Hoch, hoch, hoch und…

…irgendwann natürlich auch mal wieder runter. Aber erstmal ging es 7,5km hoch und höher beim Trail Römische Weinstrasse. Genau das Richtige für Helge. Aber die hatte ja noch Erholungswoche :-). Als der Trierische Volksfreund Startplätze verlost, dachte ich mir, warum eigentlich nicht. Also habe ich mich einfach beworben und natürlich prombt gewonnen. Wahrscheinlich war ich der Einzige Bewerber, denn ich hatte mich schon öfters mal für verschieden Läufe um Startplätze beworben und noch nie gewonnen. Na gut, dass noch etwas Zeit war bis zum Lauf. Der sollte über 15km gehen und die knapp 500 Höhenmeter sind fast komplett auf der ersten Hälfte zu bewältigen. Also habe ich mit meinem Geheimtraining, wie Andi es immer nannte begonnen. Er nahm übrigens die 30km unter die Laufschuhe. So kam es also, dass ich beim Moret-Triathlon im Juni, das letzte Mal auf dem Rad saß. Ich muss zugeben ich vermisse es irgendwie so gar nicht :-). Denn es macht irrsinnigerweise total Spass Treppen und Berge hochzulaufen und wieder runter und wieder hoch. In einem unserer Nachbarorte hatte GöGa mal bei einer Wanderung eine Treppe mitten in den Weinbergen entdeckt. Knapp 500 Stufen mit noch ein paar Schrägen dazwischen. Das perfekte Trainingsgelände. Ich hätte gerne die Gedanken einiger Spaziergänger gewusst, als ich da immer rauf und runter bin. Nicht durchgängig laufend aber doch zügigen Schrittes. Schon lange hatten meine Oberschenkel nicht mehr so gebrannt. Aber nach mehreren Einheiten an dieser Treppe und auch langgezogenen Anstiegen bei uns im Wald, hatte ich an den darauffolgenden Tagen nicht mal mehr Muskelkater. Nach dem ersten Mal musste ich echt am nächsten Tag die Treppen rückwärts runtergehen. Das hatte ich bisher nur einmal, nach meinem ersten Marathon 2011 und dann nie wieder :-).

Tja, was soll ich sagen. Das Geheimtraining hat sich gelohnt, hihi. Am Sonntag fand also der Trail Römische Weinstrasse statt. Ich ging 15min vor Andi auf die Strecke und mein Ziel war es unter anderem bis zum Abzweig der 30er nicht von Andi überholt zu werden. Wenn er das jetzt liest rollt er wahrscheinlich mit den Augen ;-). Ich bin tatsächlich die meiste Zeit durchgelaufen. An einigen Stellen musste man kurz gehen, sei es weil es gerade zu eng war zum überholen oder halt einfach zu steil. Diesmal habe ich sogar Läufer am Berg überholt, normalerweise ist es umgedreht. Aber ich habe versucht, ein gleichmäßiges Tempo zu laufen und bin auch in den wenigen Flachpassagen zwischendurch bei dem Tempo geblieben. Zwischendurch musste ich immer an GöGa denken und daran, ob er mich jetzt gerade verflucht. Wir hatten nämlich die tolle Idee, dass Helge und GöGa Support für uns machen könnten. Die Ausrede, dass Torstens Rad in der Werkstatt ist, funktionierte nicht. Denn Räder gibt es zusammengerechnet in beiden Haushalten mehr als genug und somit stellte Andi sein MTB zu Verfügung :-).Na jedenfalls standen beide tatsächlich ganz oben am höchsten Punkt, als ich ankam. ich hatte sie noch nicht gesehen, aber schon gehört. Wer ruft sonst: „Oh, ihr seht toll so aus.“ Das konnte nur Helge sein. Und dann sah ich schon was Orangenes, hihi.

Ich gebe zu, es tat gut die Beiden zu sehen und es gab nochmal einen kleinen Motivationsschub. Denn als die 4-5 Läufer vor mir nochmal am Verpflegungsstand halt machten, bin ich weiter gelaufen. Einen großen Dank an meine Trinkrucksack. Denn ab da waren es nur noch 2 km bis zum Ziel und es ging auch nur noch bergab, ab und zu zwar etwas steil, aber auch da konnte ich sogar nochmal überholen, weil: Der Rücken hält immer noch. Ich hatte keinerlei Probleme. Yippieee. Trotzdem wird es einen Eingriff geben, der das Problem dann dauerhaft beseitigt. Göga fuhr neben mir, bzw. nahm die Hauptwege, während ich durch die Steillagen der Weinberge „musste“. Helge wartete noch auf Andi und sollte sich später noch als Streckenposten bewähren. Anscheinend sind an einer Abzweigung die Wegweiserbändchen abhanden gekommen und es hatten sich etliche Läufer verlaufen, was zu einiger Verwirrung führte. Aber Helge hat das alles professionell gemanagt und sich zwischendurch noch im Schlamm abgelegt, um Platz für die Läufer zu machen. Naja, so ein Mountainbike will ja dreckig werden. Dem wäre ja sonst langweilig. So 2km vor dem Ziel merkte ich, dass ich noch eine Zeit unter 2 Stunden schaffen könnte, also gab ich nochmal etwas Gas. Was dazu führte, dass GöGa redete, Fragen stellt, ich aber einfach nicht antwortete und auch nicht mehr antworten konnte ;-). Punktlandung. Nach 1:59,35h war ich im Ziel. Es hat total Spass gemacht und wird sicher nicht mein letzter Lauf dort gewesen sein.

