Der Letzte

Mein Herz gehört dem Triathlon. Ich laufe gern, ich liebe es Rad zu fahren und Schwimmen ist ebenfalls ein toller Sport. Alles macht Spaß. Und so richtig viel Spaß gibt es, wenn ich alle 3 Sportarten zusammen machen kann 😆
Ich habe die ganze Woche wieder fleißig trainiert. Rennrad fahren mit Renntempointervallen, Lauftraining …. schnelles Lauftraining, Schwimmtraining mit Karina (ja, Karina gibt es noch 🙂 ), Krafttraining mit anschließendem Muskelkater 😯
Und Samstag gab es die erste Dreck-MTB Tour für diesen Herbst. Nach Wochen voller Sonne, Wärme und Trockenheit kam Freitag der Herbst mit ordentlich Regen und Samstag musste ich dann tatsächlich mit langer Hose losziehen. Aber Spaß hat es gemacht und ein bisschen Vorfreude auf die „schmutzige“ Saison kam auch auf 😆

Ein bisschen schmutzig

Sonntag dann hatten Andi und Bergziege Frank einen Kampfrichter-Einsatz beim Triathlon in Remagen. Eindeutig einer der schönsten Triathlon-Veranstaltungen, die ich kenne. 3 Mal bin ich da schon gestartet. Und wenn die beiden Kampfrichter da eh hin fahren, dann fahr ich natürlich mit 🙂
Beim Austehen um 4:30 Uhr war ich allerdings schon nicht mehr wirklich von meiner Idee überzeugt 😐 . Aber so ein Kampfrichter muss ja quasi vor den ganzen Startern vor Ort sein und deshalb mussten wir so früh los.
Und dann das Wetter. Es war saukalt. 11 Grad und trocken war es auch nicht. Aber es war ja noch früh. Es kann ja noch besser werden.
Besser hieß in dem Falle: 12 Grad und strömender Regen 😆
Außer dem coolen Andre war niemand vom Verein mit am Start. Mit Andre bin ich schon auf Gran Canaria Intervalle gefahren. Ich war froh, das ich nicht alleine am Start stand. Ich bin ja so ein schüchternen Mensch mit großen Kontaktschwierigkeiten. Deshalb hatte ich auch schon eine Stunde vor dem Start jede Menge neue Freunde. 🙄
Der Regen wurde immer schlimmer. Und ich stellte fest, das ich gedanklich nicht auf Regen und kalt eingestellt war. Ich hatte einen Einteiler an und hatte nix mit zum Überziehen für die Radfahrt. Und nur den kurzen Neo. Dabei bin ich schon vor dem Start fast erfroren.

