauf Richtung Beatenberg. Meine Beine waren locker, mein Motor schnurrte wie ein Kätzchen, mein Kopf war voll im „Staun-Modus“ aber mir war schnell klar, das ich langsam war. Es war irgendwie so als würde der Motor abriegeln bevor er hoch dreht. Kein Turbo eben.
So ohne Uhr und ohne Stress fährt es sich aber trotzdem toll. 😀 Tolle Helfer an der Strecke, viele anfeuernde Menschen vor einer atemberaubenden Kulisse. Ein schweizer Jeep Fahrer, der uns die Abfahrt frei räumte (und schleichende Holländer von der Straße winkte 😆 ), bekannte (wenn du plötzlich von hinten plötzlich rufen hörst: „Helge? DIE Helge aus Trier?“ 😀 ) und unbekannte Mitstreiter die mein Rad und die Farbe orange bewunderten. Wie sag ich immer: Hauptsache gut aussehen ❗

Die Radstrecke verlief wirklich gut, wenn auch gefühlt (und auch real) langsam. Der Aufstieg zur großen Scheidegg (18 km mit gut 1300 HM) kostete viel Schweiß (es war so mega heiß und man fährt nur in der Sonne), brachte mir allerdings auch 6 Bremsenstiche ein 😯
Ich hatte keine Krämpfe (und ich fuhr an einigen vorbei deren Beine in alle Richtungen abstanden), ich trank und aß genügend, ich motivierte am Rand sitzende Starter die aufgeben wollten und ich hatte immer wieder nette schwatzende Begleitungen. Ein Traum. Auch wenn ich kurz vor dem Gipfel stark bezweifelte, dass ich heute noch aufs MTB dürfte. Am Wegesrand saßen schon einige, die auf den Besenwagen warteten. Es war also klar, das es schon spät war. Nichtsdestotrotz fuhr ich hoch und stürzte mich in die Abfahrt, die ich einfach nur genial fand. Und dann war ich auch bald in der Wechselzone und niemand hielt mich auf. Ich wechselte aufs MTB während Nicole, Frank, Andi und Catrina und Kai mich anfeuerten. Und alleine der Gedanke, dass ich weiterfahren durfte, machte mich da schonmal total glücklich. Vielleicht finde ich den Turbo ja doch noch?
Nein! Nein, der Turbo streikte weiterhin. Ich glaube noch nie in meinem Leben bin ich so langsam die 11 KM zur kleinen Scheidegg hochgefahren. Ich und zwei Herren, die keinen Deut schneller waren als ich, aber zumindest der Eine sorgte für etwas Unterhaltung. Die Sonne brannte uns förmlich in den Berg. Ich schraubte mich immer höher aber ich begann zu leiden. Nicht die Beine und nicht die Kraft (so langsam wie wir unterwegs waren, brauchten wir wohl gar keine Kraft 😆 ), aber mein Kopf. Mein Kopf drohte zu platzen. Und mich überkam eine unheimliche Müdigkeit (obwohl ich nicht wenig Koffein intus hatte). Ein völlig neues Gefühl. Und es war das Gefühl, das mein Körper sagte: bis hier her! Und nicht weiter ❗
3 Km vor dem Gipfel gab ich (und auch meine beiden Begleiter) dem Besenwagen – Fahrer meinen Chip. Ich wollte bis Stechelberg selbst fahren, aber ich traute mich ganz einfach gar nicht mehr die Abfahrt zu nehmen. Also die richtige. Ich wollte stattdessen auf dem breiten Wanderweg nach unten fahren. Sicherheit geht nun mal vor. Und wenn es dir ständig die Augen zu zieht ist es wohl besser keine schwierigen Trails ins Tal zu nehmen. Ohne Chip und damit außer Konkurrenz konnte ich eben auch den anderen Weg fahren.
Ich schaffte in Zeitlupengeschwindigkeit die letzten 3 km zum Gipfel und quälend langsam aber unversehrt kam ich dann unten im Tal an und nahm die letzten 4 km flach in Angriff. Permanent das Gefühl im Nacken, dass die Sonne mich braten will. Und meine Augen wollten anscheinend das ganze Drama nicht mehr mit ansehen. 😀
Gefühlt habe ich für 4 km 30 Minuten gebraucht 😯 . Ich war soooo froh, als ich mein Rad Andi übergeben konnte und dann endlich aus der Sonne raus konnte und mich dann in unserer kühlen Ferienwohnung einfach in einen Sessel setzen konnte (so wie ich war, ohne Duschen 🙄 ) und die Augen schließen konnte… was ein himmlischen Gefühl … ich schätze es brauchte 10 Sekunden um einfach einzuschlafen. Wie ausgeknipst! Kein Koffein der Welt konnte das verhindern 😕 .
Ich weiß nicht wie viel Zeit vergangen war, bis Catrina und Kai bei uns eintrafen, aber mir ging es deutlich besser. Mein Kopf war gefühlt wieder auf Normalgröße geschrumpft und mir ging es erstaunlich gut. Gut genug zum Quatschen 🙂
Aber bald ging ich duschen und anschließend ins Bett. Und ich habe geschlafen wie ein Baby. Tief und fest und lang. Ich wachte auch nicht mehr auf als es Essen gab.
Ich brauchte wohl einfach Schlaf.
Man könnte meinen, der Inferno hat mich tierisch gelangweilt. 😆
Dominik hatte übrigens auch einen langen Tag, aber er konnte sich durchbeißen und erreichte das Schilthorn. Er fand das Schwimmen grausig und hatte Probleme mit der Energiezufuhr auf den Radstrecken. Das bedeutet ganz einfach leiden. Aber letzten Endes erreichte er glücklich das Ziel:-) . Er fand das Rennen viel zu anstrengend! Ich denke irgendwie, dass es nicht das Letzte Mal gewesen sein wird 😈
Mein Fazit: Ich bin einfach froh es bis Stechelberg geschafft zu haben. Auch wenn ich bei der Abfahrt „geschummelt“ habe. Ich habe auch nicht zu früh meinen Chip abgegeben, weil ich wäre an diesem Tag einfach nicht mehr fähig gewesen, noch irgendwelche Leistung zu bringen. Egal aus welchem Grund auch immer. Bis mich der böse Kopfschmerz ereilte und mich die Sonne killen wollte, habe ich das Rennen genossen. Auch ohne Turbo. Und naja, ich bin mir sicher, auch ich werde nicht das letzte Mal am Start gewesen sein 😀
Der Weg ist das Ziel!
Aber nächstes Jahr will Andi mir zeigen wie es geht … Da freu ich mich richtig drauf 😀

