797 Tage

nein, so lange ist mein letzte Blogbeitrag nicht her. Aber irgendwie fehlte die Zeit und Muße zum Schreiben, obwohl es ja einige erwähnenswerte Ereignisse gab. Naja, besser spät als nie. Seit ein paar Tagen sind wir endlich mit Sanierung und Renovierung der Wohnung fertig. Los ging es direkt nach Ostern und wenn man hat während dieser Zeit weiter darin wohnt, dauert es halt etwas. Aber jetzt ist es endlich wieder schön, vor allem schön sauber 🙂 🙂 :-). Aber wahrscheinlich werde ich immer wieder noch in irgendeiner Ecke den Feinstaub entdecken. Irgendwas vergisst man doch immer abzuwischen. Aber jetzt kann ich mich wieder mehr dem Sport widmen. Dann will ich mal von den wenigen vergangenen sportlichen Ereignissen berichten. Nach 1999 in München bin ich im September mal wieder bei einer Deutschen Meisterschaft im Bogenschiessen gestartet. Julia hatte sich aufgrund von speziellen Qualifikationsregeln in diesem Jahr in den 4 Wochen nach Ihrer Rückkehr aus Südkorea tatsächlich auch noch qualifizieren können. So freuten wir uns auf ein spannendes Mutter-Tochter-Wochenende in Wiesbaden. Nicht dass wir Papa und Ehemann nicht mitnehmen wollten, aber für ihn passend hatten die „Jungs“ ihr alljährliches (seit 1991) Stammtischtreffen auf dieses Wochenende gelegt. Am Samstag war Julia dann am Start. Ich bin lieber im Hotel geblieben, denn zuschauen war nix für meine Nerven. Also nicht meine Nerven als Schütze, aber als Mutter ;-). Bis zum Finalschiessen hielt ich es aus, dann fuhr ich zum Stadion, versteckte mich aber quasi und schaute ihr Viertelfinale von Weitem an. Sie musste gegen die Bronzemedaillegewinnerin von Tokio antreten und machte es wirklich wirklich spannend. Es war kaum zum Aushalten. Bis zum 4:4 kämpfte sie sich immer wieder ran, verlor dann aber knapp den 5. Satz und belegte am Ende Rang 5. Und das nach einem Jahr Pause und nur 2 Monaten Vorbereitung. Da ich also am Samstag dann schon meine sämtlichen Nerven im Stadion gelassen hatte, konnte ich am Sonntag ganz entspannt 😉 an den Start gehen. Vielleicht zu entspannt, denn in einem Durchgang schoss ich ohne es zu merken nur 5 Pfeile anstatt 6. Das kostete mich am Ende die Silbermedaille und es wurde Platz 4. Aber hey nach 22 Jahren zurück kommen und Platz 4 belegen… Man muss sich ja noch Optionen für das kommende Jahr lassen. Ausserdem wäre es viel zu vermessen gewesen erst in Berlin zu gewinnen und dann auch noch die Deutsche Meisterschaft, hihi.

Nachdem dann damit die Freiluftsaison beendet wurde, ergab es sich doch tatsächlich, dass hier ganz in der Nähe ein kleiner Triathlon stattfand. Ich erfuhr nur duch Zufall davon. Triathlon trainiert hatte ich jetzt nicht wirklich. Aber ich war den ganzen Sommer über immer mal wieder etwas Schwimmen, Radfahren und laufen. Für einen Sprint, bestehend aus 500m schwimmwn, 20km Radfahren und 5km Laufen, sollte das reichen. Die Woche davor machte ich mir immer wieder Notizen, was ich doch alles für einen Triathlon benötigen würde, ich kam mir vor wie beim allerersten Mal 🙂 . Und dann 797 Tage nach meinem letzten Triathlon, stand ich am Start und es hat grandiosen Spass gemacht.

Das hatte ich so nicht erwartet. Denn normalerweise ist es beim Sprint so, dass alles superschnell und hektisch von statten geht. Aber ne, war dort nicht so.

Der nächste Start wird sicher nicht wieder 797 Tage dauern. Hoffe ich.

9 Gedanken zu „797 Tage

  1. Liebe Karina,
    erst mal freu ich mich für euch, dass die Renovierung fertig ist! Das ist sicher eine enorme Erleichterung, wenn die Wohnung nicht mehr Teilbaustelle ist. 😀
    Und die Deutsche Meisterschaft haben Julia und du ja so richtig spannend gemacht. Deine armen Nerven!! Was für ein gemeiner Fehler – aber andererseits hast du bewiesen, dass du auch hier ganz vorne mitmischen kannst/könntest. 😉 Nochmal herzliche Gratulation!