Der Rhein hatte ausnahmsweise mal wenig Strömung, wie man uns schon in der Wettkampfbesprechung mitteilte. Und als wir dann auf der Fähre standen und die erste Startgruppe ins Wasser sprang, sahen wir auch, was gemeint war. Die entfernten sich echt langsam von der Fähre 😯
Naja, also werden 2900m diesmal eben etwas länger 😆
Ich startete in der 2. und letzten Startgruppe. Und ich war echt froh, als es los ging, weil das Wasser war einfach mal 10 Grad wärmer als die Luft. Das Schwimmen war nicht wirklich spektakulär. Man schwimmt 2900 m während riesige Schiffe an einem vorbei fahren und mega Wellen verursachen. Das hat mir zum Glück nix ausgemacht. Es war ja auch so schön kuschelig warm im Rhein 🙂
Ich wäre auch nach dem Schwimmausstieg am liebsten wieder zurück in den Rhein. Aber stattdessen rannte ich mit den anderen Bekloppten die scheinbar endlose Strecke hoch zur Wechselzone. Für die Meisten meiner Mitstreiter ging dort das große Klamotten-Anlegen los. Für mich nicht. Ich hatte noch nicht mal Handschuhe dabei. Geschweige denn Weste, Regenjacke, Trikot oder anderes. Helm auf, Schuhe an und los. Und da es inzwischen pausenlos regnete und auch nicht wenig, war ich mir sicher, das irgendwas anziehen eh keinen Sinn machen würde. Weil ALLES würde nass werden. Unterwegs traf ich Starter, die hatten sich komplett eingekleidet. Beinlinge, Trikot, Regenjacke, Überschuhe …. die sahen aus, wie ich im Winter auf dem MTB 😯
Die Radstrecke ist 44 km lang und hat laut meiner Uhr 450 HM. Und war nass. Ganz schön nass. Auf den ersten paar KM dachte ich noch über Kälte nach. Aber irgendwann hatte ich keine Zeit mehr dafür. Man musste sich echt konzentrieren. Gerade auf den Abfahrten war man gut beraten, wenn man bei der Sache war. Das Wasser stand auf der Straße. Und ich hatte Andi und Frank versprochen, wieder heile anzukommen. Bergauf konnte man dann ja etwas schneller fahren 🙂
Mein Gefühl auf dem Rad war einfach grandios. Meine Beine wollten gar nicht langsam machen. Ach, ich liebe diese Radstrecke in Remagen. Die ist sogar bei Regen traumhaft 😆
Wieder zurück in der Wechselzone ging mein Blick zur Uhr und ich sah, das ich eine echt gute Radzeit hatte. Die beste, die ich jemals in Remagen hatte. Und ich hatte die Hoffnung, das meine gefrorenen Füße beim Laufen wieder auftauen würden. Ich ging auf die 10.5 km lange Laufstrecke und genau dann hörte der Regen auf 😀 . Hammer! Auch die Laufstrecke in Remagen ist eine meiner Lieblingsstrecken. Am Rhein entlang und dann einen kurzen steilen Stich hoch nach Remagen rein. Durch die Einkaufstraße wieder runter zum Rhein. Wieder zurück und dann wieder hoch zur Wechselzone. Das Ganze 3 Mal. Ich lief los und merkte schnell, das es ein guter Lauf werden sollte. Schon der erste KM war trotz noch mega kalter Füße nach nicht mal 5 Minuten vorbei. Und es fühlte sich so … leicht an. Irre. Das lief von ganz allein. Keine Ahnung warum ich sowas nur beim Triathlon kann. Noch vor 2 Wochen kamen mir gerade die ersten der 10 KM beim Thuner Stadtlauf echt anstrengend vor. Da hatte ich eine Zeit von 55 irgendwas. Und in Remagen laufe ich 10.5 km nach dem Radfahren und Schwimmen in 50:20 und es fühlt sich an, als wäre da noch Platz nach oben 😎
Das muss irgendein Gen-Defekt sein 😆
Aber egal, ich freu mich echt über eine neue 10er Bestzeit 🙂
Obwohl Andi und Bergziege Frank alles versucht haben, um mich zu disqualifizieren wegen „Zu viel Spaß“, „Ablenkung andere Teilnehmer durch Quatschen“ und anderem sehr unfairen Verhalten, erreichte ich nach einem echt coolen Wettkampf mit einer super Zeit das Ziel. Das war ja mal echter Spaß! 😀
Der letzte Triathlon der Saison war der Beste ❗
Trotz das ich so früh im Ziel war ist das Duschwasser kalt. 😦  Und als wir dann alle zusammen bei Kaffee und lecker Kuchen in der Halle sitzen, kommt draußen die Sonne raus. 🙄
Super Timing!
Da hat ja mal wieder alles gepasst 😆

Mein Fazit:

  • Der Triathlon in Remagen ist einfach toll
  • Schlechte Bedingungen sind gut für mich 😆
  • Wenn es kalt ist, hilft Tempo (oder Ignoranz)
  • Andi und Frank sind tolle Kampfrichter. Und die anderen anderen Kampfrichter auch 🙂 . Die ermöglichen es, das solche Leute wie ich an einem Sonntag Spaß beim Triathlon haben.
  • Triathlon macht hungrig. Ich habe gestern abend den Kühlschrank leer gegessen 😕
  • Ich freu mich auf den ersten Triathlon 2020 🙂

Die beiden fleißigen Kampfrichter

20 Gedanken zu „Der Letzte

  1. Ach, liebe Helge, wenn ich nur wüßte was ich gegen Deine Schüchternheit tun könnte, ich würde Dir so gerne helfen 😆

    Dein Lauftempo ist phänomenal, dieses Tempo bin ich mein ganz Leben bislang nur einmal auf 10 km gelaufen, inoffiziell, und das ist schon Jahre her.

    Herzlichen Glückwunsch zum furiosen Saisonabschluß!

    Aber sag mal, was hattet Ihr denn da für ein Wetter? Ist ja gruselig! 😛

    Liebe Grüße
    Volker

    • Lieber Volker,
      ja, ich arme kleine einsame schüchterne Helge. Ich stand da so ganz allein … 😆
      Also Andi und Frank haben sich nach dem Rennen wieder nur gewundert, wen ich alles kannte … 🙄
      Der schnelle 10er hat mich auch ganz schön erstaunt und vor allem erfreut. Ich habe meine bisherige 10er Bestzeit (49:59) auch vor ein paar Jahren erlaufen. Beim Triathlon ist es immer schwierig, eine Bestzeit festzustellen, weil die Laufstrecken selten offiziell vermessen sind. Aber auf einer Strecke, die deutlich über 10 km ist, ist die 50:20 definitv eine neue Bestzeit für mich 🙂
      Das Wetter war echt gruselig.
      Ich hoffe, ihr habt sehr viel schöneres auf Sylt 🙂
      Aber bei uns ist es jetzt auch wieder schön.
      Liebe Grüße
      Helge