Heute, eine Woche später, sind wir wieder zu Hause angekommen. Wir durften jetzt fast 2 Wochen Berge genießen, traumhafte Touren und nur ein einziger Tag mit Regen. Ansonsten perfektes Wetter.
Ich hatte auch keinerlei Nachwirkungen vom Wettkampf. Fit wie ein Turnschuh und mit voll funktionstüchtigem Turbo turnte ich durch die Berge und Andi und Frank schüttelten nur den Kopf 🙄
Vielleicht sollte ich den Inferno einfach mal nach dem Inferno machen! Der scheint für mich immer 1 Woche zu früh im Jahr zu sein 😆
Die Bilder der letzten beiden Wochen benötigen wenig Worte. Das ich diese Berge liebe habe ich glaube ich schon mal erwähnt.

Und jetzt noch ein anderes Anliegen. Ich möchte hier mal was zum Thema Toleranz sagen.
Seit vielen Jahren wird uns Toleranz gepredigt.
Wir sollen alle Menschen tolerieren. Egal welche Hautfarbe, egal welche Religion, welches Geschlecht oder welche sexuelle Orientierung. Ich war und bin ein großer Verfechter dieser Toleranz. Ich habe muslimische Freunde, homosexuelle Freunde, Freunde mit dunkler Hautfarbe, Freunde asiatischer Herkunft … es ist mir schlichtweg egal, woher die Menschen kommen oder wen sie lieben oder ob so nun Männlein, oder Weiblein oder beides oder was auch immer sind.
Ich bilde mir ein ein positiver, netter und fairer Mensch zu sein.
Aber jetzt bin ich plötzlich in der Situation, dass ich von meiner Regierung nicht mehr toleriert werde.
Ich bin ungeimpft! Und das wird sich auch nicht ändern. Ich brauche keine Restaurants oder Friseure. Wer mein Geld nicht will, dem dränge ich es nicht auf. Außerdem finde ich die Corona Maßnahmen unserer Regierung als Menschenverachtend und gefährlich nahe am Faschismus dran. Grundrechte werden einfach abgeschafft. Und Menschen unterschiedlicher Ansichten werden aufeinander gehetzt. Das ist meine Meinung!
Jeder darf eine andere haben.
Für Menschen, die aus welchem Grund auch immer, es lieber mit dem Virus als mit der Impfung versuchen wollen, gibt es in unserem Land NULL Toleranz. Viele dieser ach so tollen Menschen, die dieses bunt und multi kulti und weltoffen und vielfältig fordern und mitmachen, sind plötzlich dafür, dass 30 oder mehr Prozent der deutschen Bevölkerung einfach gebrandmarkt und von der Gesellschaft ausgeschlossen werden.
Wenn du Angst vor dem Virus hast, dann lass dich impfen! Ich respektiere das. Ich kann nicht jeden Grund sich impfen zu lassen nachvollziehen, aber letzten Endes muss es jeder für sich selber entscheiden. Ich beurteile meine Freunde nicht nach Impfstatus.
Wenn du jetzt aber als Geimpfter plötzlich meinst, deine Impfung wirkt nur, wenn auch ich und alle anderen geimpft sind, dann solltest du eventuell mal über Sinn oder Unsinn einer Impfung nachdenken und nicht mir die Schuld geben.
Keiner, und damit meine ich wirklich niemand auf dieser Welt, hat das Recht seine Angst vor einem Virus, der für 99,9 % der Menschheit nicht gefährlich ist, über meine Angst und meine Bedenken gegenüber einer nicht genehmigten völlig neuartigen Impfung, für die es noch nicht mal seit einem Jahr Studien gibt und deren Langzeitfolgen völlig unklar sind, zu stellen.
Ich mache da nicht mit. Die Würde des Menschen ist unantastbar. Auch meine!
Entweder ihr vertraut eurer Regierung und glaubt, die Impfung ist eure Rettung. Dann könnt ihr auch getrost tolerieren, dass ich das nicht tue.
Oder ihr vertraut der Impfung nicht und habt weiterhin Angst vor dem Virus. Dann macht es ja auch so überhaupt keinen Sinn, dass ich ebenfalls geimpft bin und dann ebenfalls noch Angst haben muss. Jeder darf selbst entscheiden auf welche Weise er damit umgeht.
So oder so: meine Entscheidung hat NICHTS mit eurer Gesundheit zu tun.
Und erdreistet euch bitte nicht mir zu erzählen, ich könnte an Corona erkranken und ein Intensivbett belegen. Natürlich kann das passieren, aber das wäre verdammt noch mal mein gutes Recht! So wie es auch das Recht der Raucher, der Fresssüchtigen, der Alkoholiker und der Junkies ist, welche seit Jahrzehnten 70 % aller Intensivbetten belegen.
Also bitte schaltet euren Kopf ein. Und euer Herz!
Lasst nicht zu das die Politisierung einer Krankheit Familien, Freundschaften und Beziehungen unwiederbringlich zerstört.