    Und dann einfach so noch schnell einen Triathlon hintennach schieben, finde ich echt cool. Wie toll, dass es dir soviel Spass gemacht hat. 🙂

    • Liebe Doris,
      ja, es ist schön, endlich wieder in eine aufgeräumte Wohnung zu kommen und sich dort bewegen zu können.
      Mein letzter Triathlon war übrigens der bei dir :-).
      Liebe Grüße
      Karina

      • Ach wirklich? Ich war ehrlich gesagt, zu faul, um zurückzurechnen! 🙄 Hatte aber schon überlegt, welcher es wohl war.
        Naja, an dem Wochenende hast du ja dreifach gewettkämpft, das hält schon mal ne Weile an! 😀

  2. Liebe Karina,

    797 Tage, hast du da wirklich genau nachgerechnet? 😆 Verd…. lange her! Dass du das überhaupt so lange ausgehalten hast. … und da du deine sämtlichen Nerven im Stadion gelassen hattest, konnte dich auch kein Sprint stressen! 😛 Da kommt bestimmt bald mal wieder einer!

    Aber wenn du jetzt so erfolgreich deine „2. Karriere“ im Bogenschießen gestartet hast, ziehst du ja vielleicht diese Wettkämpfe vor? – Jetzt erst einmal HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH an euch beide, für die tollen Platzierungen! Julia wollte nicht gleich alle südkoreanischen Tricks auspacken und du hast doch bestimmt den letzten Pfeil extra stecken lassen … man muss ja nicht gleich alle schocken, oder?! 😛

    Jetzt, da die Wohnung gerichtet ist, hast du ja viele Kapazitäten frei und kannst dich um deine sportliche Fitness kümmern … was wird das für ein 2022?! 😉

    Bleib mit viel Spaß dabei! – Wir sehen uns! 😆
    LG Manfred

    • Lieber Manfred,
      ja ich habe genau nachgerechnet. Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergeht. Bald ist schon wieder Weihnchten :-). Inzwischen halte ich es ganz gut ohne Wettkämpfe aus. Sport habe ich ja trotzdem die ganze Zeit gemacht, aber das meiste total entschleunigt, was mir sehr gut getan hat. Danke für die Gückwünsche. Mal sehen, was 2022 so bringt, Geplant ist bisher nur der ein oder andere Bogensportwettkampf. Lauf- und Triathlonmäßig entscheide ich dann immer einfach spontan.
      Liebe Grüße
      Karina

  3. Liebe Karina, ich gratuliere zum vierten Platz bei der DM. Das muß man mit 5 von 6 Pfeilen erst einmal schaffen! Cool! 😎

    Bei dem Triathlon waren die einzelnen Strecken ja übersichtlich, aber das Wort „Sprint“ würde mich abschrecken, von der Tatsache, dass 500 m Schwimmen ohne Atmen schon recht schwierig werden würde 😆 Aber schön, dass Du noch langwieriger aber erfolgreicher Renovierungsaktion so erfolgreich und gut gelaunt in den Sport zurückkehren konntest 🙂

    Liebe Grüße
    Volker

    • Lieber Volker,
      vielen lieben Dank.Jetzt ist ja Gott sei Dank Hallensaison und da brauche ich immer nur 3 Pfeile schiessen, die kann ich zählen, hihi.
      Sprint fand ich tatsächlich auch immer sehr stressig, aber inzwischen gehe ich da entspannter ran und lasse mich einfach nicht mehr stressen. Sollen sich doch die junger Hühner anghetzen. Muss ich nicht mehr :-).
      Liebe Grüße
      Karina

  4. Liebe Karina,
    ich habe mich ja schon gefragt wie es dir bei der DM ergangen ist.. Herzlichen Glückwunsch zum 5. Platz. Das nächste Mal schiesst du dann einfach einen Pfeil mehr. Und bei euch ist das also Familientalent, wenn die Tochter auch so gut abgeschnitten hat ohne viel Training :).
    Jetzt hoffe ich Mal, dass es nicht wieder 797 Tage dauert und du dich noch an ein paar Wettkämpfen entspannt erfreuen kannst.
    Liebe Grüße!

    • Liebe Roni,
      vielen lieben Dank für die Glückwünsche. Ja, bei Julia kann man wirklich von vererbten Talent sprechen, bei dem wenigen Trainingsaufwand.
      Ich denke mal, dass im nächsten Jahr wieder mehr Triathlons stattfinden werden und dann wird sich sicher wieder mal sponatn was ergeben ;-). Bestimmt aber nicht wieder 797 Tage. Es war mir gar nicht so bewusst,dass es so lange her war.
      Liebe Grüße
      Karina

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.