    • Lieber Markus,
      Danke und nein! Definitiv nicht.
      Ich gehe auch nicht.
      Letzter Triathlon für dieses Jahr heißt ja nicht, letzter Wettkampf 😆
      Es gibt noch so viele schöne verrückte Sachen zu machen ….
      Um jetzt aufzuhören macht es viel zu viel Spaß 🙂
      Liebe Grüße
      Helge

  2. Liebe Helge,
    oh wie schön, ein richtiger Helge-Tri zum Abschluss des Jahres! 😀 (Das Wetter scheint ihr mit uns gleich zu haben, nur regnete es hier erst am Nachmittag…)
    Auch wenn ich bei: schwimmen im Rhein, schwimmen am Rad und laufen nur 2 Disziplinen zähle. Aber da du gute und korrekte Kampfrichter um dich hattest, wird das schon mir rechten Dingen zugegangen sein. 😉
    Gratuliere zu diesem super Auftritt! Du bist ja sowas von schnell!!! 😀

    Nur dass du so vereinsamt herumstehen musstest, tut mir echt leid für dich… hoffentlich kannst du bald mal wieder mit Karina gemeinsam starten. Lieben Gruß an dieser Stelle auch an sie! 🙂

    • Liebe Doris,
      ja, wieder so ein Helge-Ding 😆
      Also bei uns hat es am Nachmittag aufgehört zu regnen. 🙄
      Mit den zwei Disziplinen hast du natürlich recht, wobei, dann hätte der Regen wenigstens so warm sein können wie der Rhein.
      War dann wohl eher Schwimmen warm – Schwimmen kalt mit Rad – Laufen 😆
      Die Kampfrichter hatten wahrscheinlich zu viel Regen auf der Brille und haben deshalb keinen Einspruch eingelegt?
      Also die Jungs hatten es echt nicht leicht bei diesen Bedingungen 🙂

      Ich hatte alles versucht, Karina zum Start zu bewegen … ihre Antworten waren aber sehr deutlich 😆
      Über die Grüße wird sie sich aber sehr freuen 🙂
      Liebe Grüße
      Helge

  3. Liebe Helge,

    ich denke Du kommst mit allen Bedingungen zu recht, Hauptsache Triathlon und Hauptsache lang 🤣 Deine Fitness ist ja nicht so überraschend, denn Deine Form war ja schon die ganze Zeit extremst gut. Gratulation zum Finish! Schade, dass das warme Wasser schon alle war 😉

    Viel Spass beim einsauen im Herbst 🤣

    Salut

    • Lieber Christian,
      ich denke auch, letzten Endes sind die Bedingungen egal. Hauptsache man tut das, was man eben so gerne tut 😆
      Also da ich die erste in der Frauendusche war, bin ich ja der Meinung, das es dort gar kein warmes Wasser gibt 😯
      Außer halt im Rhein. Das war echt schön kuschelig.
      Das Duschwasser war eise kalt.
      Aber was so ein echter Triathlet ist …. der duscht auch kalt 😆
      Liebe Grüße
      Helge

  4. Liebe Helge,
    na bitte, wer sagts denn, klasse Wettkampf gehabt, da zahlt sich Deine Trainingsfleiß in diesem Jahr ja doch noch aus! Und da haust Du plötzlich so eine 10-km-Zeit raus! Wie machst Du das? Wahrscheinlich wohl wirklich der lange Anlauf vorher…;-)
    Die Freude über den gelungenen Tag schwingt in jeder Zeile mit, da kannst Du gern auch die anderen auf der Strecke teilhaben lassen 😉
    Liebe Grüße
    Elke

    • Liebe Elke,
      ich musste ständig an unseren gemeinsamen 10er denken. Ich denke einfach, das ich wirklich ewig lange Zeit zum warm werden brauche. Ich muss entweder vorher richtig Radfahren oder vielleicht auch einfach lange lange einlaufen.
      Ich fand es echt irre, wie unterschiedlich sich 2 10er Läufe im Abstand von 2 Wochen anfühlen können.
      Aber eventuell hatten wir auch echt noch schwere Beine von unserer tollen langen Wanderung in den Bergen?
      Ja, also ich habe mich wirklich den ganzen Tag über echt gefreut. Trotz des Wetters. Aber ich mag diese Veranstaltung einfach.
      Es war einfach schön 🙂
      Liebe Grüße
      Helge

