Reisestress

Also wir waren in Oldenburg gut angekommen und verbrachten dort noch ein paar sehr schöne Tage. Von unserem Lauf mit Volker durch sein wunderbares Laufrevier (die Treppe ist wirklich nicht ohne) und von unserem Besuch in der unglaublichen Oldenburger Alpenlandschaft hat Volker ja schon berichtet. Deshalb lasssen wir das jetzt mal aus  🙂
Wir hatten auch noch einen tollen Abend mit Volker und Jens in unserer Ferienwohnung und am letzten Abend folgten wir einer Einladung ins Heim eben dieser Beiden und wir wurden grandios verköstigt und unterhalten. Es war ein wirklich toller Abend als Abschluss einer unglaublich erlebnisreichen Reise. Und zu unseren Gastgebern kann ich nur sagen: 2 Menschen, die man einfach lieb haben muss und für die sich eine mehr als 500 km weite Anreise mit dem Rad mehr als lohnt 🙂 Dem kann ich nichts weiter hinzufügen 🙂 🙂 🙂

Die Rückreise muss man nicht großartig erwähnen, außer das Torsten das Unglaubliche wahr gemacht hat und ALLES Gepäck ins Auto packen konnte (ich hätte mein letztes Hemd verwettet, das das nicht klappt) und uns dann den ganzen Weg von Oldenburg nach Hause gefahren hat. Respekt!
Er hatte vorher noch alles versucht, damit ich auf der Fahrt nicht rede, aber was soll ich sagen … 😆 😀 😆
Chancenlos!
Außerdem war ausgerechnet an dem Tag, wo wir alle stundenlang im Auto saßen, der erste wirklich schöne, sonnige und warme Tag des Jahres 🙄

Kaum waren wir wieder zu Hause, musste ich Koffer packen. Denn einen Tag später ging es für mich nach Madrid. Mein Chef aus den Staaten hatte beschlossen mich im spanischen Office zu treffen. Da konnte ich auch gleich mal meine Team-Mitglieder persönlich kennen lernen. Man redet ja täglich über Videochat, aber irgendwie ist es doch was anderes, wenn man zusammen im Büro sitzt.
In Deutschland kehrte endlich der Frühling ein und ich flog nach Madrid wo es tagelang schüttete und so kalt war, wie schon lange nicht mehr.
Da sag ich nur: Glückwunsch Helge 😆
Ich bin halt einfach ein Glückspilz 😀
Beim Buchen des Hotels hatte ich darauf geachtet, das es einen Pool hat. Schließlich muss ich ja mal wieder an meiner Schwimmperformance arbeiten. Das ist die letzten Wochen quasi ins Wasser gefallen. Jetzt komme ich also dort an und stelle fest, das der ganz romantische Pool auf dem Dach liegend wegen Umbauarbeiten gesperrt ist.
😯
Nicht euer Ernst, oder? 😕
Ja was mach ich denn da jetzt? Zum Laufen beim strömenden Regen im eiskalten Madrid mitten durch das Business-Viertel hatte ich auch keine große Lust. Ich klagte meinem Chef mein großes Leid. Schließlich wollte er ja wissen, wie es mir geht. Und mir ging es ja nun schlecht, schlecht, ganz schlecht 😉
Jetzt muss man wissen, mein Chef ist ein begnadeter Marathonläufer. Vor ein paar Jahren lief er Marathons weit weit unterhalb der 3 Stunden Marke. Und er hatte also sofort Verständnis für mein schweres Leben ohne Schwimmbad. Und er ist wirklich IMMER sehr darum bemüht, das es mir gut geht. Und so kümmerte er sich umgehend darum. Heißt, er besorgte mir eine Test-Mitgliedschaft für eine Woche im Nobel-Fitnessstudio 2 Minuten von der Firma entfernt.
Alles ganz edel und vom Feinsten. Genau richtig für mich Bauerntrampel 😆
Mit rundum Sorglospaket. Dort trainieren nur die, die es sich leisten können. Mehr Trainer und Betreuer als Trainierende. Beim Verlassen eines Sportgerätes wird sofort geputzt. Und jeder Wunsch wird einem von den Augen abgelesen.
3 Etagen, Schwimmbad, jedes nur erdenkliche Fitnessgerät und Spielzeug zur Körperertüchtigung. 😯
Unglaublich!
Handys waren übrigens nicht erlaubt, somit fiel auch das Fotografieren aus. Jedes Gerät hatte aber einen integrierten Smart-TV, so das jeder quasi anschauen/hören konnte, was er wollte. Aber nur über Kopfhörer selbstverständlich.
Ich könnte mir dieses Fitnessstudio nicht leisten, wollte es auch gar nicht (die Frauen dort sind während des Trainings besser gestylt als ich, wenn ich das Studio verlasse 😆 ). Aber so zur „Qualitätssicherung“ mal dort zu sein, war schon cool 😎
Jeden Morgen von 6:30 Uhr bis 8:30 Uhr testete ich ausgiebig das Fitnissstudio auf Tauglichkeit. Das ist eh eine Zeit, zu der der gemeine Spanier noch im Bett liegt.
Ich schwamm in der Woche mehr Kilometer als die 8 Wochen davor insgesamt. Und ich vergnügte mich auf dem Laufband, wo man gegen alle Laufhelden der Welt laufen kann (ich lief natürlich Berge, das moderne Laufband kann ja fast alles simulieren, sogar die Geräuche eines Waldes 😯 ) und probierte auch vieles anderes aus. Beim Krafttraining hatte ich es dann mal wieder etwas übertrieben, was mir einen unglaublichen Muskelkater einbrachte. Auf bestimmten Frequenzen bin ich beratungsresistent 🙄
Ich hätte auch noch Ballettstunden nehmen (ich hätte sicher entzückend im rosa Tutu ausgesehen, bei diesem Gedanken komme ich vor Lachen nicht mehr in den Schlaf ) oder andere Kurse belegen können, aber auf den Vorschlag, das ich das Testen des Fitnessstudios während der Arbeitszeit machen könnte, ging mein Chef nicht ein 🙄
Man, das man auch so gar nicht verstanden wird …