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Was mich vom 30er abhält?  Die Klettersteigpassagen, die dort enthalten sind. Ich habe es nicht so mit der Höhe. Laufen ist ok. Aber sobald es ans Klettern geht mit Seil usw. bin ich raus :-). Mal sehen, was uns so als Nächstes einfällt.

Zu guter Letzt noch ganz liebe Grüße und alle guten Wünsche an Claudi.  Ich hoffe, du kommst ganz bald wieder auf die Beine.

22 Gedanken zu „Hoch, hoch, hoch und…

    • Hallo Markus,
      Sorry. Dein Kommentar ist im Spam Ordner gelandet. Ich habe es jetzt mal so eongestellt, dass dies nicht mehr passieren dürfte.
      Viele Grüße
      Karina

  1. Ja, ich habe die Sauberkeit meines Lieblingsradshirts aufs Spiel gesetzt um den Läufern den richtigen Weg zu weißen …
    Oder auf deutsch: ich habe mich blöd angestellt 😆
    Aber ich hatte einen richtigen Spaß den armen Torsten die Berge hoch zu jagen 😉
    Ich hoffe, er mag mich noch
    Liebe Grüße
    Helge

    • Naja,
      immerhin hast du am Abend noch was zu Essen bei uns bekommen. Also scheint alles gut zu sein :-).

    • Ja liebe Helge, ich mag dich noch.
      Berg hoch war ja nicht so schlimm…nur zuerst den falschen Berg hoch und dann dein Gequatsche :-o.
      Wie hat das der Frank in der Vorbereitung nur mit dir ausgehalten???

      Schön, dass du den richtigen Weg geweißt hast und dazu den Läufern noch den richtigen Weg gewiesen, RESPEKT.
      Wo hast Du nur so schnell die Farbe aufgetrieben? Du hattest doch nur von Bändern erzählt?

  2. Liebe Karina,

    oh, du hast sie auch entdeckt, die Liebe zum Berglauf!! Am Anfang brennen die Oberschenkel wie Feuer beim Bergauflaufen – ich hatte das fast schon vergessen, und die Muskelkater vom Bergablaufen…. oh ja, die kenne ich auch! Jetzt, wenn ich gaaanz vorsichtig wieder anfange kleine Stücke bergauf zu laufen spüre ich es wieder, dieses Brennen. Die Pause war eben ziemlich lang… 🙄
    Herzlichen Glückwunsch zum Punktlandung!! 🙂

    Ich bin gespannt was euch als nächstes einfällt… 😉

    Ganz liebe Grüße Anna

    • Hallo Anna,
      ich bin zwar nicht schnell, aber das Gefühl, wenn man oben ist und es geschafft hat ist genial. Inzwischen laufe ich mich nach den Bergablaufen immer noch aus und seitdem habe ich keine muskulären Probleme mehr danach.
      Ach, wir finden sicher noch ein paar Sachen, die wir noch nicht ausprobiert haben.
      Liebe Grüße
      Karina

  3. Liebe Karina,
    ui, ist das steil! 🙄
    Aber mit deiner super Trainingsvorbereitung und der moralischen Unterstützung von Helge und Torsten (und Andi im Nacken) hast du eine Punktlandung hingelegt und kannst im Ziel sogar noch lachen! 😀 Gratuliere!!! 😀

    • Hallo Doris,
      dieser Abschnitt war der einzige wirklich steile Bereich auf meiner 15km Strecke. Der Rest waren eher Waldwege. Die 30er mussten da am Ende auch lang und dann stelle ich mir das von der Konzentration und Koordination noch um einiges schwerer vor als es bei uns war. Na ich musste einfach wegen Helges Sprüchen lachen.
      Liebe Grüße
      Karina

  4. Liebe Karina,

    da teilen wir ja eine Vorliebe beim Laufen:

    „Denn es macht irrsinnigerweise total Spass Treppen und Berge hochzulaufen und wieder runter und wieder hoch.“

    Und Dein Bericht macht richtig Lust es Dir gleich zu tun. Es ist doch schön, wenn man von bekannten Gesichtern angefeuert wird und genau weiß, dass sie nicht lügen 😉