      • Liebe Helge,
        kann gut sein, dass Du mehr Aufwärmzeit brauchst. Aber ich bin sicher, sowohl die Belastung von vorher und auch die Witterung spielen eine Rolle. Auf alle Fälle werde ich mich 2020 in Thun dann mal „warm anziehen“, wenn Du dann vorher mehr Aufwärmen betreiben solltest 😉
        Liebe Grüße
        Elke

      • Liebe Elke,
        also das hat dieses jahr doch gut gepasst 🙂
        Ich denke wir sollten das nächstes Jahr genau so wieder machen. Ich fand den gemeinsamen Lauf ja sehr unterhaltsam. Und die Wanderung vorher einfach gradios.
        Das sollten wir also beibehalten, egal, wie sich das auf unsere Geschwindigkeit auswirkt 😆
        Liebe Grüße
        Helge

  5. Liebe Helge, wieder ein Bombenerfolg bei miesen Witterungsbedingungen, wohin soll das bitte noch führen ? Und das alles mit einem äußerst zurückhaltenden und schüchternen Menschen ! 😉

    Vermeintlich “ schlechte “ Witterungsbedingungen sind für manche Sportler ideal, so anscheinend auch für dich – da kann dein und Andi’s ♥ wieder lachen – alles bestens – wer sagt es denn ?

    Dann noch von der Ostsee, wo es gerade auch schüttet, herzliche Glückwünsche, was willst du mehr, liebe Helge ? 😎

    • Danke liebe Margitta,
      ich habe wohl den „Vorteil“, das ich das ganze jahr über draußen bin und kein „schön Wetter“ Athlet. Ich habe keine Angst im Regen Rad zu fahren. Man konnte gut beobachten, das das für manchen ein echtes Problem war. Ich aber trainiere auch im Regen 🙂
      Ist ja nur Wasser.
      Bin ja nicht aus Zucker 😆
      Bei euch schüttet es heute?
      Bei uns ist inzwischen der Sommer zurück. Wetter eben 😆
      Aber wir nehmen es wie es kommt.
      Liebe Grüße
      Helge

  6. Liebe Helge, da ist sie wieder, die pure Freude am Sport, du startest bestens gelaunt unter widrigen Umständen voll durch und haust auch noch eine Bestzeit raus. Das Fazit bringt dann ja auch alles auf den Punkt, klasse und herzlichen Glückwunsch!! 🙂
    Ich sag ja übrigens auch immer: „Ist dir kalt, lauf einfach schneller!“ Ist doch total einfach 😉
    So kann eine Saison erfolgreich und zufrieden beendet werden, wobei ich irgendwie das Gefühl nicht los werde, da kommt noch was hinterher…?
    Liebe Grüße, Oliver

    • Lieber Oliver,
      vielen Dank 🙂
      Ja, beim Laufen klappt das recht gut mit dem schneller laufen und warm werden … beim Radfahren leider nur beim bergauf. Bergab bedeutet schneller meistens auch kälter 😆
      Aber zum Glück kommt beim Triathlon zum Schluss der Lauf. Da wird man in jedem Fall wieder warm 🙂

      Tja, es war der letzte Triathlon für diese Saison, aber es gibt ja noch so viele andere schöne Dinge die man machen kann 😉
      Ich glaube auch, das da noch was kommt 😆
      Liebe Grüße
      Helge

  7. Liebe Helge,
    von der Fähre aus zu starten und im Rhein zu schwimmen, während große Schiffe an einem vorbeifahren, finde ich durchaus spektakulär.
    Das du gut in Form bist, hast du die ganze Saison schon bewiesen, darum wundert mich deine gute Laufperformence überhaupt nicht. Was ich wirklich toll finde, ist. dass du dich überhaupt nicht von den Witterungsbedingungen beeinflussen lässt, sondern es einfach durchziehst.
    Darum ist auch die „schmutzige“ Saison die vor der Tür steht, auch genau dein Ding!.
    Viel Spaß dabei und liebe Grüße
    Frank

    • Lieber Frank,
      beim Schwimmen hat mich nur gewundert, das die Wellen doch um einiges unangenehmer waren als beim Inferno und dort haben die mich ziemlich fertig gemacht. In Remagen hingegen war es das reinste Kinderspiel 🙄
      Wenn es passt, dann passt es eben. Dann sind alle äußeren Umstände egal 🙂
      Ich freu mich doch schon ein bisschen auf Dreck und Schmutz. Es ist ja auch langweilig immer so sauber vom Training zurück zukommen 😆
      Vielen Dank 🙂
      Liebe Grüße
      Helge

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