Ansonsten habe ich aber tatsächlich auch gearbeitet in Madrid. Und die Stadt haben wir auch noch erkundet. Und ich muss gestehen, Madrid ist die erste Großstadt, die mir wirklich gefällt. Die ganze Innenstadt voll mit wundervollen alten Häusern. Eine der interessantesten Unterschiede zu Berlin: In Madrid wird am Tisch gegessen. Die Menschen dort benutzen die Metro, um zum Essen zu fahren und nicht um während der Fahrt zu essen. Das habe ich als wirklich angenehm empfunden. Irgendwie sind mir die Spanier generell sehr sympatisch. Irgendwie sind die entspannter als andere 🙂
Allerdings konnte ich nicht verhindern, das meine Arbeitskollegen mich nun für bekloppt halten 🙄
Wer trainiert denn auch jeden Morgen 2 Stunden und geht dann noch im Europa Tower die Treppenstufen bis zur 8. Etage anstatt den Fahrstuhl zu nehmen?!
Da muss man ganz schön bekloppt sein.
Aber mein Chef war auf meiner Seite. Der versteht mich 🙂

Kaum war ich wieder zu Hause, musste ich wieder … ja genau, Koffer packen. Auf zur nächsten Reise, aber die erzählt dann Karina 🙂

20 Gedanken zu „Reisestress

  1. Echt verrückt. Also das Fitnessstudio. Nicht du. Du trainierst doch einfach. Und Muskelkater gehört bei so nem Blödsinn einfach dazu

    • Ja, ich denke auch, die, die NICHT trainieren sind verrückt.
      Ich habe gar nicht verstanden, was meine Kollegen meinten … 🙄
      Ja, eigentlich liebe ich ja Muskelkater, weil da weiß man wenigstens, das da Muskeln sind 😆
      Liebe Grüße
      Helge

  2. Liebes Tridreamteam,

    erst einmal ein großes Dankeschön für das liebe Kompliment! 🙂

    Mich hingegen wundert es nicht, dass Torsten alles Gepäck in dem Auto untergebracht. Das Auto ist ja schließlich auch riesig 😆

    Das Oldenburg in diesem Post in einem Atemzug mit Madrid genannt wird, find ich natürlich klasse 😆 Madrid scheint ja aber ein wirklich schöne Stadt zu sein, wenn sie sogar Dir gefällt. Deine Firma hat dort ja einen repräsentativen Auftritt und Geschmack, wie man an Bürostühlen und Wandgestaltung erkennen kann 😉 Und dann auch noch so einen verständnisvollen, sportlichen Chef. Herz was will Helge mehr.

    Vom dritten Reiseteil habe ich ja schon eine gewisse Ahnung, bin aber trotzdem sehr auf Karinas Zeilen gespannt 🙂

    Liebe Grüße
    Volker

    • Lieber Volker,

      das ist kein Kompliment, das ist eine Tatsache 😆

      Also ich bin mir sicher, wenn du das ganze Gepäck gesehen hättest, wären dir auch Zweifel gekommen. Ich dachte, wir brauchen einen LKW …
      Aber Torsten kann das halt mit dem Packen.