Angst kann den Tod nicht verhindern. Aber das Leben.
Also lebt und lasst leben.
Und toleriert meine Entscheidung.

Übrigens: Gestern und heute waren überall in Deutschland, Frankreich, Österreich, Polen, Dänemark und vielen anderen Ländern viele viele tausende Menschen auf den Straßen. In Berlin gab es 3 Tage lang verbotene Großdemonstrationen. Das Motto: Für Frieden, für Freiheit und für Gleichheit. Warum die wohl verboten wurden? In Straßburg gingen gestern und heute Franzosen und Deutsche gemeinsam auf die Straßen. Friedlich, mit deutschen und französischen Flaggen. Mit Musik für Gleichberechtigung, gegen Polizeigewalt, gegen Rassismus, gegen den Impfpass.
Glaubt ihr wirklich das waren alles Nazis?
Gerade in der Tagesschau hat man nicht ein einziges Wort dazu verloren. Nicht eines.
Ich frage mich warum.

mmvB = mit möglichst viel Berg

Die letzten 2 Wochen hab ich ganz viel gemacht. Ganz viel gegessen, viel geschlafen, auch viel gearbeitet und manchmal sogar ein bisschen versucht, die Unordnung im Haus zu beseitigen (meistens vergebens). Was ich aber wirklich viel gemacht habe, ist: Training!
Schwimmen, Radfahren, Laufen und Kraftsport (oder Rumpfstabilität oder Athletik oder wie das jetzt auch immer heißen mag). Selbsterklärend warum ich auch viel essen und schlafen musste bei dem ganzen Gesportel 😆
Für Fotos hatte ich anscheinend keine Zeit. Nur einmal hab ich angehalten um einen wunderschönen Sonnenuntergang zu fotografieren.
Ansonsten nur Katzenbilder weil die Katze halt den ganzen Tag in meinem Büro halt neben meinem Schreibtisch liegt 😀
Na und weil sie süß ist!