    Salut

    • Selbstverständlich habe ich nicht gelogen. 🙂
      Karina sah ganz locker und eben gut aus.
      Wie auf einem Sonntags-Nachmittag-Spaziergang.
      Liebe Grüße
      Helge

    • Hallo Christian,
      Wir haben mit dem Spruch: “ Ihr seht toll aus!“ auch schon bei anderen Events böse Blicke eingefangen. Aber nach dem Lauf habe ich festgestellt, dass Helge viele neue Bekannte hatte 🙂 🙂 und die waren alle gut gelaunt. Muss wohl am Trailrunning selbst liegen. Denn bei Strassenläufen erlebe ich viele Sportler viel viel ernster.
      Liebe Grüße
      Karina

  5. Hi, Karina, das sieht gut aus, steht dir auch, früher tat ich das auch in meiner ehemaligen Heimat, nun verzichte ich mangels zu ersteigender Berge. Ich finde das auch gut, man spürt, dass man lebt ! Weniger schön war das hinunter Laufen aus meiner Sicht.

    Das mit dem Klettern sehe ich auch so wie du !

    Hier gibt es weder das eine ,noch das andere, dafür anderes ! Du wirst es bald erleben dürfen !

    • Liebe Margitta,
      das Herunterlaufen habe ich ebenfalls geübt und daher keine Probleme mit Oberschenkeln oder Knien gehabt. Ich denke, wenn man am Strand durch den Sand läuft ist es ähnlich schwer wie bergauf zu laufen. Aber das kann ich ja bald selbst mal testen :-).
      Liebe Grüße
      Karina

  6. Liebe Karina,

    die Treppe stellt ja mein Huntebrückentreppchen absolut in den Schatten, aber sowas von 🙂

    Wer an dem Monster trainiert, der kann ja nur über so einen Berglauf fliegen. Coole Sache. Dabei noch mit ruhigem Rücken eine Superzeit realisiert. Herzlichen Glückwunsch!

    Und zu Helge: Wer schon mit Ameisenhügeln Bekanntschaft schließt, den schreckt auch kein Schlamm mehr 😀

    Liebe Grüße
    Volker

      • Bin total optimistisch. Die „Vorbehandlung“ hält bis zum heutigen Tag an. Und wenn es dann dauerhaft so ist…
        Liebe Grüße
        Karina

    • Hi Volker,
      ich habe hier vor der Haustür auch eine Treppe, die deiner Treppe ähnlich ist. Da kann man auch gut traininieren. Die Weinbergtreppe bin ich auch nur 3 mal hoch, die vor der Tür laufe ich dann halt entsprechend öfters. Dann kann man ja cuh noch variieren, z.B. 2 Stufen mit einmal oder seitwärts hochlaufen, Einbeinsprünge usw. Also auch eine kurze Treppe kann man gut nutzen. Bei unserem Coach zählen solche Einheiten als gleichertiges Training wie as Tempotraining auf der Bahn.
      Also ruhig öfters mal hochlaufen :-).
      Liebe Grüße
      Karina

  7. Hammer, liebe Karina! Ich kenn die Treppen und mir bleibt schon beim Gedanken an dein jetzt nicht mehr geheimes Training die Puste weg! Um so schöner, dass es sich ausgezahlt hast. Und noch schöner, dass der Rücken es klaglos weggesteckt hast, so dass du den Lauf mit Riesenspaß und in einer tollen Zeit finishen konntest. 🙂

    Ganz liebe Grüße – du wirst dir die Erinnerung an den tollen Lauf für die hoffentlich kurze Zeit bewahren, die du demnächst außer Gefecht sein wirst. Und wer weiß, vielleicht können wir dich nächstes Jahr beim 30er anfeuern?!

    Liebe Grüße & toitoitoi für das, was vor dir liegt!
    Anne

    • Liebe Anne,
      der 30er fällt schon mal wegen der Kletterpassage an einem Klettersteig für mich aus :-).
      Ja, ich hoffe, dass es mit dem Rücken genauso weitergeht. Schade, dass sie dort „nur“ auf die Wirbelsäule spezialisiert sind, sonst hätte ich dir die Adresse sofort weitergegeben.
      Liebe Grüße
      Karina

  8. Hallo Karina,
    das hört sich doch alles sehr gut an. Fast profimäßig mit Geheimtraining, Trinkrucksack usw. 😉 . Kein Wunder, dass so eine gute Zeit dabei herauskommt und der Rücken hat auch gehalten. Prima.
    Jetzt wünsche ich Dir alles Gute für den Eingriff und drücke fest die Daumen.
    LG Frank

    • Hallo Frank,
      Andi nennt das immer Geheimtraining, ich finde, dass ist ganz normales Training :-).
      Den Trinkrucksack habe ich schon länger. Den hatte ich immer auf den langen Läufen bei der Marathonvorbereitung dabei. Der sitz wie angegossen und stört überhaupt nicht.
      Liebe Grüße und schon mal Danke für die Daumen
      Karina

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