      Das Design unserer Firma ist sehr farbenfroh und eine der 3 Farben ist Orange!!!!! Ein Traum für mich. Vor den orange-farbenen Wänden hat man mich manchmal gar nicht gesehen …. 😆
      Ich bin echt ein Glückspilz was Firma und Chef angeht, Ich mecker auch nie. 🙂

      Liebe Grüße
      Helge

  3. Liebe Helge,
    schön, dass Du/ihr wieder wohlbehalten von dem Aufenthalt in der norddeutschen Tiefebene zurückkehren konntet und v.a. nur positive Erfahrungen machen durftet…aber was anderes war ja nicht zu erwarten 😇
    Madrid ist wirklich schön, nur das Wetter ist häufig Mist, ich war vor ein paar Jahren im März dort, Schnee und Schneeregen waren keine Ausnahme 🤪
    Das Fitnessstudio hört sich wirklich verlockend an, da würde sogar ich mal den Fuß reinsetzen. Dein Chef scheint wirklich ein Goldschatz, so jemanden findet man nicht an jeder Ecke, also gut pflegen, gell? 😉

    Salut

    • Lieber Christian,
      ich bin sehr dankbar für Firma und Chef. Und da man in amerikanischen Firmen auch die Chefs bewerten muss, kann ich mich auch gut revanchieren. Ich schreibe immer nur gute Dinge 😆
      Das Wetter war wirklich ziemlich mistig, aber in dem Fitnessstudio war mir das egal 🙂
      Liebe Grüße
      Helge

  4. Liebe Helge, wo du dich aber überall “ herum treibst „, finde ich toll, dass du erstens in Madrid sein konntest und zum Zweiten, was mir noch besser gefällt , ist dein Chef, so einen hätte ich mir auch gewünscht, aber du wirst es verdient haben, wie sonst würde er sich so um dich bemühen ? Frühlingsgrüße von der herrlichen Ostsee ! 😎

    • Liebe Margitta,
      ja ob ich das verdient habe, weiß ich gar nicht, aber bestimmt 🙂
      Es ist wirklich gold wert, wenn man so einen Chef hat. Ich kann mich prinzipiell nicht über meine Arbeit und alles drumherum beschweren. Da bin ich sehr zufrieden 🙂
      Ganz liebe Frühlingsgrüße zurück. Es ist ein Traum gerade draußen, oder? Unglaublich. Ich habe sooo lange drauf gewartet und nun ist er mit aller seiner Pracht da: der Frühling 🙂
      Liebe Grüße
      Helge

    • Tja, da musst du dich vor den Spiegel stellen und mal ernsthaft mit dir selbst reden 😆

  5. Liebe weitgereiste Helge,
    puh – wo fange ich an???
    Erst mal mit dem Wichtigsten: hättest du Balletstunden genommen, wäre dein Tutu doch hoffentlich orange gewesen und nicht rosa!!!!! 👿 (und das hätte ich echt gerne gesehen!!!) 😆
    Dann muss ich dir natürlich recht geben, was eure beiden Gastgeber betrifft. Auch wenn ich mich ganz schnöde in den Zug gesetzt habe, um zu ihnen zu gelangen. Sie sind jede Anfahrt wert! 😀
    Torsten erhält den goldnen Tetris-Orden der Telefon-Joker!!!
    Madrid ist wirklich schön. Ich war zwar schon vor vielen, vielen, vielen (ui bin ich schon alt!!!) vielen Jahren mal dort, weiß aber noch, dass ich mich richtig wohlgefühlt habe in dieser Stadt. 🙂 Auch wenn sie dir nicht ganz dein Wunschwetter geliefert hat, so hat dein Chef dafür gesorgt, dass trotzdem alles verfügbar war, was sich dein Sportherz wünschen kann. Das klingt alles ziemlich perfekt! 😀

    • Liebe Doris,
      keine Ahnung, ob es orange farbene Tutu’s gibt.
      Aber ich glaube das hätten einige gern gesehen 😆
      Das mit dem Tetris Order für Torsten ist ne coole Idee. Genau das ist es gewesen. Tetris. 😎
      Jetzt hat es jeder vor Augen und das Auto war bis ganz oben hin ohne Lücke voll 😆
      Wunschwetter war wirklich nicht, aber der Schönheit der Stadt hat es echt nicht geschadet. Ich fand es irgendwie einfach toll. Und das ich sowas bei einer Großstadt mal sage … das ist wirklich verwunderlich
      Es passieren noch Zeichen und Wunder 😀
      Liebe Grüße
      Helge