Vorletzten Samstag stand das erste Inferno-spezifische Koppeltraining auf dem Plan.
3 St Rennrad mmvB, 2 St MTB mmvB und 1 St Laufen mmvB. Dieses mmvB sorgt dafür, das der Kreis Derjenigen, die mich freiwillig bei solchen Einheiten begleiten, sehr klein ist 🙄 .
Karina hat gerade einfach zu viel um die Ohren, die weltbeste Physiotherapeutin trainiert für eine flache Langdistanz, Bergziege Frank hatte auch keine Lust und die meisten anderen halten eh nicht so viel von Bergen. 😥
Da hab ich ein bisschen rumgejammert, so von wegen: „ich bin ja so einsam und allein“ und da hatte Andi dann Mitleid und beschloss, mich zumindest bei den 2 St MTB zu begleiten.
Damit das mit den mmvB klappt, habe ich mir eine zumindest einigermaßen Inferno-taugliche Teststrecke gesucht. Eine schöne Runde mit einem recht steilen, aber total schön ruhigen 3,5 km langem Anstieg, dann noch weitere km leicht bergauf, dann auf meiner Lieblingsabfahrt wieder runter. Pro Runde 300 HM und 12,5 km. An- und Rückreise dorthin haben am Ende auch nochmal 250 HM.
Damit meine Beine sich nicht an den hier doch recht billigen Alpen-Abklatsch in Bezug auf Steilheit der Strecke gewöhnen, war ich mit meinem alten 5 kg schwereren Rennrad unterwegs und die letzten (leichten) Gänge der Gangschaltung hab ich einfach ignoriert (mich selbst verar…en kann ich ziemlich gut) 😈
Heißt: nicht locker den Berg hochkurbeln sondern im recht dicken Gang kranftvoll treten.
Steil halt! Da hab ich gerade richtig Spaß dran 🙂
4 Runden bin ich gefahren. Die Anwohnen des kleinen Dörfchen durch das ich da immer fahre, wundern sich inzwischen auch nicht mehr, die grüßen nur freundlich. Ich denke, inzwischen denken die ich gehöre zum Landschaftsbild 😆

Dann zu Hause nur schnell Rad wechseln und weiter ging die wilde Fahrt mit dem Andi und dem MTB. Auch hier trainiere ich nur noch mit dem alten kleinen MTB. Das macht einiges an der fehlenden Länge und Steilheit der Anstiege wett.
Mit der Ruhe war es dann aber aus, der Andi hat mich ganz schön den Berg runter und wieder hoch gescheucht. Und wieder sind wir Runden gefahren. Wegen mmvB 😀
Immer runter, runter, runter und noch weiter runter und dann wieder rauf, rauf, rauf und wieder ganz rauf. Das 3 mal. 26 km und 810 HM. Am Ende war ich dann doch mal müde.
Aber für eine Stunde und 10 Minuten Laufen hat es noch gereicht: und wie soll es anders sein: erst runter, runter, runter, dann rauf, rauf, rauf 😆
Den langen Lauf (2 1/2 Stunden) nach dem Schwimmen am folgenden Tag konnte ich mir vorher gar nicht vorstellen, irgendwie war ich nach dem Samstag nicht mehr ganz so frisch auf den Beinen. Was ein Wunder 🙄
Aber erstaunlicherweise liefen zumindest die ersten 90 Minuten Laufen recht locker. Es war fast als wäre das Leben doch ein Ponyhof 😆

Und weil das Ganze so schön war, habe ich das ein Wochenende später nochmal wiederholt. Nur statt 3 St bin ich diesmal 4,25 St Rennrad gefahren. 6 x meine Runde und dann wieder zurück hoch ins heimische Dörfchen. Und diesmal kam Andi mit dem Rennrad mit. Zumindest die ersten 5 Runden. Danach habe ich am meisten seine Sprüche vermisst 😈
Die Einheit auf dem MTB und in den Laufschuhen hab ich dann noch allein absolviert.
Aber auch dieses Mal ging das alles viel lockerer als erwartet.
Inklusive des Schwimmens und des langen Laufes am Sonntag.
Der Samstag war dann wohl auch die längste zusammenhängende Trainingseinheit die ich je gemacht hab. Inklusive Wechsel war ich 7 Stunden und 45 Minuten unterwegs. Insgesamt 3600 HM. fehlen nur noch 1900 zum Inferno.
Und auch wenn sich das sicherlich für manchen etwas bekloppt anhört: mir haben diese langen Einheiten richtig gut getan 😆

Aber die ganz langen Dinger sind jetzt rum. Jetzt wird es kürzer und anstrengender. Da wird wohl wieder der Puls in unbekannte Höhen steigen 🙄 .
In nicht mal zwei Wochen findet in Schalkenmehren die DM im Crosstriathlon statt. Der Trainer sagte, ich soll mich ruhig dort anmelden.
Warum ich auf ihn gehört habe, weiß ich nicht, manchmal komme ich halt auf so seltsame Ideen. 😕
Die Strecke ist ganz schön anstrengen und nicht ganz einfach zu fahren. Ich kenne sie schon gut und hab dort schon mehr als einmal Schweiß auf der Strecke gelassen. Erst vor zwei Jahren hab ich dort ganz schön gelitten. War sehr spaßig, zumindest im Nachhinein.
Ich hätte mir für den ersten Wettkampf des Jahres ja auch was einfacheres aussuchen können, aber dieser Crosstriathlon hat sehr hohes Spaßpotential und erfüllt meine Trainingsvorgabe mmvB 😉

😆