  6. Dein Chef ist ein Glücksgriff!
    Dieses Nobelstudio war wahrscheinlich eine gute Notlösung. Wohlfühlen würde ich mich da eher nicht. Ich war mal auf Dienstreise in einem Studio, das hatte einen Nebenraum. Als ich den betrat, erstarrten darin die muskelbepackten und lückenlos tätowierten Freihnatel-experten und starrten mich, den leptosomonen Langstreckenläufer, an. Da bin ich dann gleich wieder zurück zu den Kardiogeräten gegangen …
    Zu Hause trainiere ich unter meinesgleichen bei Kieser. Da geht auch die Oma von nebenan hin, um in Hausschuhen zu trainieren.

    • Das mit meinem Chef unterschreibe ich.
      Also auf Dauer wohlfühlen würde ich mich in diesem Fitnessstudio auch nicht. Wobei das nicht an muskelbepackten Spacken lag, die gab es da nicht, jedenfalls habe ich die nicht gesehen, es waren eben einfach so reiche Geschäftsleute (das mit dem Handyverbot musste sein, weil die wohl sonst alle ihren Geschäften nachgegangen wären während des Trainings), die das Fitnessstudio morgens nach dem Training in Anzug und Kostümchen verlassen haben. Als Mensch in Jeans und Shirt wirkte ich da fehl am Platze 😆
      Spaß hat es allemal gemacht. Und den Horizont hat es auch erweitert.
      Man weiß jetzt, was man nicht braucht 😉

  7. Liebe Helge,
    ein toller Chef, kann ich da nur bestätigen! – So sind halt die „unter-3-Stunden-Läufer“! 😆 :mrgreen:
    … aber das Fitness-Studio … ich weiß nicht, ob ich da ein zweites Mal hingegangen wäre? Wohlfühlen tue ich mich wo anders! … und dann als so ein spindeldürres spages Gehopse (ich meine mich!) … wahrscheinlich schon, wegen der Horizonterweiterung und alleine aus Höflichkeit dem Chef gegenüber … und als Frau durch das kalte Madrid alleine laufen … und dann der Pool! Ich verstehe! Ich wäre als Helge doch hingegangen! 😉

    Und bzgl. deiner Schwimmperformance ist bestimmt mächtig was passiert!

    Und dann finde ich es toll, dass Madrid eine Chance bei dir hatte und von deinen Kollegen finde ich toll, dass sie dir das schöne Madrid gezeigt haben! 😆

    Tetris-Orden für Torsten! Auch toll! … ist doch ne gute Idee! Müsst ihr ihm noch basteln … für so einen (Ver-)Packungskünstler! 😉

    Ich sitze hier
    und korrigier
    und Helge reist in der Weltgeschichte rum! – Sei dir/euch gegönnt!

    Bin gespannt auf den Bericht!

    Also, bis denne!
    LG Manfred

    • Lieber Manfred,
      ich kann dir in allen Punkten zustimmen 😆
      Das Schwimmbad im Fitnessstudio war ein Traum. Ich hatte dort permanent eine ganze Bahn für mich. Und ja, ich glaube meiner Schwimm Performance hat es gut getan.
      Und du armer sitzt und korrigierst Klausuren. Ich habe voll Mitleid mit dir. Aber wir lassen dich ja an unseren Reisen teilhaben, insofern helfen wir dir ja 😆
      Liebe Grüße
      Helge

  8. Hallo Ihr beiden,
    das glaube ich gern, dass Ihr Euch mit und bei Volker und Jens wohlgefühlt habt. Eines Tages schaffe ich es auch mal dahin, aber ohne Rad 😉
    Hey, und dann gleicht weiter von den Oldenburger Alpen in die spanische Hauptstadt! Dass nenn‘ ich mal Kontrastprogramm. Der Chef scheint ja auch ein sehr spendabler zu sein, da hätte ich mir diesen Fitnesstempel auch nicht entgehen lassen. Klasse, dass Du Dich dort austoben konntest. Wobei Helge im orangen Tutu – ich bitte darum!!!
    Liebe Grüße
    Elke

    • Liebe Elke,
      ich kann einen Besuch in Oldenburg nur empfehlen. Ich denke auch ohne Radanreise ist es toll 😆
      Nein nein, das mit dem Tutu und mir das geht nicht zusammen. 😀
      Aber austoben war gut. Irgendwie brauchte ich das auch wenn man ansonsten nur Meetings und Schulungen hat 🙂
      Liebe Grüße
      Helge

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